Wahlen · Rom

Italiens Mitte-links legt Vorwahlen für Februar und Programm-Frist für November fest

Die Oppositionsführer Elly Schlein, Giuseppe Conte, Angelo Bonelli und Nicola Fratoianni verständigten sich am 30. Oktober 2026 nach einem knapp dreistündigen Telefonat auf den Zeitplan. Die Gespräche über das Programm beginnen in der Woche ab dem 2. November, für Dezember ist eine nationale Protestaktion gegen die Regierung Meloni geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, Fanpage, Open und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. November 2026Zielmonat für den Abschluss des gemeinsamen Programms
  2. Dezember 2026Nationale Demonstration gegen die Regierung Meloni geplant, Termin offen
  3. Februar 2027Frist für die Vorwahlen zur Bestimmung der Bündnisführung

Die gemeinsame Erklärung

Die Spitzen der italienischen Mitte-links-Opposition haben sich am 30. Oktober 2026 nach einem knapp dreistündigen Telefonat auf einen Zeitplan für ihr Bündnis verständigt. Elly Schlein von der Demokratischen Partei (PD), Giuseppe Conte von der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) sowie Angelo Bonelli und Nicola Fratoianni vom Bündnis Grüne und Linke (AVS) veröffentlichten zum Abschluss des Treffens eine gemeinsame Erklärung. Open berichtet, das Gespräch habe gegen 11.30 Uhr begonnen und per Video stattgefunden. Die Erklärung setzt drei Fristen: ein gemeinsames Programm bis November, Vorwahlen bis Februar und eine nationale Demonstration im Dezember.

Gespräche über das Programm

Die Beratungen über das Koalitionsprogramm beginnen in der Woche ab dem 2. November 2026 mit dem Ziel, die Plattform bis November fertigzustellen. Laut der Erklärung nehmen an den Gesprächsrunden die im Parlament vertretenen Oppositionskräfte teil, also jene, die die Dringlichkeit teilen, eine Regierungsalternative zur Rechten aufzubauen. Open merkt an, dass diese Formulierung den Kreis des Bündnisses vorerst offen lässt. Die Spitzen hätten sich fast drei Stunden mit dem Kalender befasst, berichtet Fanpage, die das Ergebnis als einen Weg mit Etappen bis zur nächsten Wahl beschreibt.

Vorwahlen bis Februar

Die Spitzen vereinbarten, bis Februar 2027 Vorwahlen abzuhalten, in denen entschieden wird, wer das Bündnis anführt – ein Verfahren, das die Erklärung als wichtigen Akt demokratischer Beteiligung beschreibt. Fanpage berichtet, Conte und die AVS hätten seit Wochen auf ein schnelleres Vorgehen gedrängt, während die PD offenbar mehr Zeit wollte. Ein Termin steht noch nicht fest, auch die Abstimmungsregeln und die Kandidatenliste sind nicht veröffentlicht. ANSA erwartet, dass sich das Rennen vor allem zwischen Schlein, der Vorsitzenden der größten Partei, und Conte, dem zweimaligen Ministerpräsidenten, entscheiden wird.

Eine Demonstration im Dezember

Für Dezember ist eine nationale Demonstration gegen die Regierung Meloni geplant, während das Haushaltsgesetz im Parlament beraten wird. Die Erklärung argumentiert, vier Jahre Regierung Meloni hätten höhere Lebenshaltungskosten, nahezu null Wachstum und eine größere Ungleichheit gebracht. Open berichtet, die AVS habe den Protest zuerst vorgeschlagen, er solle mit den Oppositionskräften getragen werden, und soziale Gruppen und die Zivilgesellschaft seien eingeladen, sich anzuschließen. Der genaue Termin steht noch aus.

Wer am Tisch sitzt

Die Quellen widersprechen sich, welche Parteien der Mitte teilnehmen. Open berichtet, Italia Viva sei nicht zu den Gesprächen eingeladen worden, während il Giornale schreibt, Vertreter von Italia Viva, Più Europa, Più Uno und Progetto civico würden neben PD, M5S und AVS an den Programmgesprächen sitzen. Il Giornale ergänzt, Progetto civico habe ihren Platz einem von der M5S ausgeliehenen Senator zu verdanken, Più Uno dem Abgeordneten Bruno Tabaci. ANSA berichtet, mit Italia Viva unter Führung des früheren Ministerpräsidenten Matteo Renzi liege Mitte-links in Umfragen leicht vor dem Bündnis von Meloni.

Melonis Position

Meloni führt eine Koalition aus Fratelli d'Italia, der post-Berlusconi-Forza Italia und der Lega, und ANSA beschreibt ihre Regierung bereits als die am längsten amtierende Italiens. Ein Bündnis mit Roberto Vannacci, einem rechtsextremen General, der in die Politik wechselte, hat sie ausgeschlossen, obwohl dessen Unterstützung sie außer Reichweite der Opposition bringen würde. Beobachter erwarten die nächste Parlamentswahl im Frühjahr oder Frühsommer 2027. Meloni hat erklärt, ihre fünfjährige Amtszeit bis Mitte Oktober ausfüllen zu wollen, was sie zur ersten italienischen Ministerpräsidentin machen würde, der das gelingt.

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