Wahlen · Washington und Jerusalem
Demokraten gewinnen beide Kammern des Kongresses – der Iran-Krieg kostet die Republikaner die Midterms
Bei den Midterm-Wahlen haben die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat übernommen. Donald Trump regiert damit in seinen letzten zwei Amtsjahren mit einem geteilten Kongress. Die Republikaner machen den Krieg mit dem Iran verantwortlich, und Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sich nun auch aus den eigenen Reihen Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren ausgesetzt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, Il Messaggero, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten kontrollieren das Repräsentantenhaus und den Senat. Nach Mitternacht am 4. November stand der Senat bei 54 Sitzen für die Demokraten und 44 für die Republikaner, wobei Alaska und Mississippi noch zuzuordnen waren.
Vance sagte am Mittwoch, 4. November, der Grund für die Niederlage der Republikaner sei der Krieg gewesen. Trump räumte laut Associated Press ein, der Konflikt habe das Ergebnis beeinflusst.
Der Abgeordnete Thomas Massie will in der Woche des 9. November eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth erzwingen. Trump sagte ABC News, er werde ihn nicht entlassen.
- 3.11.Midterm-Wahlen; die Demokraten gewinnen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat
- 4.11.Vance sagt, der Krieg sei der Grund für die Niederlage der Republikaner gewesen
- Woche des 9. November 2026Das Repräsentantenhaus tritt wieder zusammen; Massie plant eine erzwungene Abstimmung über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth
- 6. Januar, Zusammentritt des neuen KongressesDie Demokraten planen Untersuchungen gegen Hegseth und FBI-Direktor Cash Patel
Demokraten gewinnen beide Kammern
Bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterm-Wahlen haben die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen. Die Republikaner behalten das Präsidentenamt, die Opposition verfügt über den Kongress. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund des im Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran, steigender Lebenshaltungskosten und turbulenter Energiemärkte statt. Nach Mitternacht Ortszeit Washington am Mittwoch, 4. November, stand der Senat bei 54 Sitzen für die Demokraten und 44 für die Republikaner, wobei Alaska und Mississippi noch nicht zugeordnet waren. Die Demokraten eroberten sieben Senatssitze von den Republikanern, ohne einen eigenen zu verlieren, und siegten in beiden Carolinas, in Maine, Ohio, Iowa, Kansas und Texas.
- Demokraten
- 54 Sitze
- Republikaner
- 44 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Im Repräsentantenhaus ergab dieselbe Auszählung 240 Sitze für die Demokraten und 147 für die Republikaner, wobei rund fünfzig Sitze noch offen waren. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Demokraten nach Angaben von Il Fatto Quotidiano 30 Sitze hinzugewonnen, die Republikaner 30 verloren. Fanpage berichtete, die Opposition habe auch in traditionell konservativen Staaten wie Texas, Iowa und Kansas gewonnen, in denen Trump 2024 gesiegt hatte.
- Demokraten
- 240 Sitze
- Republikaner
- 147 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Trump und das Kriegsnarrativ
Laut Associated Press räumte Trump ein, dass der Konflikt im Iran das Wahlergebnis beeinflusst habe, sagte aber, es sei etwas gewesen, das er habe tun müssen. Vance erklärte am Mittwoch, der Grund für die Niederlage der Republikaner sei der Krieg gewesen – eine Aussage, die den Riss innerhalb der Regierung öffentlich machte. Il Fatto Quotidiano berichtete, republikanische Kandidaten hätten in Michigan, Ohio und Georgia verloren, und die Republikaner hätten in Indiana einen Sitz im Repräsentantenhaus verloren, den sie jahrzehntelang gehalten hatten. Andrew Spannaus, ein US-Politikanalyst, der mit Adnkronos sprach, machte den Präsidenten für das Ergebnis hauptverantwortlich.
„Die Hauptschuld liegt bei Donald Trump und den Entscheidungen, die er getroffen hat.“
Spannaus argumentierte, der Krieg habe die Ölpreise und damit Benzin und Diesel in die Höhe getrieben, und die Republikaner im Kongress hätten es versäumt, sich Trump entgegenzustellen, sodass die lokalen Kandidaten die Kosten einer unpopulären Regierung tragen mussten.
