Regierung · Warschau
Sejm-Marschall Czarzasty lehnt Verfassungsreformpläne des Präsidenten ab
Sejm-Marschall Włodzimierz Czarzasty hat den Vorstoß von Präsident Karol Nawrocki zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung abgelehnt, das Staatsoberhaupt zur Einhaltung institutioneller Grenzen aufgefordert und die Politisierung des Verfassungsgerichtshofs kritisiert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wprost, NIEZALEZNA.PL, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Włodzimierz Czarzasty erklärte am 24. September 2026, dass die Parlamentsmehrheit die Verfassungsreforminitiative von Präsident Karol Nawrocki blockieren werde.
Czarzasty forderte Nawrocki auf, die Ausweitung präsidialer Befugnisse auf gesetzgeberische Aufgaben und die Regierungsverwaltung zu unterlassen.
Der Marschall kritisierte den Verfassungsgerichtshof für seine politische Unterordnung unter die Partei Recht und Gerechtigkeit und stellte fest, dass ein ehemaliger Chef des Inlandsgeheimdienstes das Gremium leitet.
Czarzasty äußerte sich zur Festnahme eines Direktors der Präsidialkanzlei am 23. September 2026 und verwies auf 15 präsidiale Vetos während der Amtszeit von Szymon Hołownia als Marschall.
- Mai 2026Präsident Karol Nawrocki gründet den Rat für die neue Verfassung zur Ausarbeitung staatlicher Strukturreformen
- 23.09.Ein Beamter der Kanzlei des Präsidenten wird im Rahmen einer Untersuchung der Polnischen Nationalstiftung festgenommen
- 24.09.Sejm-Marschall Włodzimierz Czarzasty lehnt Verfassungsänderungen ab und kritisiert präsidiale Übergriffe
Widerstand gegen Verfassungsänderungen
Sejm-Marschall Włodzimierz Czarzasty erklärte, das Parlament werde jede von Präsident Karol Nawrocki initiierte Verfassungsreform ablehnen. In einem Interview mit Polskie Radio am 24. September 2026 wies Czarzasty die Vorschläge für ein neues Grundgesetz mit Verweis auf geopolitische Turbulenzen und den anhaltenden Krieg jenseits der polnischen Grenzen zurück. Nawrocki hatte im Mai den Rat für die neue Verfassung ins Leben gerufen, um Vorschläge für strukturelle Reformen des Staates auszuarbeiten. Czarzasty erklärte, das politische Umfeld sei für grundlegende rechtliche Überholungen ungeeignet, verwies auf internationale Instabilität und bezeichnete Donald Trump als eine destabilisierende Figur. Er argumentierte weiter, dass sich politische Persönlichkeiten, die sich zuvor geweigert hätten, legitime Richter zu vereidigen, selbst disqualifiziert hätten, um das Gründungsdokument des Landes neu zu schreiben.
„Wenn Sie entschieden haben, dass Sie König sein wollen, und wir wissen das, weil Sie eine Verfassungsänderung angekündigt haben – übrigens, es wird keine Verfassungsänderung geben. In Zeiten, in denen wir einen Krieg jenseits der Grenze haben, in denen wir Destabilisierung haben, in denen Präsident Trump ein Führer ist, aber leider ein Führer des Chaos, wird niemand in Polen die Verfassung ändern.“
Konflikt um präsidiale Befugnisse
Czarzasty kritisierte Nawrocki für den Versuch, die präsidialen Befugnisse über die verfassungsrechtlichen Grenzen hinaus auszuweiten. Er argumentierte, dass der Präsidentenpalast versuche, die Rollen des Premierministers, des Präsidenten und des Parlamentspräsidenten in einem einzigen Amt zu vereinen. Nach dem verfassungsrechtlichen Rahmen leitet der Premierminister die Regierungspolitik, das Parlament ist für die Gesetzgebung zuständig, und der Präsident fungiert als Staatsoberhaupt. Czarzasty versprach, dass die Koalition nicht zulassen werde, dass der Präsident regiere, indem er Regierungsvorlagen ablehne und durch eigene Gesetzesinitiativen ersetze.
