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Film & Medien·vor 4 Std.

Russell Crowe beim Taormina Film Fest: ‚Ich war verrückt am Gladiator-Set‘ und schwärmt von Ultimo

Russell Crowe erhielt beim Taormina Film Festival einen Preis für sein Lebenswerk, sprach über die intensiven Dreharbeiten zu Gladiator, verriet den Druck Hollywoods, eine Sexszene einzubauen, und lobte den italienischen Singer-Songwriter Ultimo.

Lebenswerk-Preis auf Sizilien

Russell Crowe kehrte zum Taormina Film Festival zurück, um einen Preis für sein Lebenswerk entgegenzunehmen. Der Oscar-prämierte Schauspieler sprach im Teatro Greco teilweise auf Italienisch zum Publikum und ermutigte junge Künstler, ihren Träumen zu folgen. Er schilderte den 30-jährigen Weg von ehrgeizigen Rollen zur weltweiten Anerkennung und zitierte Ultimos Liedtext „Ero il bambino che contava le stelle“ (Ich war das Kind, das die Sterne zählte), um zu verdeutlichen, dass er immer noch seine Träume verfolgt.

‚Ich war verdammt verrückt‘ am Gladiator-Set

Crowe erinnerte sich an den ersten Drehtag von Gladiator im Jahr 1999 als Schock. Er fand sich zwischen 700 römischen Soldaten und 400 Barbaren wieder, mit Hunderten von Pferden und Katapulten. Eine Klinge traf sein Gesicht, und ein Stuntman schnitt ihm in die Nase, sodass das Maskenteam die Wunde bei Crowe nachbilden musste.

In diesem Alter, 1999, war ich verdammt verrückt.

Er bestand darauf, jede Minute, die auf der Leinwand zu sehen ist, selbst zu spielen, und lehnte Stuntdoubles ab. Heute gibt er zu, dass die älteren Schauspieler, die ihn drängten, die riskanten Szenen den Profis zu überlassen, recht hatten, und er leidet nun unter Sehnenproblemen aufgrund dieser Entscheidungen.

Sexszene aus moralischen Gründen abgelehnt

Die Studios drängten ihn, eine Sexszene in Gladiator einzubauen. Crowe wehrte sich und argumentierte, dass der Kern des Films die Erlösung sei, nicht die Rache.

Es ist eine Geschichte der Erlösung, nicht der Rache. Deshalb mochten es Frauen mehr als Männer. Sex hätte den moralischen Kern ausgelöscht.

Er betrachtet dieses moralische Zentrum als den Grund, warum der Film 25 Jahre später weltweit noch im Fernsehen läuft.

Gladiator II gescheitert: Fehlender moralischer Kern

Crowe scheute sich nicht, die Fortsetzung von 2024 zu kritisieren, die seiner Meinung nach an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb.

Sie erreichte nicht die erwarteten Kasseneinnahmen, sie scheiterte, weil sie den moralischen Kern des ersten Films nicht verstanden.

Die Bemerkung erntete Applaus beim Festival und unterstrich seine Überzeugung, dass die anhaltende Anziehungskraft des Originals auf seiner emotionalen und ethischen Grundlage beruht.

Ultimo-Fan und Sternezähler

Auf dem roten Teppich und während seines Meisterkurses drückte Crowe wiederholt seine Bewunderung für den italienischen Singer-Songwriter Ultimo aus.

Ich bin ein großer Fan von Ultimo, besonders von seinem Album ‚Solo‘.

Als man ihm sagte, dass Ultimo die AS Rom unterstützt, scherzte Crowe, ein bekannter Lazio-Fan:

Er ist Roma-Fan? Ich entschuldige ihn, ich verzeihe ihm. Seine Musik geht weit über seine Fußballmannschaft hinaus.

Er beendete seine öffentlichen Äußerungen, indem er auf Ultimos Liedtexte zurückkam und sagte, dass er seinen Träumen bis nach Sizilien folgt.

Taormina

5 Quellen

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