Makroökonomie · Peking und Shanghai
Chinas Einzelhandelsumsätze sinken erstmals seit 2022 – Haushalte sparen bei Autos und Haushaltsgeräten
Die Einzelhandelsumsätze der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt fielen im Mai im Jahresvergleich um 0,6 % – der erste Rückgang seit Dezember 2022. Grund sind die Immobilienkrise und eine schwache Verbraucherstimmung, die die Haushalte davon abhält, größere Anschaffungen zu tätigen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, RTE.ie, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Rückgang um 0,6 % im Mai verfehlte die Prognose eines Rückgangs um 0,2 % und folgt auf das April-Wachstum von 0,2 %, was den ersten Rückgang seit dem Ende der Null-Covid-Beschränkungen markiert.
Langlebige Güter führten den Abschwung an. Die Autokäufe gingen stark zurück, während auch Haushaltsgeräte und Möbel sanken, da die Immobilienkrise das Vermögen der Haushalte schmälerte.
Die Industrieproduktion stieg um 4,5 %, angetrieben von einer starken Produktion von Elektroautos und Hightech-Gütern, was die Kluft zwischen Angebotsstärke und schwacher Inlandsnachfrage vergrößerte.
Der Rückgang weitete sich von 1,6 % im Januar-April aus. Die Investitionen des Privatsektors waren besonders schwach, selbst außerhalb des angeschlagenen Immobiliensektors.
Analysten erwarten, dass Peking im Juli konsumstabilisierende Maßnahmen ergreift. Die EU erwägt Importbeschränkungen für subventionierte chinesische Waren, während die G7 in Frankreich tagt.
Die anhaltende Immobilienkrise belastet weiterhin das Verbrauchervertrauen, da Millionen von Haushalten angesichts fallender Vermögenswerte zögern, Geld auszugeben.
Die wichtigste Kennzahl
Die Einzelhandelsumsätze Chinas sind im Mai gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % gefallen, wie das Nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Es war der erste Rückgang im Jahresvergleich seit Dezember 2022, als nach der Aufhebung der „Null-Covid“-Beschränkungen eine Welle von Coronavirus-Infektionen durch das Land zog. Der Rückgang verfehlte deutlich die Prognose eines Rückgangs um 0,2 % in einer Bloomberg-Umfrage, die selbst bereits auf das schwache April-Wachstum von 0,2 % abgestimmt war.
„Das internationale Umfeld ist komplex und volatil, und hohe Temperaturen sowie starke Regenfälle im Inland haben das Marktangebot und die Nachfrage beeinträchtigt.“
Was die Ausgaben nach unten zog
Der Umsatzeinbruch wurde vor allem durch geringere Käufe von langlebigen Gütern verursacht. Die Autoverkäufe fielen im Mai im Jahresvergleich um 22,3 %, wie Daten des chinesischen Verbands der Personenkraftwagen zeigen. Auch Haushaltsgeräte und Möbel verzeichneten Rückgänge. Die Preise für Neubauten fielen im vergangenen Monat in 67 von 70 großen Städten, wie NBS-Daten zeigen, was die anhaltende Immobilienkrise unterstreicht, die das Vermögen der Haushalte geschmälert hat.
„Alles in allem deuten die Mai-Daten darauf hin, dass die Wirtschaft immer noch kämpft, auch wenn wir erwarten, dass die starken Exporte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stützen werden.“
Der Rückgang war auch deshalb bemerkenswert, weil höhere Energiekosten eigentlich die Einzelhandelsumsätze hätten anheben sollen. Die Benzinpreise sind nach der Schließung der Straße von Hormus gestiegen, und die Einzelhandelsumsatzzahlen sind nicht um die Inflation bereinigt. Unter Berücksichtigung der steigenden Verbraucherpreise wäre der reale Ausgabenrückgang noch stärker ausgefallen.
Die Exportmaschine läuft weiter
Während die Inlandsnachfrage schwächelte, brummte Chinas Exportmaschine weiter. Die Exporte erreichten im April einen Rekord und stiegen im Mai auf 376,8 Mrd. US-Dollar, wie aus letzten Woche von der chinesischen Zollbehörde veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Industrieproduktion stieg im Mai im Jahresvergleich um 4,5 %, eine Verbesserung gegenüber 4,1 % im April und über der Prognose von 4,4 % der von Bloomberg befragten Ökonomen. Besonders stark war die Produktion von Elektroautos und anderen Hightech-Produkten.
