Wahlen · Mailand

Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung unterstützen Giuseppe Contes Plattform gegen Waffenlieferungen an die Ukraine

Die Mitglieder der Movimento 5 Stelle haben auf dem Nova-2026-Parteitag in Mailand alle 159 Programmvorschläge gebilligt und ihrem Vorsitzenden Giuseppe Conte damit ein Mandat erteilt, in Koalitionsverhandlungen Militärhilfe für die Ukraine abzulehnen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos, Fanpage, AGI und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Canale ufficiale, CC BY-SA 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)

Ergebnisse der Programmabstimmung

Das Movimento 5 Stelle beendete seine Nova-2026-Versammlung am 20. September 2026 im World Join Center in Mailand und billigte formell alle Maßnahmen seines Wahlprogrammentwurfs. Die Online-Konsultation lief von Freitag bis Sonntag 14:00 Uhr über 20 thematische Kapitel, unterteilt in 159 Einzelfragen. Von 106.829 wahlberechtigten Parteimitgliedern nahmen 45.340 an der Abstimmung teil und gaben insgesamt 6.068.826 Stimmen ab. Die Beteiligung variierte je nach Politikbereich: 44.523 Mitglieder (41,68 %) stimmten über Umwelt, Energie, Wohnen, Schulen und Digitales ab; 39.770 Mitglieder (37,23 %) stimmten über Justiz, Sicherheit, Außenpolitik, Einwanderung und Rechte ab; und 39.153 Mitglieder (36,65 %) stimmten über Gesundheit, Soziales, Arbeit und Wirtschaft ab. Giuseppe Conte sprach vor den Teilnehmern in Mailand und lobte die partizipative Programmentwicklung.

„Seid ihr euch bewusst, dass wir ein revolutionäres Projekt verwirklicht haben? 17.000 Bürger versammelten sich, tauschten Ideen aus, mit so vielen Lösungen und so vielen Projekten. Das gab es weder in Italien noch in der Welt.“

Giuseppe Conte, Vorsitzender

Außenpolitisches Mandat

Die Konsultation legte die außenpolitischen Positionen der Bewegung vor den gemeinsamen Programmdiskussionen mit Mitte-Links-Verbündeten fest. Ein Vorschlag innerhalb des Paragrafen 17 mit dem Titel „Italien lehnt den Krieg ab“, der erklärte, dass die fortgesetzte Lieferung von Waffen an die Ukraine den Frieden entferne, erhielt 91,7 % Zustimmung, mit 36.461 Ja-Stimmen und 3.309 Nein-Stimmen. Diese Frage zog 39.770 Teilnehmer an, was 37,2 % der wahlberechtigten Parteimitglieder entspricht. Die Bekräftigung des Vorrangs des Völkerrechts erzielte mit 98,3 % die höchste Zustimmung unter den außenpolitischen Fragen, dicht gefolgt von 97,9 % für eine internationale Friedenskonferenz und die diplomatische Anerkennung des Staates Palästina. Darüber hinaus lehnten 94,1 % die europäischen Aufrüstungspläne ab und 91,8 % waren gegen eine Erhöhung der nationalen Verteidigungsausgaben.

Zustimmungsraten der M5S-Mitglieder zu außenpolitischen Vorschlägen%
Vorrang des Völkerrechts
98.3 %
Konferenz zur Anerkennung Palästinas
97.9 %
Ablehnung der EU-Aufrüstung
94.1 %
Ablehnung der Erhöhung der Verteidigungsausgaben
91.8 %
Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine
91.7 %

Daten aus dem Artikeltext

Generationenpakt und Innenpolitik

Jüngere Mitglieder stimmten über einen separaten 12-Punkte-Generationenpakt ab, wobei 1.870 von 9.235 registrierten Jungwählern (20,25 %) teilnahmen. Die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre wurde mit knapper Mehrheit angenommen und erreichte 52,35 % Zustimmung bei 47,65 % Ablehnung. Ein Vorschlag, Bürgern mit 18 Jahren ein Startkapital von 15.000 Euro zu gewähren, erhielt 78,4 % Zustimmung, während die Einführung eines monatlichen Grundeinkommens von 1.000 Euro für Kulturschaffende 76,52 % erreichte. In der Innenpolitik sprach Conte auf der Bühne über strukturelle Probleme im Gesundheitssystem und wies auf den langen Bildungsweg und die unzureichenden finanziellen Einkünfte für Medizinstudenten hin. Conte erklärte außerdem, dass ein künftiges Kabinett unter Führung der Bewegung Gesetze zur Justiz- und öffentlichen Sicherheit aufheben werde, die abweichende Meinungen einschränken.

Zustimmung junger M5S-Mitglieder zu Maßnahmen des Generationenpakts%
Wahlrecht ab 16
52.35 %
15.000 Euro Startkapital für 18-Jährige
78.4 %
1.000 Euro Grundeinkommen für Kultur
76.52 %

Daten aus dem Artikeltext

Koalitionsgespräche und Forderungen nach Vorwahlen

Das verabschiedete Programm soll die Verhandlungen über ein Bündnis mit der Demokratischen Partei für die anstehenden nationalen Wahlen leiten. Abgeordnete des Movimento 5 Stelle drängten auf Vorwahlen des Mitte-Links-Bündnisses, wobei die stellvertretende Vorsitzende Chiara Appendino die Koalitionspartner aufforderte, eine offene Vorwahl zur Wahl des Kanzlerkandidaten zu akzeptieren. Vizepräsidentin Paola Taverna erklärte, dass die Partei eine konstruktive Beziehung anstrebe, dabei aber ihre Kernpositionen beibehalten wolle. Die zweitägige Veranstaltung in Mailand versammelte rund 2.000 registrierte Teilnehmer und umfasste Reden der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, des früheren griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis, des Anti-Mafia-Richters Luca Tescaroli, des Senators Roberto Scarpinato und des Präsidenten der palästinensischen Gemeinschaft in der Lombardei, Khader Tamini.

„Denkt nicht, dass ich bereit bin, das zu verwässern, damit alles im politischen Dahintreiben und Durchwursteln versinkt.“

Giuseppe Conte, Vorsitzender

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Mailand · Italien

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