Druck auf Hegseth
Trump hat eine Kabinettsumbildung öffentlich ausgeschlossen und dem Sender ABC News gesagt, er beabsichtige nicht, Verteidigungsminister Pete Hegseth zu entlassen. CNN berichtete, viele republikanische Abgeordnete machten Hegseth dafür verantwortlich, Trump zu einem Angriff auf den Iran ohne Exit-Strategie überredet zu haben. Der Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky kündigte an, er werde versuchen, eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Hegseth zu erzwingen, wenn das Repräsentantenhaus in der Woche des 9. November wieder zusammentritt. Im Pentagon beschrieb die Washington Post offene interne Machtkämpfe, und einige Vertraute des Präsidenten sollen laut Berichten wollen, dass Trump auch General Dan Caine oder Admiral Brad Cooper ersetzt.
La Stampa berichtete, eine republikanische Quelle habe drei mögliche Nachfolger für Hegseth genannt: Dan Driscoll, DeSantis und Mike Pompeo – Namen, die allerdings schon vor der Wahl kursiert waren. Il Fatto Quotidiano berichtete, die Demokraten planten, Hegseth und FBI-Direktor Cash Patel zu untersuchen, sobald der neue Kongress am 6. Januar zusammentritt.
Israel und der weitere Nahe Osten
Vance veröffentlichte einen langen Beitrag, in dem er vier Prioritäten nannte, um verlorene Wähler zurückzugewinnen: den Krieg beenden, sich auf Lebenshaltungskosten und Inflation konzentrieren, Amerika an die erste Stelle setzen und das Verhältnis zu Israel verändern. La Stampa berichtete, der vierte Punkt bereite Jerusalem Sorgen, da die Unterstützung für Israel sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern an Boden verliere. Abdul El-Sayed, der den Senatssitz in Michigan gewann, gilt als erster Muslim, der in den Senat gewählt wurde, und als scharfer Kritiker Israels. Auch drei von Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützte Kandidaten für das Repräsentantenhaus in New York – Brad Lander, Claire Valdez und Darializa Avila Chevalier – wurden gewählt, und alle lehnen US-Militärhilfe für Israel ab. Benjamin Netanyahu schweigt bislang, während der frühere Ministerpräsident Yair Lapid sagte, die Niederlage der Republikaner schließe eine Einheitsregierung unter Netanyahu aus. Il Sole 24 ORE argumentierte, Teheran könne es als vorteilhaft ansehen, noch vor dem Amtsantritt des neuen Kongresses eine Einigung zu erzielen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il Sole 24 OREFür den Iran ist es vorteilhaft, vor dem neuen Kongress mit der „Lame Duck“ Donald zu verhandelnAll'Iran conviene trattare con "Anatra Zoppa" Donald prima del nuovo Congresso · Original auf Italienisch
- Il MessaggeroPentagon, interner Krieg nach den Midterms: „Alle gegen alle, auch Caine und Cooper zittern“Pentagono, guerra interna dopo le Midterm: "Tutti contro tutti, tremano anche Caine e Cooper" · Original auf Italienisch
- AdnkronosMidterms, Spannaus: „El-Sayed und Sozialisten werden die Dem-Linie nicht diktieren, Vance zeigt den Weg für den GOP-Neustart auf“Midterm, Spannaus: ''El-Sayed e socialisti non detteranno linea dem, Vance indica strada per ripartenza Gop'' · Original auf Italienisch
- lastampa.itVom Sponsor des Iran-Krieges zum Sündenbock: So steht Hegseth heute im Visier der RepublikanerDa sponsor della guerra in Iran a capro espiatorio: così oggi Hegseth è nel mirino dei repubblicani · Original auf Italienisch
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses verlor
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der sagte, der Krieg sei der Grund für die Niederlage der Republikaner gewesen
- Pete Hegseth
- US-Verteidigungsminister, der wegen des Iran-Kriegs unter Druck steht
- Thomas Massie
- Republikanischer Abgeordneter aus Kentucky, der eine erzwungene Abstimmung über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth plant
- Abdul El-Sayed
- Designierter demokratischer Senator aus Michigan, gilt als erster in den Senat gewählter Muslim
- Dan Caine
- Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, dessen Rolle bei den Iran-Operationen hinterfragt wird
- Cash Patel
- FBI-Direktor, den die Demokraten als Untersuchungsziel nennen
- Benjamin Netanyahu
- Israelischer Ministerpräsident, der sich zum US-Ergebnis bislang nicht geäußert hat
- Yair Lapid
- Früherer israelischer Ministerpräsident und Oppositionsführer
- Orte
- Washington, Jerusalem, Washington, D.C., Iran
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