Wirtschaft · Peking und Shanghai

China verhindert SoftBanks Kauf der ABB-Robotiksparte in China – Deal steht infrage

Peking hat den Kauf des China-Geschäfts der ABB-Robotiksparte durch SoftBank untersagt und damit einen im Oktober 2025 vereinbarten Deal im Volumen von rund 5,4 Milliarden Dollar infrage gestellt. ABB erklärt, die Gespräche mit SoftBank liefen weiter, das weitere Vorgehen sei noch nicht festgelegt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, europa press, SWI swissinfo.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Peking, Shanghai · China
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2025SoftBank vereinbart den Kauf der ABB-Robotiksparte für rund 5,4 Milliarden Dollar
  2. Februar 2026Der Deal passiert die chinesische Fusionskontrolle
  3. Ende Oktober 2026Personen aus dem Umfeld von SoftBank rechnen weiterhin mit einer Genehmigung
  4. 5.11.ABB gibt bekannt, dass China die Übernahme seines Robotikgeschäfts in China untersagt hat

Was ABB mitteilte

ABB teilte am Donnerstag, 5. November 2026, mit, die chinesischen Behörden hätten die Übernahme seines Robotikgeschäfts in China durch SoftBank untersagt. SoftBank habe das Verbot an ABB weitergegeben, das es dem Büro des Arbeitsmechanismus für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen in China zuschreibe. Der im Oktober 2025 vereinbarte Deal bewertet die Sparte mit rund 5,4 Milliarden Dollar, umgerechnet 4,782 Millionen Euro. ABB erklärte, beide Unternehmen stünden weiterhin in engem Kontakt und arbeiteten konstruktiv an der Transaktion. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP wollte ABB nicht sagen, was die Entscheidung für den Verkauf insgesamt bedeutet oder wie es weitergeht.

Warum Peking Einspruch erhob

Die Financial Times berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission, die staatliche Planungsbehörde mit Zuständigkeit für die Sicherheit der Lieferketten, habe sich gegen den Deal gestellt. Im Mittelpunkt ihrer Bedenken standen Robotikdaten, die das Land verlassen und zur Schulung von KI-Modellen genutzt werden könnten, darunter Modelle von OpenAI, an denen SoftBank Großinvestor ist. Die Regulierer prüften zudem, ob geistiges Eigentum in China bleiben müsse, und erwogen, Teile des Geschäfts an chinesische Eigentümer abzuspalten. Sie drängten auf eine detaillierte Prüfung der chinesischen Lieferketten von ABB und wollten Teile der Fertigungskapazitäten in China halten. Die Zeitung schrieb, der Fall zeige Pekings Unbehagen darüber, in China entwickelte Vermögenswerte an einen japanischen Käufer zu übertragen – inmitten von Spannungen mit Tokio und strategischer Konkurrenz mit Washington.

Was für ABB auf dem Spiel steht

China ist der größte Markt der Robotiksparte, und mehr als 90 % der Roboter für chinesische Kunden werden vor Ort hergestellt. ABB beschäftigt in China rund 12.700 Menschen und betreibt seit 2022 ein Roboterwerk in Pudong in Shanghai, das 150 Millionen Dollar gekostet hat. ABB ist seit 1992 über ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner in China tätig, und sein Robotikgeschäft profitiert seit Langem von staatlicher Unterstützung. Ursprünglich hatte ABB einen Börsengang der Sparte geplant, doch das Angebot von SoftBank wurde als attraktiver bewertet, und die Europäische Kommission hatte die Übernahme bereits genehmigt. ABB hatte mit einem Nettoerlös von rund 5,3 Milliarden Dollar gerechnet, der teilweise für Zukäufe verwendet werden sollte. Separat hat ABB vereinbart, den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork für 5,5 Milliarden Dollar zu kaufen.

Zeitplan und SoftBanks nächster Schritt

Der Deal passierte im Februar die chinesische Fusionskontrolle und unterlag danach einer Sicherheitsprüfung für ausländische Investitionen. Die Financial Times berichtete, der Block gefährde die Ambitionen von Masayoshi Son im Bereich Physical AI, einem Sektor, den SoftBank mit dem Aufstieg der KI verbunden sieht.

Bis zur Woche des 26. Oktober hatten Personen aus dem Umfeld von SoftBank mit einer Genehmigung gerechnet, und die Gruppe wurde von der Entscheidung überrascht. Europa Press berichtete, SoftBank habe den Kauf Mitte oder Ende 2026 abschließen sollen. Nun versucht SoftBank herauszufinden, was schiefgelaufen ist und ob sie erneut eine Genehmigung beantragen kann. ABB-Konzernchef Morten Wierod hatte zuvor auf die erwarteten Erlöse aus dem Robotikverkauf verwiesen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen