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Hacker manipulieren Kühlung bei Könizer Metzgerei – erster öffentlich bekannter Fall dieser Art in der Schweiz

Eine Metzgereikette in Köniz bei Bern hat eine Filiale geschlossen, nachdem Hacker die Kühlsteuerung manipuliert hatten. Die Filiale soll am 20. November wieder öffnen, sofern die Anlagen wieder zuverlässig kühlen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, SWI swissinfo.ch, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Köniz · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 4.11.Bericht über manipulierte Kühlsysteme bei Blutbanken in Frankreich
  2. 5.11.Lüthi's Fleischwaren meldet einen gezielten Cyberangriff auf seine Könizer Filiale und schließt sie
  3. 20.11.Geplante Wiedereröffnung der Könizer Filiale, sofern die Kühlung zuverlässig funktioniert

Ein erster Fall in der Schweiz

Lüthi's Fleischwaren, eine Metzgereikette, teilte am Donnerstag, 5. November, auf ihrer Website mit, eine ihrer Filialen in Köniz im Kanton Bern sei nach einem gezielten Cyberangriff vorübergehend geschlossen worden. Laut dem Unternehmen übernahmen Hacker die elektronische Steuerung der Kühl- und Gefriergeräte, anschließend kam es zu erheblichen Temperaturabweichungen. Die Kühlsysteme wurden sofort vom Netz getrennt, und der Laden blieb geschlossen, um jedes Risiko für die Lebensmittelsicherheit auszuschließen. Alle Abläufe und Geräte werden nun überprüft. SWI swissinfo.ch bezeichnete den Vorfall als ersten öffentlich bekannten Angriff dieser Art in der Schweiz.

„Ein gezielter Cyberangriff hat die elektronische Steuerung unserer Kühl- und Gefriersysteme manipuliert.“

Lüthi's Fleischwaren

Die Filiale soll am 20. November wieder öffnen, allerdings nur, wenn die Anlagen wieder zuverlässig kühlen.

Angriffe in ganz Europa

Hacker haben in den Wochen vor dem 5. November in mehreren europäischen Ländern Kühlanlagen ins Visier genommen, wobei Frankreich laut SRF News am stärksten betroffen war. Geschäfte in Belgien, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumänien und Schweden meldeten in den Tagen vor dem 5. November Kühlprobleme, berichtete 20 Minuten. Der Schweizer Detailhändler Coop erklärte, auch bei seinen Kühlanlagen seien ähnliche Versuche registriert worden, diese seien jedoch gescheitert, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage. Coop betreibe umfassende Sicherheitsmaßnahmen, die regelmäßig überprüft und weiterentwickelt würden. Details zu diesen Maßnahmen oder zu den in den Supermärkten eingesetzten Kühlgeräten wollte das Unternehmen nicht nennen.

Der SRF-Digitalredaktor Reto Widmer argumentierte, die betroffenen Firmen hätten die früheren Angriffe möglicherweise unterschätzt. Er schrieb, sie hätten rund drei Wochen Zeit gehabt, mögliche Lücken in ihren Steuerungssystemen und ihrer Software zu schließen. Widmer sagte, die Täter seien unbekannt, wahrscheinlich seien jedoch staatliche Akteure, da bisher keine Informationen auf Erpressungsforderungen hindeuteten, das übliche Ziel solcher Angriffe. Er vermutete, das Ziel könnte sein, Chaos zu verursachen und die Öffentlichkeit zu verunsichern.

Blutbanken und die Schwachstelle

Am Mittwoch, 4. November, tauchte ein Bericht über manipulierte Kühlsysteme bei Blutbanken in Frankreich auf. Laut SRF nutzen die französischen Blutbanken Coolworld, ein niederländisches Unternehmen, das Kühlung an Pharma-, Lebensmittel-, Logistik- und Rechenzentrumsbetriebe vermietet. In den Supermarkt-Fällen stammte die betroffene Steuerung laut SRF von der dänischen Firma Danfoss. Die Sicherheitslücken in diesen Systemen seien seit Jahren bekannt gewesen, aber bei den Software-Updates der Firmen nicht geschlossen worden. Widmer sagte, der Angriff auf Blutplasma, ein wertvolles und oft knappes Produkt, zeige, dass es den Angreifern ernst sei.

Wie es weitergeht

Lüthi's Fleischwaren will die Filiale in Köniz am 20. November wieder öffnen, bis dahin werden alle Abläufe und Systeme überprüft. Der Fall Köniz ist der erste öffentlich bekannte in der Schweiz, während die Fälle bei Blutbanken und Supermärkten Firmen in mehreren Ländern betreffen. Widmer schrieb, wer hinter den Angriffen stecke, bleibe völlig unklar.

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