„Es gibt eine solche Idee aus dem Präsidentenpalast, dass der Präsident Premierminister, Präsident und Marschall des Sejm sein wird. Ich appelliere absolut an den Präsidenten: Treten Sie von der Position des Königs zurück und kehren Sie zur Position des Präsidenten zurück. Der Präsident repräsentiert, der Premierminister regiert, der Marschall des Sejm ist für die Gesetzgebung verantwortlich. So ist das einfach.“
Haltung zum Verfassungsgerichtshof
Der Konflikt zwischen Sejm und Präsidentschaft erstreckt sich auch auf den Status des Verfassungsgerichtshofs. Czarzasty bezeichnete das Gericht als politisiert und sowohl der Partei Recht und Gerechtigkeit als auch dem Präsidentenpalast untergeordnet. Er stellte fest, dass die Ernennung eines ehemaligen Chefs des Inlandsgeheimdienstes zum Vorsitzenden des Gerichtshofs die Glaubwürdigkeit des Justizorgans beeinträchtigt habe. Der Marschall bekräftigte, dass Nawrocki und der ehemalige Präsident Andrzej Duda gegen Verfassungsnormen verstoßen hätten, indem sie sich weigerten, vom Parlament gewählte Richter zu vereidigen. Er stellte die rechtliche Entwicklung des Gerichtshofs in Frage und fragte sarkastisch, ob seine derzeitigen Mitglieder irgendwann versuchen würden, ihre Amtszeiten für lebenslang zu erklären, um eine Ablösung zu vermeiden.
Gesetzgebungsstreitigkeiten und Festnahme in der Kanzlei
Die gesetzgeberischen Beziehungen zwischen der Parlamentsmehrheit und der Präsidentschaft bleiben nach mehreren mit Veto belegten Gesetzesvorlagen angespannt. Czarzasty lehnte Empfehlungen von Vizemarschall Szymon Hołownia ab, Gesetzesentwürfe frühzeitig im Gesetzgebungsprozess mit Nawrocki zu verhandeln. Er wies darauf hin, dass Nawrocki während Hołownias Amtszeit als Sejm-Marschall trotz ihres konstruktiven Dialogs immer noch 15 Vetos eingelegt habe. Der Marschall äußerte sich auch zur Festnahme des Direktors des Veranstaltungsbüros der Präsidialkanzlei am 23. September 2026. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung von Unregelmäßigkeiten bei der Polnischen Nationalstiftung. Czarzasty erklärte, dass öffentliche Amtsträger vor Gericht zur Rechenschaft gezogen würden, und wies politische Gegenwehr aus dem Präsidentenlager bezüglich der Ermittlungen zurück.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- WprostCzarzasty ostro o TK i prezydencie Nawrockim. "Wszyscy się z tego Trybunału śmieją
- NIEZALEZNA.PLKolejny kuriozalny atak Czarzastego na prezydenta. Porównał go do... króla
- wpolityce.plCzarzasty bezczelnie wygraża prezydentowi! "Jest wycie - znakomicie"
- FAKT24.plCzarzasty zwrócił się wprost do Nawrockiego. "Niech pan abdykuje"
- Włodzimierz Czarzasty
- Marschall des Sejm und Co-Vorsitzender der Nowa Lewica
- Karol Nawrocki
- Präsident von Polen
- Szymon Hołownia
- Vizemarschall und ehemaliger Marschall des Sejm
- Donald Trump
- US-amerikanischer Politiker, im Zusammenhang mit internationaler Instabilität erwähnt
- Andrzej Duda
- Ehemaliger Präsident von Polen, im Zusammenhang mit Richterernennungen erwähnt
- Orte
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