Wirtschaft · Luxemburg

Leonardo Maria Del Vecchio erneuert Angebot für alle Delfin-Anteile, Treffen bis 7. November angesetzt

Leonardo Maria Del Vecchio hat den Aktionären von Delfin angeboten, ihre Anteile zu kaufen; die Citigroup soll bereit sein, bis zu 22 Milliarden zu finanzieren. Er hat sie gebeten, sich bis zum 7. November mit ihm zu treffen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, ANSA.it, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Luxemburg
Wie es dazu kam
  1. 20.10.Michal Strnad schickt sein Angebot für die Delfin-Holding an den Vorstand
  2. 2.11.Del Vecchios Brief wird veröffentlicht und das Angebot an die Delfin-Aktionäre verschickt
  3. 7.11.Von Del Vecchio vorgeschlagenes Datum für das Treffen mit den Aktionären

Ein neues Angebot für das gesamte Paket

Leonardo Maria Del Vecchio, Präsident von Lmdv Capital, hat den Aktionären von Delfin ein neues Angebot zum Kauf ihrer Anteile an der Familienholding geschickt. Er kündigte es in einem Brief an, den die Qn, die Quotidiano-Nazionale-Gruppe, deren Herausgeber er ist, am Montag, 2. November, veröffentlichte. Er nennt es den ernsthaftesten Vorschlag, den er je gemacht habe. Das Angebot umfasst entweder einen vollständigen und sofortigen Kauf der Anteile oder stärker verwässerte Erwerbsformen über die Zeit, wobei jeder Aktionär frei wählen kann. Er bat die Aktionäre, sich bis zum 7. November mit ihm zu treffen, gemeinsam oder einzeln, um den Plan im Detail vorzustellen.

„Heute habe ich den Aktionären von Delfin ein Angebot zum Kauf ihrer Anteile geschickt.“

Leonardo Maria Del Vecchio, Präsident von Lmdv Capital

La Stampa berichtet, dass der Plan den Anteil von Nicoletta Zampillo, der Mutter des Anbieters, ausspart. Ohne ihren und seinen eigenen Anteil würde der Kauf Del Vecchio von 12,5 % auf 87,5 % von Delfin bringen.

Finanzierung und Governance

La Stampa berichtet, die Citigroup sei bereit, bis zu 22 Milliarden zu finanzieren, und würde den vollen Betrag ohne die Patronatserklärungen oder Vorstandsbeschlüsse abdecken, die nach Angaben derselben Zeitung ähnliche Vorstöße von Lmdv in der Vergangenheit blockiert haben. Open beschreibt das Institut dagegen als amerikanische Kreditanstalt, während der Brief selbst nur von einer führenden internationalen Bank spricht. La Stampa beziffert den Gesamtwert des Angebots auf rund 20 Milliarden und nennt 3,7 Milliarden für jeden der Anteile. Del Vecchio schreibt, die Gesellschaft, die die Anteile erwerbe, werde strengeren Governance-Regeln folgen, die in verbindlichen Satzungsbestimmungen festgeschrieben seien, mit zwei erfahrenen Managern im Vorstand, deren Voten bei bedeutenden Finanzentscheidungen bindend wären.

„Ich weiß, dass eine Initiative dieser Größenordnung Garantien erfordert, nicht nur Absichten.“

Leonardo Maria Del Vecchio, Präsident von Lmdv Capital

Das Angebot, so berichtet Open, würde sich nicht auf Patronatserklärungen oder Garantien des Vorstands stützen.

Konkurrenzangebot und Familienstreit

Der tschechische Unternehmer Michal Strnad, der die Czechoslovak Group (CSG) leitet, schickte am 20. Oktober sein eigenes Angebot für die Delfin-Holding an den Vorstand. Open berichtet, Strnad habe 30 Milliarden Euro geboten, ein Abschlag von 30 % auf einen auf rund 40 Milliarden geschätzten Nettoinventarwert. La Stampa schreibt, Del Vecchios Vorschlag trage dieselbe Bewertung und denselben Abschlag, würde die Luxemburger Holding aber anders als der von Strnad in der Familie und in Italien halten. Delfin hält 32,4 % von EssilorLuxottica, 28 % von Covivio sowie Anteile an Generali, UniCredit und Monte dei Paschi. La Stampa schreibt, die Nachfolge stocke seit viereinhalb Jahren. In dem Brief räumte Del Vecchio Fehler ein, auch im Ton, und sagte, seine Berater sprächen inzwischen täglich mit denen der anderen Aktionäre.

„Ich habe Anweisungen gegeben, die Klagen fallen zu lassen, die ich gegen einige meiner Familienmitglieder angestrengt habe.“

Leonardo Maria Del Vecchio, Präsident von Lmdv Capital

Zeitplan und nächste Schritte

Die bislang berichteten Daten reichen von Strnads Angebot am 20. Oktober über Del Vecchios Brief vom 2. November bis zu dem von ihm vorgeschlagenen Treffen bis zum 7. November. Open berichtet, der Plan erfordere, dass fünf Aktionäre mitziehen, was der Del-Vecchio-Seite sechs von acht Vorstandssitzen verschaffen würde.

Ob diese Aktionäre das Treffen annehmen und ob die Finanzierung bestätigt wird, ist in der Berichterstattung noch nicht geklärt.

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