
Griechischer Minister verspricht 'Demokratie siegt immer' nach Festnahmen bei Brandstiftung von Marfin 2010 und jüngstem Brandanschlag in Thessaloniki
Bürgerschutzminister Michalis Chrisochoidis, der von Kreta sprach, brachte die Festnahmen im Zusammenhang mit dem Marfin-Bankbrand 2010, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, mit einem jüngsten Brandanschlag auf die Familie Nestoras in Thessaloniki in Verbindung.
Stellungnahme des Ministers von Kreta
Michalis Chrisochoidis sprach am 10. Juli 2026 bei der Einweihung einer neuen Polizeiunterdirektion in Messara auf Kreta über die Festnahmen im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Marfin-Bankfiliale in Athen im Jahr 2010 und dem jüngsten Brandanschlag auf das Haus der Familie Nestoras in Thessaloniki. Der Minister bezeichnete die Verhaftungen als Beweis dafür, dass der griechische Staat unabhängig von der verstrichenen Zeit zur Rechenschaft ziehe.
Unsere Demokratie ist sehr stark und siegt am Ende immer. Sie siegt nicht aus Rache. Ihre Siege sind die Wiedergutmachung und die Lieferung von Gerechtigkeit, die jedes Mal im Rahmen der Verfassung und der Gesetze erfolgen muss.
Der Marfin-Anschlag von 2010 tötete drei Bankangestellte, darunter eine schwangere Frau, während eines gewaltsamen Generalstreikprotests. Sechzehn Jahre lang blieb der Fall ohne namentlich genannte Tatverdächtige in Haft.
Der anonyme Hinweis, der den Marfin-Fall wiederbelebte
Nach Angaben griechischer Medien war eine anonyme elektronische Beschwerde an das griechische FBI der Auslöser dafür, dass die Behörden die Marfin-Akte wieder in die aktive Ermittlung aufnahmen. Die Nachricht nannte ausdrücklich die drei Personen, für die anschließend mit Zustimmung eines Ermittlungsrichters und eines Staatsanwalts Haftbefehle erlassen wurden. Auch andere Personen, die derselben Gruppe angehören sollen, wurden in dem Hinweis erwähnt. Die Polizei führte eine vorläufige Untersuchung durch, und die Ergebnisse wurden bewertet und an die zuständigen Justizbehörden weitergeleitet.
Brandanschlag von Thessaloniki und die Familie Nestoras
Der jüngste Fall in Thessaloniki betraf einen tödlichen Brandanschlag auf das Haus der Familie Nestoras. Chrisochoidis bezog sich direkt darauf und bezeichnete die Täter als unbelehrbare Personen, die zu Mördern werden. Er sagte, die Antwort des Staates auf solche Taten sei die Anwendung des Gesetzes, nicht außergerichtliche Rache.
Das ist unsere Antwort an jene unbelehrbaren Menschen, die letztlich zu Mördern werden und versuchen, rechtswidrige Handlungen zu begehen, die das Leben Unschuldiger fordern.
Gerechtigkeit als Maßstab der Demokratie
Chrisochoidis wiederholte eine dreiteilige Formulierung: Ein Verbrechen, die Tötung eines Menschen, sei ohne die Durchsetzung von Gerechtigkeit nicht vorstellbar; Demokratie sei ohne die Durchsetzung von Gerechtigkeit nicht vorstellbar; und es sei nicht vorstellbar, dass manche sich das Privileg nehmen, andere einzuschüchtern. Wenn das geschehe, sagte er, erleide die Demokratie einen Schlag. Aber die Demokratie, so argumentierte er, sei heute stark wie früher und werde morgen noch stärker sein.


