Wahlen · Madrid
Ada Colau schlägt 2-Prozent-Steuer auf Vermögen über einer Million Euro vor, um über 10 Milliarden Euro einzunehmen
Die Frente-Amplio-Kandidatin Ada Colau hat den Plan am Donnerstag, 5. November, bei einem Frühstücksgespräch in Madrid vorgestellt, gut drei Wochen vor der Parlamentswahl am 29. November. Neben der Abgabe auf große Vermögen schlug sie vor, Steuervergünstigungen für Großunternehmen und Banken abzuschaffen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL MUNDO, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Vermögen über einer Million Euro sollen jährlich 2 Prozent des gesamten Nettovermögens zahlen, ab 50 Millionen Euro 3 Prozent – mit dem Ziel, mehr als 10.000 Millionen Euro einzunehmen.
Colau sagte, große Unternehmen und Banken zahlten 7 bis 9 Prozent auf Gewinne gegenüber 19 bis 20 Prozent bei KMU, und Banken hätten bis September 26.000 Millionen Euro Gewinn verbucht.
Eine Abgabe von 10 Prozent des Immobilienwerts für Mehrfacheigentümer von vier oder mehr Wohnungen soll rund 500.000 Wohnungen in bezahlbare Mietverhältnisse bringen; um sie zu vermeiden, müssten die Preise um etwa 30 Prozent sinken.
Der Vorschlag
Ada Colau, Kandidatin der Frente Amplio bei der Parlamentswahl am 29. November, stellte den Plan am Donnerstag, 5. November, bei einem von Nueva Economía Fórum organisierten Frühstücksgespräch in Madrid vor. Danach sollen Menschen mit einem Vermögen über einer Million Euro jährlich 2 Prozent ihres gesamten Nettovermögens zahlen, bei Vermögen über 50 Millionen Euro steigt der Satz auf 3 Prozent. La Razón nannte als obere Schwelle 20 Millionen Euro, diese Abweichung bleibt also zwischen den Berichten bestehen. Colau sagte, die Abgabe würde mehr als 10.000 Millionen Euro einbringen, um öffentliche Dienste zu stärken und die Renten zu sichern und zu erhöhen. Sie bezeichnete die Idee als „die Reichen besteuern“ und begründete sie mit einem Grundprinzip, wie eldiario.es berichtete.
„Es gibt kein Recht, Vermögen anzuhäufen, aber es gibt ein Recht auf Gesundheit, Bildung und ein würdevolles Leben.“
Unternehmenssteuern und Banken
Colau will außerdem den effektiven Steuersatz erhöhen, den große Unternehmen und Banken zahlen, vor allem durch die Streichung einiger Steuervergünstigungen, die ihre Last senken. Sie sagte, große Konzerne und Banken zahlten derzeit zwischen 7 und 9 Prozent auf ihre Gewinne, während kleine und mittlere Unternehmen zwischen 19 und 20 Prozent zahlten. Die Gewinne der Banken bezifferte sie bis September auf 26.000 Millionen Euro und erklärte, die Kluft bedeute, dass Banken etwa halb so viel zahlten wie kleinere Firmen. Die von ihr genannten Spannen sind in der folgenden Grafik dargestellt.
- Große Unternehmen und Banken, unterer Wert
- 7 %
- Große Unternehmen und Banken, oberer Wert
- 9 %
- KMU, unterer Wert
- 19 %
- KMU, oberer Wert
- 20 %
Daten aus dem Artikeltext
Wohnen und die Abgabe auf Mehrfacheigentümer
Colau stellte eine separate wohnungspolitische Maßnahme vor, die sich an Eigentümer von vier oder mehr Wohnungen richtet – eine Gruppe, die sie mit den reichsten 10 Prozent der Bevölkerung in Verbindung brachte. Laut El Periódico würde die Abgabe 10 Prozent des Immobilienwerts bei Mehrfacheigentümern verlangen, die mit Mieten spekulieren. Ziel sei es, wie sie es formulierte, rund 500.000 Wohnungen, die derzeit ihren Worten zufolge missbräuchliche Mieten tragen, in bezahlbare Mietverhältnisse zu überführen; sie beschrieb die Steuer als Abschreckung und nicht als Einnahmequelle. El Periódico berichtete, die Maßnahme sei Ende Oktober angekündigt worden und die Abgabe könne vermieden werden, wenn die Mieten um etwa 30 Prozent sänken.
Zusammenstoß mit den Sozialisten
Colau nutzte das Frühstück, um die Frente Amplio von der Sozialistischen Partei (PSOE) abzugrenzen, und warf Pedro Sánchez vor, sich wirtschaftliche Ergebnisse zuzuschreiben, die Sumar-Minister erzielt hätten, während er in den eigenen Ressorts bei der Ungleichheit versage. Sie nannte Yolanda Díaz die beste Arbeitsministerin in der demokratischen Geschichte des Landes und schrieb ihr fast 23 Millionen Erwerbstätige und eine Arbeitslosenquote unter 4 Prozent zu. Ernest Urtasun, Pablo Bustinduy und Sira Rego verfolgten die Veranstaltung im Publikum. Sie erinnerte die Wähler daran, dass Sánchez im April versprochen habe, dies werde die Legislaturperiode des Wohnens, und sagte, die Bilanz beim Wohnen bleibe dahinter zurück.
„Vieles ist gut gemacht worden, aber das Wohnen nicht. Und das muss man sagen. Das Wohnen ist schlechter als je zuvor.“
Colau deutete die Abstimmung am 29. November als Referendum über das Wohnen. Der offizielle Wahlkampf beginnt in etwa zehn Tagen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLAda Colau beschuldigt Pedro Sánchez, sich im Wahlkampf die Erfolge der Sumar-Minister anzueignenAda Colau acusa a Pedro Sánchez de apropiarse de los logros de los ministros de Sumar en su campaña · Original auf Spanisch
- EL MUNDOAda Colau schlägt eine Steuer für Superreiche vor, um mehr als 10.000 Millionen Euro einzunehmenAda Colau propone un impuesto a los ultrarricos para recaudar más de 10.000 millones de euros · Original auf Spanisch
- La RazónFrente Amplio schlägt eine Steuer für „Superreiche“ vor, um mehr als 10.000 Millionen Euro einzunehmenFrente Amplio plantea un impuesto a "ultrarricos" para recaudar más de 10.000 millones de euros · Original auf Spanisch
- El PeriódicoAda Colau schlägt eine „Tax Rich“ vor, um Vermögen über einer Million Euro zu besteuern und 10.000 Millionen einzunehmenAda Colau propone una 'Tasa Rich' para gravar los patrimonios superiores al millón de euros y recaudar 10.000 millones · Original auf Spanisch
- Ada Colau
- Kandidatin der Frente Amplio bei der Parlamentswahl am 29. November und ehemalige Bürgermeisterin von Barcelona
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident und PSOE-Vorsitzender, dem Colau vorwarf, sich die wirtschaftlichen Ergebnisse von Sumar zuzuschreiben
- Yolanda Díaz
- Arbeitsministerin von Sumar, die Colau als beste Arbeitsministerin der demokratischen Geschichte lobte
- Ernest Urtasun
- Sumar-Minister, der an dem Frühstück teilnahm
- Pablo Bustinduy
- Sumar-Minister, der an dem Frühstück teilnahm
- Sira Rego
- Sumar-Ministerin, die an dem Frühstück teilnahm
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen