Wahlen · Washington und Jerusalem

Demokraten gewinnen beide Kammern des Kongresses – der Iran-Krieg kostet die Republikaner die Midterms

Bei den Midterm-Wahlen haben die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat übernommen. Donald Trump regiert damit in seinen letzten zwei Amtsjahren mit einem geteilten Kongress. Die Republikaner machen den Krieg mit dem Iran verantwortlich, und Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sich nun auch aus den eigenen Reihen Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren ausgesetzt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, Il Messaggero, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Jerusalem · Vereinigte Staaten, Israel
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Midterm-Wahlen; die Demokraten gewinnen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat
  2. 4.11.Vance sagt, der Krieg sei der Grund für die Niederlage der Republikaner gewesen
  3. Woche des 9. November 2026Das Repräsentantenhaus tritt wieder zusammen; Massie plant eine erzwungene Abstimmung über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth
  4. 6. Januar, Zusammentritt des neuen KongressesDie Demokraten planen Untersuchungen gegen Hegseth und FBI-Direktor Cash Patel

Demokraten gewinnen beide Kammern

Bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterm-Wahlen haben die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen. Die Republikaner behalten das Präsidentenamt, die Opposition verfügt über den Kongress. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund des im Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran, steigender Lebenshaltungskosten und turbulenter Energiemärkte statt. Nach Mitternacht Ortszeit Washington am Mittwoch, 4. November, stand der Senat bei 54 Sitzen für die Demokraten und 44 für die Republikaner, wobei Alaska und Mississippi noch nicht zugeordnet waren. Die Demokraten eroberten sieben Senatssitze von den Republikanern, ohne einen eigenen zu verlieren, und siegten in beiden Carolinas, in Maine, Ohio, Iowa, Kansas und Texas.

Senatssitze nach Mitternacht, 4. NovemberSitze
Demokraten
54 Sitze
Republikaner
44 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Im Repräsentantenhaus ergab dieselbe Auszählung 240 Sitze für die Demokraten und 147 für die Republikaner, wobei rund fünfzig Sitze noch offen waren. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Demokraten nach Angaben von Il Fatto Quotidiano 30 Sitze hinzugewonnen, die Republikaner 30 verloren. Fanpage berichtete, die Opposition habe auch in traditionell konservativen Staaten wie Texas, Iowa und Kansas gewonnen, in denen Trump 2024 gesiegt hatte.

Sitze im Repräsentantenhaus nach Mitternacht, 4. NovemberSitze
Demokraten
240 Sitze
Republikaner
147 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Trump und das Kriegsnarrativ

Laut Associated Press räumte Trump ein, dass der Konflikt im Iran das Wahlergebnis beeinflusst habe, sagte aber, es sei etwas gewesen, das er habe tun müssen. Vance erklärte am Mittwoch, der Grund für die Niederlage der Republikaner sei der Krieg gewesen – eine Aussage, die den Riss innerhalb der Regierung öffentlich machte. Il Fatto Quotidiano berichtete, republikanische Kandidaten hätten in Michigan, Ohio und Georgia verloren, und die Republikaner hätten in Indiana einen Sitz im Repräsentantenhaus verloren, den sie jahrzehntelang gehalten hatten. Andrew Spannaus, ein US-Politikanalyst, der mit Adnkronos sprach, machte den Präsidenten für das Ergebnis hauptverantwortlich.

„Die Hauptschuld liegt bei Donald Trump und den Entscheidungen, die er getroffen hat.“

Andrew Spannaus

Spannaus argumentierte, der Krieg habe die Ölpreise und damit Benzin und Diesel in die Höhe getrieben, und die Republikaner im Kongress hätten es versäumt, sich Trump entgegenzustellen, sodass die lokalen Kandidaten die Kosten einer unpopulären Regierung tragen mussten.

Druck auf Hegseth

Trump hat eine Kabinettsumbildung öffentlich ausgeschlossen und dem Sender ABC News gesagt, er beabsichtige nicht, Verteidigungsminister Pete Hegseth zu entlassen. CNN berichtete, viele republikanische Abgeordnete machten Hegseth dafür verantwortlich, Trump zu einem Angriff auf den Iran ohne Exit-Strategie überredet zu haben. Der Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky kündigte an, er werde versuchen, eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Hegseth zu erzwingen, wenn das Repräsentantenhaus in der Woche des 9. November wieder zusammentritt. Im Pentagon beschrieb die Washington Post offene interne Machtkämpfe, und einige Vertraute des Präsidenten sollen laut Berichten wollen, dass Trump auch General Dan Caine oder Admiral Brad Cooper ersetzt.

La Stampa berichtete, eine republikanische Quelle habe drei mögliche Nachfolger für Hegseth genannt: Dan Driscoll, DeSantis und Mike Pompeo – Namen, die allerdings schon vor der Wahl kursiert waren. Il Fatto Quotidiano berichtete, die Demokraten planten, Hegseth und FBI-Direktor Cash Patel zu untersuchen, sobald der neue Kongress am 6. Januar zusammentritt.

Israel und der weitere Nahe Osten

Vance veröffentlichte einen langen Beitrag, in dem er vier Prioritäten nannte, um verlorene Wähler zurückzugewinnen: den Krieg beenden, sich auf Lebenshaltungskosten und Inflation konzentrieren, Amerika an die erste Stelle setzen und das Verhältnis zu Israel verändern. La Stampa berichtete, der vierte Punkt bereite Jerusalem Sorgen, da die Unterstützung für Israel sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern an Boden verliere. Abdul El-Sayed, der den Senatssitz in Michigan gewann, gilt als erster Muslim, der in den Senat gewählt wurde, und als scharfer Kritiker Israels. Auch drei von Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützte Kandidaten für das Repräsentantenhaus in New York – Brad Lander, Claire Valdez und Darializa Avila Chevalier – wurden gewählt, und alle lehnen US-Militärhilfe für Israel ab. Benjamin Netanyahu schweigt bislang, während der frühere Ministerpräsident Yair Lapid sagte, die Niederlage der Republikaner schließe eine Einheitsregierung unter Netanyahu aus. Il Sole 24 ORE argumentierte, Teheran könne es als vorteilhaft ansehen, noch vor dem Amtsantritt des neuen Kongresses eine Einigung zu erzielen.

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