
Rugby-WM 2027 startet mit erweitertem 24-Team-Format in den Ein-Jahres-Countdown
Australien richtet vom 1. Oktober bis 13. November 2027 die 11. Rugby-Weltmeisterschaft aus, mit einer erweiterten Vorrunde mit 24 Teams und einem Achtelfinale.
Turniererweiterung und Spielplan
Australien richtet vom 1. Oktober bis 13. November 2027 die elfte Rugby-Weltmeisterschaft aus – vierzig Jahre, nachdem 1987 das erste Turnier auf dem Kontinent ausgetragen wurde. Die Organisatoren verlegten das Turnier wegen eingeschränkter Stadionverfügbarkeit im früheren Jahresverlauf auf Oktober und November. World Rugby erweiterte das Teilnehmerfeld von 20 auf 24 Teams und änderte damit ein Wettbewerbsformat, das seit 1999 Bestand hatte. Die neue Struktur teilt die Teilnehmer in sechs Gruppen mit je vier Teams statt in vier Gruppen mit je fünf und führt ein Achtelfinale ein. Der Wettbewerb beginnt am 1. Oktober 2027 mit dem Spiel Australien gegen Hongkong, während Chile sowohl gegen Australien als auch gegen Neuseeland antreten soll. Auch Spanien kehrt ins Teilnehmerfeld zurück, nachdem das Team wegen administrativer Probleme die beiden vorangegangenen Ausgaben verpasst hatte.
- Australien trifft im Eröffnungsspiel auf Hongkong
- Frankreich spielt in Melbourne gegen die Vereinigten Staaten
- Das Turnier endet mit dem Finale
Frankreich plant zwölf Vorbereitungsspiele
Frankreich eröffnet sein Turnier am 2. Oktober 2027 gegen die Vereinigten Staaten in Melbourne. Cheftrainer Fabien Galthié, der bei der 12:35-Niederlage Frankreichs gegen Australien im Finale 1999 in Cardiff mitgespielt hatte, geht ins letzte Jahr mit dem Ziel des ersten französischen Titels nach drei zweiten Plätzen 1987, 1999 und 2011. Nur England hat 2003 in Australien die William-Webb-Ellis-Trophäe für die Nordhalbkugel gewonnen. Der französische Trainerstab holte Geoffrey Doumayrou als Abwehrtrainer vor zwölf angesetzten Vorbereitungsspielen. Im November-Länderspielfenster trifft Frankreich auf Fidschi, Südafrika und Argentinien, gefolgt von einem Platzierungsspiel der Nations Championship in London, dem Six Nations, wo Frankreich doppelter Titelverteidiger ist, und drei Vorbereitungstests gegen Schottland und England.
Die Weltmeisterschaft ist der heilige Gral.
Südafrika strebt den dritten Titel in Folge an
Der zweifache Titelverteidiger Südafrika geht in den Zwölf-Monats-Countdown mit dem Ziel, als erstes Team drei WM-Titel in Folge zu gewinnen. Cheftrainer Rassie Erasmus hat seit dem Titelgewinn 2019 in Japan eine Siegquote von 80 Prozent gehalten. Der Kader der Springboks stützt sich auf erfahrene Stürmer wie den 34-jährigen Eben Etzebeth, den 34-jährigen Pieter-Steph du Toit, Kapitän Siya Kolisi, Malcolm Marx und Damian de Allende, während er den 24-jährigen Verbindungshalb Sacha Feinberg-Mngomezulu und Flügelspieler Ethan Hooker integriert. In der Sommer-Serie gegen Neuseeland gewann Südafrika drei von vier Spielen und beendete die Serie mit einem 43:28-Sieg, in dem das Gedränge 13 Strafstöße herausholte. Anschließend rotierte Südafrika die Aufstellung und verlor nach zehn Spielen in drei Monaten 38:42 gegen Australien.
Wenn man ins letzte Jahr geht, ist man in der heißen Phase.
Neuseeland baut unter Dave Rennie neu auf
Neuseeland bereitet sich unter Cheftrainer Dave Rennie auf das Turnier 2027 vor; Rennie hatte Scott Robertson nach einer enttäuschenden Rugby-Championship-Kampagne und einer Niederlage gegen England ersetzt. Die All Blacks stellten auf ein offenes, ballorientiertes Spiel um, das auf den Super-Rugby-Siegern Hurricanes aufbaute, mit Cam Roigard als Gedrängehalb, Ruben Love als Verbindungshalb und Jordie Barrett als Innendreiviertel. Dieses Konzept brachte einen 33:16-Sieg in Südafrika, bevor Neuseeland die übrigen drei Tests gegen die Springboks verlor. Vor dieser Südreise hatte Neuseeland Frankreich in einem knappen Test 34:32 besiegt. Die Anwärter aus der Südhalbkugel werden ihre Kader im November-Fenster erneut testen, wobei Südafrika zu Spielen gegen Frankreich und Irland reist.
- 1999–2023
- 20 Teams
- 2027
- 24 Teams