„Chinas Angebotsseite bleibt relativ stark: Die Exporte wachsen rasant, die Industrieproduktion hält sich gut, und die Hightech-Sektoren expandieren weiter. Allerdings bleibt die Inlandsnachfrage schwach.“
- April 2026
- 0.2 %
- Mai 2026
- -0.6 %
Daten aus dem Artikeltext
Investitionen und der Immobilienüberhang
Die Investitionen in Anlagevermögen gingen im Zeitraum Januar bis Mai im Jahresvergleich um 4,1 % zurück, eine deutliche Ausweitung gegenüber dem Rückgang von 1,6 % im Januar-April. Die Investitionen privater Unternehmen waren besonders schwach, selbst wenn man den tief in der Krise steckenden Immobiliensektor ausklammert. Der Immobilienmarkt bleibt eine Kernbelastung: Die Preise für Neubauten fielen in 67 von 70 großen Städten, und die Krise des Sektors hat Millionen von Verbrauchern zögern lassen, Geld auszugeben.
Politische Reaktion und Handelskonflikte
Die schwachen Einzelhandelsumsatzzahlen werden Peking unter Druck setzen, politische Maßnahmen zur Stabilisierung des Konsums in Betracht zu ziehen. Eine weitere „Feinabstimmung“ der Politik wird voraussichtlich im Juli nach der Veröffentlichung der BIP-Daten für das zweite Quartal erfolgen, sagte Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Peking strebt in diesem Jahr ein Gesamtwachstum von 4,5–5 % an, auch wenn die explodierenden Energiekosten und die Unsicherheit im Nahen Osten die Lage verkompliziert haben.
Chinas zunehmend gespaltene Wirtschaft – gekennzeichnet durch schwache Inlandsnachfrage und eine wachsende Abhängigkeit von ausländischen Verbrauchern – wird voraussichtlich ein Diskussionsthema auf dem Gipfel der Gruppe der Sieben sein, der im Südosten Frankreichs stattfindet. Die Europäische Union erwägt mögliche Maßnahmen zur Begrenzung der Einfuhren subventionierter chinesischer Waren. Chinas Handelsüberschuss erreichte im Mai keinen weiteren Monatsrekord, weil die höheren Ölpreise die Importkosten erhöhten – China glich dies teilweise aus, indem es weniger Barrel Öl als üblich importierte.
Ein Luxus-Barometer kühlt ab
Unabhängig davon zeigt Laopu Gold, eine der heißesten Verbrauchermarken Chinas, Anzeichen nachlassender Dynamik. Die monatlichen Umsätze des Premium-Goldschmuckherstellers in seinen Filialen gingen zwischen März und Mai im Jahresvergleich um einen mittleren zweistelligen Prozentsatz zurück, während der Aktienkurs einbrach und der breitere Goldmarkt abverkauft wurde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bloomberg BusinessLaopu Gold's Searing Rally Cools as Sales Slip, Bullion Falls
- Bloomberg BusinessChina's Retail Sales Fall for First Time Since the Pandemic
- RTE.ieChina retail sales fell in May for first time since 2022
- BFMTV"L'économie continue à peiner": en Chine, la consommation chute de 0,6% sur un an, renforçant la dépendance du pays à ses exportations
- Fu Linghui
- Sprecher des Nationalen Statistikamts, der ein komplexes internationales Umfeld und inländische Wetterbeeinträchtigungen anführte
- Julian Evans-Pritchard
- Analyst von Capital Economics, der anmerkte, dass die Wirtschaft immer noch kämpft, aber starke Exporte das BIP stützen werden
- Zhiwei Zhang
- Analyst von Pinpoint Asset Management, der sagte, dass die politische Feinabstimmung voraussichtlich im Juli nach den BIP-Daten für das zweite Quartal erfolgen wird
- Zhu Tian
- Wirtschaftsprofessor an der China Europe International Business School in Shanghai, der die Kluft zwischen Angebotsstärke und schwacher Inlandsnachfrage hervorhob
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