Regierung · Peking

Chinas Kommunistische Partei eröffnet viertägiges Plenum zur Disziplin – Xi drängt auf Loyalität

Rund 300 Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Zentralkomitees haben am Montag, 26. Oktober, in Peking eine Sitzung hinter verschlossenen Türen begonnen. Xi legte einen Resolutionsentwurf zur Selbstverwaltung der Partei vor; das Treffen dauert bis Donnerstag, 29. Oktober.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Nasz Dziennik, Notícias ao Minuto, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking · China
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Fünftes Plenum beginnt in Peking mit rund 300 Mitgliedern und stellvertretenden Mitgliedern
  2. 29.10.Geplantes Ende der viertägigen Sitzung hinter verschlossenen Türen
  3. Ende 2027Nächster Parteitag soll eine neue Gruppe jüngerer Funktionäre benennen

Das Plenum beginnt in Peking

Chinesische Staatsmedien berichteten, das fünfte Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas sei am Montag, 26. Oktober, in Peking eröffnet worden. Über vier Tage will die Führung unter Xi Jinping eine straffere Parteidisziplin und eine verschärfte Korruptionsbekämpfung beraten. Die Sitzung ist für die Presse geschlossen, rund 300 Mitglieder und stellvertretende Mitglieder nehmen teil. Laut Xinhua legte Xi einen Resolutionsentwurf vor und erstattete im Namen des Politbüros einen Arbeitsbericht. Der genaue Inhalt des Entwurfs wurde nicht veröffentlicht; die Zusammenkunft hinter verschlossenen Türen soll bis Donnerstag, 29. Oktober, dauern.

Disziplin und der Kampf gegen Korruption

Der Entwurf befasst sich mit dem, was Chinas Führung „umfassende und strenge Selbstverwaltung der Partei“ nennt – ein Begriff, der Disziplin, Aufsicht und die Bekämpfung von Korruption umfasst. Xi führt seit 14 Jahren einen Antikorruptionsfeldzug, der Tausende Funktionäre aus ihren Ämtern entfernt hat, Dutzende davon Mitglieder des Zentralkomitees. Im Juli verlangte das Politbüro höhere Standards und konkretere Maßnahmen, um Probleme innerhalb der Partei zu beheben, und räumte ein, dass Veränderungen im In- und Ausland neue Herausforderungen für die Kontrolle geschaffen hätten. In einer im Januar gehaltenen Rede, die im Oktober in der Parteizeitschrift Qiushi veröffentlicht wurde, beklagte Xi, einige Vorgaben würden nicht oder falsch umgesetzt. Zudem warf er Funktionären, die ihre Loyalität beteuern, vor, in der Praxis eigene Wege zu gehen.

Im Oktober eröffnete die Partei ein Ermittlungsverfahren gegen Huang Qifan, einen früheren Bürgermeister von Chongqing, der auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt prominent geblieben war. Derartige Ermittlungen enden fast immer mit der Inhaftierung des Betroffenen. Bereits im September wurden die Generäle Zhang Youxia und Liu Zhenli wegen Korruption und anderer Verstöße aus der Partei ausgeschlossen; diese Ausschlüsse bedürfen noch der Bestätigung.

Xis vierte Amtszeit und die Nachfolge

Das Plenum findet rund ein Jahr, bevor Xi aller Voraussicht nach eine vierte fünfjährige Amtszeit als Parteiführer sichert, statt. Der 73-jährige Xi dürfte diesen Schritt für 2027 vorbereiten und hat keinen offensichtlichen Nachfolger. Der nächste Parteitag, der für Ende 2027 angesetzt ist, wird eine neue Gruppe jüngerer Funktionäre benennen, die unter ihm dienen soll. Bei ihrer Bildung auf dem Parteitag 2022 hatte das Zentralkomitee 376 Mitglieder; bei der Sitzung des Komitees im Jahr 2025 sank die Teilnahmezahl auf 315, und in dieser Woche könnte sie auf etwa 300 oder weniger fallen. Neil Thomas, Senior Fellow für chinesische Politik am Asia Society Policy Institute, beschreibt Xis Prioritäten so:

„Was soll Xis Vermächtnis sein? Ich denke, an erster Stelle eine stärkere Kommunistische Partei – vielleicht sogar mehr noch als ein stärkeres China.“

Neil Thomas, Senior Fellow für chinesische Politik am Asia Society Policy Institute
Mitglieder des Zentralkomitees und Teilnahme an der Sitzung 2025Mitglieder
Bildung 2022
376 Mitglieder
Teilnahme an der Sitzung 2025
315 Mitglieder

Daten aus dem Artikeltext

Die Einschätzung der Analysten

Ruby Osman, leitende Politikberaterin am Tony-Blair-Institut für globalen Wandel in London, sagte der Nachrichtenagentur Associated Press, das Treffen gebe Xi eine weitere Gelegenheit, die Funktionäre auf seine Sicht der Lage des Landes einzuschwören.

„Das Plenum ist eine Gelegenheit sicherzustellen, dass die neuen Generationen, die in den Rängen aufsteigen, Xis Einschätzung der Chancen und Risiken teilen, denen China gegenübersteht.“

Ruby Osman

Frühere Plenen haben Xi geholfen, seine Autorität zu festigen; auch dieses wird auf Hinweise zur Richtung des Landes und zur künftigen Führung hin beobachtet. Xi erklärt, die Kader setzten seine Anordnungen noch immer nicht um, und das Plenum fällt in eine Phase, in der er auf größere Loyalität der Funktionäre drängt. Der Vorstoß soll die Kader durch mehr Aufsicht und Regeln disziplinierter, effektiver und weniger korrupt machen.

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