KI & Tech
Anthropic ergänzt Claude um ein rein lesendes Personal-Finance-Werkzeug mit Anbindung an Bank- und Kreditkartenkonten
Claude kann nun über Plaid eine Verbindung zu Bank- und Kreditkartenkonten von Nutzern herstellen und Fragen zu ihren Ausgaben beantworten. Anthropic zufolge kann die Funktion kein Geld bewegen, verwalten oder anlegen; sie startet als Beta für zahlende Abonnenten in den USA.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 9to5Mac, Bloomberg Business, The Verge und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Anthropic zufolge kann Personal Finance kein Geld bewegen, verwalten oder anlegen und ist nicht für Anlageberatung ausgelegt. Claude kann für verbundene Konten bis zu zwei Jahre Transaktionshistorie einsehen.
Nutzer melden sich über Plaid bei ihrer Bank an und erteilen dort die rein lesende Freigabe, sodass Claude das Banking-Passwort nicht sieht, so Anthropic.
Die Beta startet am 5. November für Abonnenten von Pro, Max und Ultra in den Vereinigten Staaten.
OpenAI hatte im Mai ein vergleichbares, bankengebundenes Finanzwerkzeug für ChatGPT vorgestellt, ebenfalls auf Basis von Plaid; TechCrunch sieht darin ein Aufholen von Claude.
Was gestartet ist
Anthropic hat seinem Chatbot Claude am Donnerstag, 5. November, eine Funktion namens Personal Finance hinzugefügt. Nutzer verbinden ihre Bank- und Kreditkartenkonten über Plaid, einen Dienst, der Apps mit Banken verknüpft, und stellen anschließend in normaler Sprache Fragen zu ihrem Geld. Anthropic präsentiert das Werkzeug als Möglichkeit, nicht mehrere Banking-Apps prüfen und die Rechnerei von Hand erledigen zu müssen. Der Zugriff sei rein lesend, und die Funktion sei nicht darauf ausgelegt, Anlageberatung zu geben, teilt das Unternehmen mit.
„Antworten auf Fragen zum eigenen Geld bedeuten nicht länger, jede Banking-App zu öffnen und selbst nachzurechnen.“
Was Claude sehen kann
Laut Anthropic erhält Claude den Namen der Bank, die Bezeichnung und Art jedes Kontos, die letzten vier Ziffern der Kontonummer, Kontostände und Kreditlimits sowie bis zu zwei Jahre Transaktionshistorie. Nur Konten, die der Nutzer selbst verbindet, werden geteilt. Die Freigabe erteilen Nutzer auf der Anmeldeseite ihrer eigenen Bank über Plaid, sodass Claude das Banking-Passwort nie erhält, so das Unternehmen. Gespräche im Personal-Finance-Bereich werden nicht zum Training der Anthropic-Modelle verwendet. Finanzdaten, die anderswo in Claude besprochen werden, fallen dagegen unter die allgemeinen Datenschutzeinstellungen des Nutzers.
Anwendungsfälle
Auf die Frage, wohin das Geld in diesem Monat geflossen ist, erhält ein Nutzer eine Übersicht der Ausgaben nach Kategorien wie Miete und Nebenkosten, Einkäufe sowie Essen und Trinken. Nachfragen können tiefer gehen, etwa ob ein Monat über dem Üblichen lag. Laut Anthropic prüft das Werkzeug Transaktionen zudem auf doppelte Abbuchungen, unerwartete Gebühren und stetig steigende Rechnungen und kann Begriffe wie den effektiven Jahreszins erklären. Es kann berechnen, wie viel Zinsen ein Nutzer im vergangenen Jahr gezahlt hat, und beantworten, welche Rechnungen bis zum nächsten Zahltag noch offen sind. Die Ausgaben können Tabellen, Diagramme, Dashboards und Kalender umfassen.
Grenzen
Anthropic warnt, dass Claude Fehler machen kann; Nutzer sollten daher nachfragen, welche Transaktionen hinter einer Zahl stehen, und wichtige Beträge bei ihrer Bank überprüfen. Die Ankündigung formuliert die Zugriffsbeschränkung unmissverständlich:
„Der Zugriff ist rein lesend, und Personal Finance kann Ihr Geld nicht bewegen, verwalten oder anlegen.“
Anthropic betont außerdem, dass die Funktion weder Werbung noch gesponserte Empfehlungen enthält und weder eigene Kreditkarten noch Kredite oder Sparkonten anbietet. ZDNet berichtet, Anthropic habe Fragen zum Risiko von Halluzinationen in der Funktion noch nicht beantwortet, ebenso wenig die Frage, ob erzeugte Dashboards dauerhaft abrufbar bleiben oder erneut angefordert werden müssen.
Start und Wettbewerb
Die Funktion startet ab dem 5. November als Beta für zahlende Claude-Abonnenten in den Vereinigten Staaten; in Berichten werden die Tarife Pro, Max und Ultra genannt. OpenAI hatte im Mai ein ähnliches Werkzeug für ChatGPT vorgestellt, das ebenfalls über Plaid eine Verbindung zu Bankkonten herstellt. TechCrunch beschreibt den Claude-Start als Aufholen von Anthropic gegenüber diesem Rivalen. Wie die ChatGPT-Version ist die Claude-Funktion darauf ausgerichtet, Ausgaben zu verstehen, statt allgemeine Ratschläge zu erhalten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 9to5MacAnthropic wertet Claude mit neuer Funktion für persönliche Finanzen aufAnthropic upgrades Claude with new Personal Finance feature · Original auf Englisch
- Bloomberg BusinessAnthropic und Plaid arbeiten bei KI-Finanzberatung für Verbraucher zusammenAnthropic, Plaid Collaborate on AI Consumer Finance Guidance · Original auf Englisch
- The VergeClaude AI kann direkt mit Ihrem Bankkonto verbunden werdenClaude AI can plug directly into your bank account · Original auf Englisch
- TechCrunchClaude kann jetzt Ihre Ausgaben mit dem neuen Tool für persönliche Finanzen analysierenClaude can now analyze your spending with its new Personal Finance tool · Original auf Englisch
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