Regierung · Peking

Chinas Kommunistische Partei ordnet strengere Kontrolle der Familien von Funktionären und deren Online-Aktivitäten an

Ein Beschluss des Zentralkomitees vom fünften Plenum räumt fortbestehende Unreinheiten in der Partei ein und legt strengere Prüfungen für Angehörige von Funktionären, für Ruheständler und für das Verhalten im Internet fest. Xinhua veröffentlichte den Text am Sonntag, 1. November.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Observador, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking · China

Beschluss räumt fortbestehende Unreinheiten ein

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas hat einen Rahmenbeschluss veröffentlicht, der nach seinem fünften Plenum angenommen wurde – ein Dokument, das „Unreinheiten“ in Ideologie, Organisation und Verhalten der Partei einräumt. Xinhua gab den Text am Sonntag, 1. November, heraus; das Zentralkomitee hatte ihn am 29. Oktober verabschiedet. Laut Europa Press erklärt die Führung unter Xi Jinping, die Mitgliederbasis sei weiterhin im Großen und Ganzen gesund, doch strukturelle Mängel bedrohten den Zusammenhalt der Partei. Der Beschluss benennt Lücken in der politischen Überzeugung bei einigen Kadern sowie Günstlingswirtschaft, Sektierertum, Hedonismus und Machtmissbrauch, die „nicht an der Wurzel behoben“ seien. Xis erläuternde Rede, die am selben Tag veröffentlicht wurde, betonte, die Partei müsse sich weiterhin selbst reinigen, um ihren Charakter zu bewahren. Er sagte zudem, Probleme bedrohten nach wie vor ihre Fähigkeit, langfristig an der Macht zu bleiben, während ständig neue Herausforderungen entstünden.

Strengere Prüfungen von Familien und Vermögen der Funktionäre

Funktionäre, deren Familienvermögen und Ausgaben ihr reguläres Einkommen eindeutig übersteigen, sollen untersucht werden, heißt es in dem von Xinhua veröffentlichten Beschluss. Geschäftliche Aktivitäten von Ehepartnern und Kindern werden künftig genauer beobachtet, und die Kontrollen sollen bei hochrangigen Funktionären beginnen und über deren gesamte Laufbahn hinweg gelten. Auch Nebentätigkeiten und berufliche Wechsel nach dem Ausscheiden aus dem Amt werden beobachtet, ebenso pensionierte Funktionäre. Ziel ist es zu verhindern, dass Mitglieder sich einer Strafe durch Rücktritt oder vorzeitigen Ruhestand entziehen.

Verhalten im Internet, Krypto und Beförderungen

Der Beschluss verspricht eine bessere Regulierung des Online-Verhaltens von Parteimitgliedern und tiefergehende Nachforschungen zu den sozialen Beziehungen von Funktionären. Korruption über Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und grenzüberschreitende Geldtransfers soll entschiedener verfolgt werden. Eine digitale Plattform für Disziplinaruntersuchungen und ein System zur Analyse großer Datenmengen sollen zum Einsatz kommen. Beförderungen werden strenger geprüft: Personalakten und persönliche Hintergründe werden kontrolliert, frühere Arbeitsstellen befragt, und die Partei- und Disziplinarfunktionäre, die die Beurteilung eines Kandidaten abzeichnen, sollen zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Personen trotz bekannter Verstöße befördern. Das Dokument verbietet zudem Absprachen über Posten und kündigt Maßnahmen gegen gekaufte Ämter, Vetternwirtschaft und Bestechung bei parteiinternen Wahlen an.

Zhang Shengmin und das Plenum

Das Plenum hob zudem Zhang Shengmin, einen General und früheren Leiter des militärischen Gremiums zur Korruptionsbekämpfung, in das Politbüro. Europa Press beschreibt den Wechsel als den ersten dieser Art seit drei Jahrzehnten. Das Treffen fand von Montag bis Donnerstag hinter verschlossenen Türen in Peking unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, der Beschluss wurde am 29. Oktober gefasst. Berichten zufolge nahmen 162 ordentliche und 117 stellvertretende Mitglieder teil – wenige der mehr als 300 Mitglieder des Zentralkomitees.

Teilnahme am fünften Plenum nach MitgliederkategorieMitglieder
Ordentliche Mitglieder
162 Mitglieder
Stellvertretende Mitglieder
117 Mitglieder

Daten aus dem Artikeltext

Die Süddeutsche Zeitung beziffert die Teilnahme unter Berufung auf Schätzungen auf etwa drei Viertel der ursprünglichen Ausschussmitglieder. Sie bringt die ausgedünnten Reihen mit der breiten Anti-Korruptionskampagne in Verbindung, in der viele Politiker und Militärangehörige ihre Posten verloren. Die Zeitung schreibt, das Treffen habe Xi die Gelegenheit gegeben, seine Autorität vor einer erwarteten vierten Amtszeit im kommenden Jahr zu festigen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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