
Delta-Flug von Barcelona nach Boston muss nach Rauchentwicklung im Kabineninneren in Porto notlanden
Ein Airbus A330 mit 296 Passagieren an Bord landete sicher im Norden Portugals, nachdem die Besatzung Rauch in der Kabine gemeldet hatte. Vier Passagiere wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Notlage während des Flugs und Atlantik-Umleitung
Delta Air Lines Flug DL251, durchgeführt mit einem zweigängigen Airbus A330-300 mit 296 Passagieren an Bord, führte am Sonntagnachmittag eine Notlandung am Flughafen Francisco Sá Carneiro in Porto durch. Der Flug war gegen 15:40 Uhr Ortszeit vom Flughafen Barcelona-El Prat in Spanien gestartet und über den Atlantik in Richtung Boston in den Vereinigten Staaten unterwegs. Während des Flugs über offenem Wasser entdeckte die Besatzung Rauch, der sich in der Kabine ausbreitete, und meldete eine technische Störung. Die Piloten erklärten einen Notfall und forderten eine sofortige Kursumkehr sowie die Freigabe zur Landung auf dem nächstgelegenen verfügbaren Flughafen auf portugiesischem Boden. Flugverfolgungsdaten bestätigten, dass der Großraumjet von seinem ozeanischen Kurs umkehrte und zur Nordküste Portugals zurückflog.
Notfall-Mobilisierung am Flughafen
Die Zivilschutzbehörden aktivierten einen Notfallplan der Stufe 2, basierend auf einer nationalen Skala von 1 bis 3, um sich auf das ankommende Flugzeug vorzubereiten. Der Einsatz mobilisierte 67 Feuerwehrleute und 22 Rettungsfahrzeuge aus mehreren Feuerwehren im Bezirk Porto. Einsatzfahrzeuge und Bodenpersonal wurden direkt neben der Start- und Landebahn am Flughafen Francisco Sá Carneiro positioniert, um vor der Landung Bereitschaftspositionen einzunehmen.
Eine Warnung wurde am Flughafen Sá Carneiro um 17:33 Uhr aufgrund von Rauch in der Kabine eines A330-Flugzeugs ausgegeben.
Das Flugzeug setzte um 17:59 Uhr Ortszeit sicher auf der Landebahn auf. Der portugiesische öffentlich-rechtliche Rundfunk RTP berichtete, dass zwar Rauch die Passagierkabine füllte, aber kein Feuer im Rumpf ausbrach.
- Flug DL251 startet in Barcelona-El Prat in Richtung Boston
- Flugbesatzung entdeckt Rauch in der Kabine und kehrt Richtung Portugal um
- Zivilschutz löst Alarmstufe 2 am Flughafen Porto aus
- Airbus A330 landet sicher am Flughafen Francisco Sá Carneiro
- Notfalleinsatz auf 27 Einsatzkräfte reduziert, nachdem 14 Passagiere versorgt wurden
Medizinische Hilfe und Krankenhausverlegungen
Rettungskräfte leisteten unmittelbar nach dem Stillstand des Flugzeugs 14 Personen medizinische Hilfe am Flughafen. Medizinteams untersuchten die betroffenen Passagiere auf dem Vorfeld und in den Flughafeneinrichtungen auf Rauchvergiftung. Vier Passagiere mit leichten Verletzungen wurden mit Krankenwagen ins Hospital de São João in Porto zur weiteren klinischen Untersuchung und Behandlung gebracht. Sanitäter behandelten die anderen 10 Passagiere vor Ort und entließen sie, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war. Nach der sicheren Evakuierung und der Sichtung der Passagiere begannen die Behörden, die Rettungskräfte zu reduzieren: von 67 Einsatzkräften auf 57 und schließlich auf 27 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen um 19:21 Uhr Ortszeit.
Beeinträchtigung des Flugverkehrs und laufende Inspektion
Die außerplanmäßige Ankunft und der Notfalleinsatz führten zu einer vorübergehenden Einstellung des gesamten Flugbetriebs am Flughafen Francisco Sá Carneiro für mehrere Minuten. Die kurze Unterbrechung verursachte Verspätungen im gesamten Terminalplan und zwang mehrere ankommende Flugzeuge in Warteschleifen über Nordportugal, bevor die Fluglotsen die Landebahn wieder freigaben. Technische Inspektionsteams und Ermittler des Zivilschutzes untersuchten den Airbus A330 nach dem Vorfall auf dem Vorfeld in Porto. Die Luftfahrtbehörden haben die mechanische Ursache des in der Kabine festgestellten Rauchs noch nicht ermittelt.


