
China erwägt Beschränkungen des Auslandszugangs zu seinen führenden KI-Modellen, während DeepSeek eigene Chips entwickelt
Peking diskutiert Beschränkungen des ausländischen Zugangs zu fortschrittlichen KI-Modellen, während das Startup DeepSeek an einem Inferenzchip arbeitet, um die Abhängigkeit von Nvidia und Huawei zu verringern.
Exportkontrollen auf dem Tisch
Chinesische Beamte des Handelsministeriums haben sich im vergangenen Monat mit Alibaba, ByteDance und Z.ai getroffen, um über eine Einschränkung des Auslandszugangs zu den fortschrittlichsten KI-Modellen des Landes zu diskutieren, sowohl Closed-Source- als auch Open-Weight-Modelle, wie drei Quellen berichten. Die Gespräche umfassten auch die Einstufung von KI-Technologiediebstahl als Straftat gegen die nationale Sicherheit und die Beschränkung ausländischer Investitionen in einheimische KI-Startups. Der Umfang ist noch unklar, und etwaige Beschränkungen könnten nur für zukünftige Modelle gelten. Ein Gremium von Rechtswissenschaftlern hat ein abgestuftes System vorgeschlagen: eine einfache Registrierung für Basistools, Sicherheitsüberprüfungen für leistungsstärkere und eine Nur-Inlands-Sperre für die sensibelsten Modelle.
DeepSeeks Chip-Offensive
Unabhängig davon entwickelt DeepSeek einen eigenen KI-Chip für Inferenz, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters mitteilten. Der Versuch begann vor etwa einem Jahr und befindet sich noch in einem frühen Stadium; das Unternehmen hat Kontakt zu Chipdesign-, Fertigungs- und Speicherpartnern aufgenommen. DeepSeek hat auch still und leise Chip-Ingenieure eingestellt. Das Ziel ist es, die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern, dessen fortschrittlichste Chips für den Export nach China gesperrt sind, und von Huawei, das derzeit etwa die Hälfte des 50 Milliarden US-Dollar schweren inländischen KI-Chipmarktes Chinas beliefert. Allerdings wird Huaweis Griff schwächer, da Alibaba und Baidu ihre eigenen Chips entwickeln.
Nvidia ist in China bei Null und wird es auch bleiben. DeepSeek hat so gut wie keine Chance, seine Chips außerhalb Chinas zu verkaufen, es sei denn, es erhält Zugang zu hochmodernen Fertigungstechnologien.
Apple testet CXMT-Speicherchips
In einem weiteren Zeichen für Chinas Halbleiter-Offensive hat Apple damit begonnen, DRAM-Chips von ChangXin Memory Technologies (CXMT) für in China verkaufte Geräte zu testen, wie zwei Personen sagten. CXMT, einst wenig bekannt, ist mit 11 % der weltweiten Wafer-Kapazität im letzten Jahr zum viertgrößten DRAM-Hersteller der Welt geworden; bis 2028 wird ein Anteil von 15 % erwartet. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal 2026 nach einem Jahrzehnt der Verluste auf 33 Milliarden RMB (4,8 Milliarden US-Dollar) in die Höhe. Das Interesse von Apple, das bei US-Beamten für eine breitere Nutzung von CXMT-Produkten lobbyiert, unterstreicht die wachsende Attraktivität eines vierten globalen Speicherlieferanten angesichts eines angespannten Angebots.
China hegt sehr hohe Erwartungen an CXMT. Das Unternehmen hat sich als Spitzenreiter im Rennen um einen lokalen Speicherchip-Champion hervorgetan und ist entscheidend für das nationale Projekt zum Aufbau einer autarken KI-Lieferkette.
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- DeepSeek beginnt mit der Entwicklung eines eigenen KI-Inferenzchips
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Globale Auswirkungen
Die potenziellen Exportbeschränkungen spiegeln die US-Beschränkungen für KI-Technologie wider und könnten die Kosten für Unternehmen weltweit erhöhen, die auf billige chinesische Open-Weight-Modelle angewiesen sind. Vor allem europäische Entwickler haben Modelle von DeepSeek und anderen als Alternativen zu teureren amerikanischen Systemen übernommen. Sollte Peking weitermachen, könnte die Ära der frei herunterladbaren chinesischen KI zu Ende gehen und einen Markt neu gestalten, den DeepSeek mit eröffnet hat.
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