Verkehr · Urda, Barcelona und Madrid

Colau schlägt nach dem Unglück von Urda einen Bahn-Staatspakt und eine Fusion von Renfe und Adif vor

Die Frente-Amplio-Kandidatin Ada Colau will Renfe und Adif fusionieren und am Tag nach den Wahlen vom 29. November einen staatlichen Bahnpakt vereinbaren, während Verkehrsminister Óscar Puente wegen des Unglücks von Urda mit Rücktrittsforderungen konfrontiert ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, LaSexta, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Barcelona, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Zugunglück bei Urda, Toledo
  2. 2.11.Colau schlägt einen staatlichen Bahnpakt und die Fusion von Renfe und Adif vor
  3. 3.11.Verkehrsminister Óscar Puente soll vor dem Kongress erscheinen
  4. 29.11.Parlamentswahl; Colau will, dass die Parteien am Tag danach zusammenkommen

Ein Bahnpakt nach der Wahl

Am Montag, 2. November, forderte Ada Colau, Kandidatin der Frente Amplio für das Amt des Regierungspräsidenten und frühere Bürgermeisterin von Barcelona, einen Staatspakt für die Bahn, der möglichst viele Parteien zusammenbringen und parteipolitische Unterschiede hintanstellen soll. Sie machte den Vorschlag vor Journalisten in Barcelona nach einem Treffen mit Vertretern der wichtigsten Bahngewerkschaften. Colau will, dass die Parteien unmittelbar nach der Parlamentswahl am 29. November mit der Arbeit beginnen, und bezeichnete die Bahn als wesentliche öffentliche Dienstleistung, die „sicher, nachhaltig und zugänglich“ sein müsse. Ihr Ruf nach einem Pakt geht einher mit ihrer Forderung, dass Verkehrsminister Óscar Puente für das Unglück „politische Verantwortung“ übernehme. Sie verlangte konkrete Lösungen statt bloßer Schuldzuweisungen.

Colau beharrte in ihren Ausführungen vor Journalisten auf dem Zeitpunkt.

„Es hat Priorität, dass wir uns am Tag nach der Wahl treffen.“

Ada Colau, Kandidatin

Das Unglück von Urda und seine Folgen

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 28. Oktober, bei Urda in der Provinz Toledo und tötete nach Berichten von El Periódico 69 Menschen. Colau verwies auf eine Äußerung von Pedro Sánchez, der zwei so schwere Unfälle in weniger als einem Jahr auf derselben Hochgeschwindigkeitsstrecke als inakzeptabel bezeichnet hatte, und stellte einen Zusammenhang mit dem früheren Unfall von Adamuz zu Beginn dieses Jahres her. Puente ist nicht zurückgetreten. Er soll am Dienstag, 3. November, vor dem Kongress erscheinen, und Colau sagte, er solle dort die technischen Details erläutern, die er bereits auf Pressekonferenzen genannt habe. La Vanguardia berichtet, Colau und die Gewerkschaften hätten gegen das Durchsickern von Aufnahmen des Unfalls und gegen die Herausstellung eines der Zugführer protestiert, was sie als unzulässig bezeichnete, während sie eine Untersuchung der Quelle des Leaks verlangte.

Fusion von Renfe und Adif

Colau schlägt vor, Renfe und Adif zu einem großen öffentlichen Betreiber wieder zu vereinen, flankiert von einer unabhängigen Prüfung des gesamten Systems. Sie argumentiert, die Trennung schaffe Koordinationsprobleme, und verweist auf das französische Modell, das beide Funktionen in einem einzigen öffentlichen Betreiber bündelt.

„Es war ein Fehler, sie zu trennen; es ergibt keinen Sinn, dass eine wesentliche öffentliche Dienstleistung zwei Betreiber mit unterschiedlichen Protokollen für kritische Situationen hat.“

Ada Colau, Kandidatin

Sie will außerdem die Auslagerung der Wartung rückgängig machen, das Personal aufstocken und die Beschäftigten kontinuierlich weiterbilden. Ihr Pakt solle sich nicht nur auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr konzentrieren, und sie will, dass die Bahn dieselbe Priorität erhält, einschließlich des Netzes Rodalies in Katalonien.

Finanzierung und der Flughafenplan

Die Frente Amplio schlägt vor, die 13.000 Millionen Euro, die die PSOE für den Flughafenausbau vorgesehen hatte, stattdessen in das Schienennetz zu investieren. Colau sagte, Spanien brauche nicht mehr Touristen, da die Städte bereits Anzeichen einer Sättigung durch Massentourismus zeigten. Ein Bericht, El Periódico, nennt für den Flughafen die Zahl von 13 Millionen Euro, während die anderen Berichte 13.000 Millionen angeben, sodass die Diskrepanz in der Berichterstattung ungeklärt bleibt.

Reaktionen im Wahlkampf

Das Unglück hat den Vorwahlkampf umgestaltet. Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender der PP, traf die nationale Führung der Partei in der Génova und legte einen Management-Ton an den Tag, der ihn von der Konfrontation der vergangenen Tage abhob. Er sagte, die Partei biete etwas anderes.

„Wir bieten etwas anderes: Management, Genauigkeit und Erfahrung.“

Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender

Pedro Sánchez sprach am Montag auf dem Forum World in Progress der PRISA-Gruppe in Barcelona. Die Berichterstattung über die Umfragen meldet seit dem Unglück Verluste für die PSOE und Zugewinne für die PP, ohne Zahlen zu nennen. Vox konzentriert sich weiter darauf, Sánchez aus der Moncloa zu verdrängen.

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