Wahlen · Raleigh
Demokrat Roy Cooper erobert Senatssitz in North Carolina bei US-Midterms
Roy Cooper hat das Senatsrennen in North Carolina gewonnen und den Republikanern den Sitz abgenommen – der erste Zugewinn der Demokraten bei diesen US-Midterms. Vor der Wahl hielten die Republikaner 53 der 100 Senatssitze, und die Demokraten brauchen weitere Gewinne, um die Kontrolle zu erringen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, N-tv, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Medienprojektionen sehen Roy Cooper gegen den Republikaner Michael Whatley vorn; er nimmt den Sitz von Thom Tillis ein – der erste demokratische Senatserfolg in dem Bundesstaat seit 2008.
Vor der Wahl hielten die Republikaner 53 der 100 Senatssitze und die Demokraten 45, 35 Sitze wurden neu gewählt.
Von ORF zitierte Umfragen sehen Trumps Zustimmung bei 32 bis 36 Prozent, während die Kraftstoffkosten wegen des Iran-Kriegs in den vergangenen sechs Monaten stark gestiegen sind.

Cooper gewinnt den Sitz in North Carolina
Die Demokraten haben bei den US-Midterms ihren ersten Senatssitz erobert: Medienprojektionen sehen Roy Cooper in North Carolina als Sieger. Es ist der erste Senatserfolg der Demokraten in diesem Bundesstaat seit 2008, und ein bislang von den Republikanern gehaltener Sitz geht damit in demokratische Hände über.
Cooper, ein 69-jähriger ehemaliger Gouverneur, besiegte Michael Whatley, einen früheren Vorsitzenden der Republikaner im Bundesstaat, der von Donald Trump unterstützt wurde. Die Associated Press prognostizierte das Ergebnis auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmenauszählungen. Whatley gilt als enger Verbündeter Trumps und unterstützte dessen Behauptung, die Präsidentschaftswahl 2020 sei durch massiven Betrug gestohlen worden – eine Behauptung, die weithin widerlegt ist.
Cooper tritt die Nachfolge des republikanischen Senators Thom Tillis an, der angekündigt hatte, nach einem Zerwürfnis mit Trump nicht erneut zu kandidieren. Tillis war zu einem scharfen Kritiker des Präsidenten geworden. Cooper setzte im Wahlkampf auf die Sorge über hohe Lebenshaltungskosten und auf seine lange Erfahrung in der Landespolitik.
Wie es um Senat und Repräsentantenhaus steht
Vor der Wahl hielten die Republikaner 53 Senatssitze und die Demokraten 45, hinzu kamen zwei Unabhängige, die mit der demokratischen Fraktion stimmen. Von den 100 Sitzen wurden 35 neu gewählt, zudem fanden in 36 Bundesstaaten Gouverneurswahlen statt.
- Republikaner
- 53 Sitze
- Demokraten
- 45 Sitze
- Unabhängige (stimmen mit den Demokraten)
- 2 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Die Quellen unterscheiden sich in der Rechnung für eine Senatsmehrheit. Die Deutsche Welle schreibt, die Demokraten müssten den Republikanern mindestens vier Senatssitze abnehmen, um die Kontrolle zu übernehmen, und stünden nach North Carolina bei 43 Sitzen und bräuchten drei weitere republikanische Sitze, ohne einen eigenen zu verlieren. Ein anderer Bericht nennt einen nötigen Nettozugewinn von vier Sitzen.
Auch alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus werden neu vergeben. Die Republikaner halten 218, die Demokraten 214, ein Sitz wird von einem Unabhängigen gehalten und zwei Sitze sind vakant. Die Deutsche Welle berichtet, die Demokraten bräuchten mindestens drei von Republikanern gehaltene Sitze im Repräsentantenhaus, um die Kontrolle zu übernehmen, und von ORF zitierte Umfragen deuteten auf eine klare Mehrheit für sie hin.
- Republikaner
- 218 Sitze
- Demokraten
- 214 Sitze
- Unabhängiger
- 1 Sitze
- Vakant
- 2 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Weitere erste Ergebnisse
Auch amtierende demokratische Senatoren behielten in den ersten Auszählungen in mehreren anderen Bundesstaaten ihre Sitze. Mark Warner hielt Virginia gegen den Republikaner Bert Mizusawa. In Georgia gewann Jon Ossoff nach Projektionen von NBC und CBS, über die die Deutsche Welle berichtet, gegen den von Trump unterstützten Mike Collins. Beide Amtsinhaber behielten ihre Sitze im Senat.
Trump und die Stimmung der Wähler
Die Midterms gelten weithin als Gradmesser dafür, wie die Amerikaner Trumps Amtsführung beurteilen, und von ORF zitierte Umfragen sehen seine Zustimmung bei 32 bis 36 Prozent. Viele Wähler sind unzufrieden mit dem Iran-Krieg, der die Kraftstoffkosten in den vergangenen sechs Monaten stark in die Höhe getrieben hat, hinzu kommen allgemeine Inflation und hohe Lebenshaltungskosten. Eine von der Deutschen Welle zitierte AP-Umfrage ergab, dass viele Amerikaner sich vor allem um hohe Lebenshaltungskosten und Korruption sorgen und dass eine Mehrheit mit der Richtung des Landes unzufrieden ist. Eine in einem Live-Ticker erwähnte Erhebung ergab, dass die Hälfte der Wähler die Wahl als Denkzettel für Trump sieht.
Sollten die Republikaner ihre Mehrheit in einer oder beiden Kammern verlieren, würde Trump zur lame duck, die Demokraten könnten einen Großteil seiner Agenda blockieren und ein drittes Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten, so ORF.
Auszählung und offene Fragen
Ein Live-Ticker berichtet von technischen Problemen in Wahllokalen mehrerer Bundesstaaten, und ein Defekt an einer Wahlmaschine verzögerte die Auszählung in einem Bezirk in New York. Die Wahllokale in Hawaii und in weiten Teilen Alaskas bleiben bis 06:00 MEZ geöffnet. Als die Deutsche Welle berichtete, waren die Wahllokale in elf Bundesstaaten geschlossen. Die endgültigen Mehrheiten im Kongress bleiben unklar, und bei knappen Ergebnissen kann die Auszählung mehrere Tage dauern.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Roy Cooper
- Demokrat, der das Senatsrennen in North Carolina gewann, ehemaliger Gouverneur des Bundesstaates
- Michael Whatley
- republikanischer Senatskandidat in North Carolina, früherer Vorsitzender der Republikaner im Bundesstaat, von Trump unterstützt
- Thom Tillis
- republikanischer Senator aus North Carolina, dessen Sitz Cooper gewann; er trat nach einem Zerwürfnis mit Trump nicht erneut an
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Zustimmungswerte und Unterstützung republikanischer Kandidaten die Midterm-Wahl prägten
- Mark Warner
- demokratischer Senator aus Virginia, der seinen Sitz bei den Midterms behielt
- Jon Ossoff
- demokratischer Senator aus Georgia, der seinen Sitz bei den Midterms behielt
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