Regierung · Lissabon
Ventura trifft Aguiar-Branco nach Ablehnung von Chega-Untersuchungsausschuss zu Luís Neves
Chega-Chef André Ventura trifft sich am Donnerstag mit dem portugiesischen Parlamentspräsidenten José Pedro Aguiar-Branco, um über die Ablehnung eines Untersuchungsausschusses zu Innenminister Luís Neves zu sprechen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, SAPO, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
José Pedro Aguiar-Branco lehnte Chegas zweiten Entwurf für einen Untersuchungsausschuss zu Luís Neves' achtjähriger Leitung der Kriminalpolizei ab, da der sachliche Umfang nicht definiert sei.
André Ventura wird sich am späten Vormittag des 17. September 2026 mit Aguiar-Branco treffen, um über eine Anfechtung der Entscheidung vor dem Plenum oder die Einreichung eines überarbeiteten Antrags zu sprechen.
Aguiar-Branco akzeptierte einen nicht obligatorischen Untersuchungsantrag des JPP-Abgeordneten Filipe Sousa, der PJ-Verträge mit Construbarcelos prüft. Dieser benötigt nun eine Plenumsabstimmung durch PSD, Chega und PS.
- 16. September 2026, VormittagAguiar-Branco lehnt Chegas zweiten obligatorischen Untersuchungsantrag ab und lässt JPP-Antrag zu
- 16. September 2026, NachmittagVentura kündigt Treffen mit Parlamentspräsidenten an, um über Chegas nächste rechtliche Schritte zu entscheiden
- 17. September 2026, später VormittagVentura und Aguiar-Branco treffen sich in der Versammlung der Republik, um über die Entscheidung zum Untersuchungsausschuss zu sprechen
- Nächste ParlamentssitzungDas Plenum der Versammlung der Republik wird über den JPP-Untersuchungsantrag debattieren und abstimmen
Ablehnung des obligatorischen Untersuchungsausschusses
Der Präsident der Versammlung der Republik, José Pedro Aguiar-Branco, hat Chegas zweiten Versuch abgelehnt, einen obligatorischen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Innenminister Luís Neves einzurichten. Der vorgeschlagene Untersuchungsausschuss betraf den Zeitraum von mehr als acht Jahren, in dem Neves als nationaler Direktor der Kriminalpolizei (PJ) tätig war. Aguiar-Branco erklärte, Chega habe es versäumt, in einer früheren Entscheidung festgestellte Verfahrensmängel zu beheben, und führte aus, dass ein obligatorischer Untersuchungsausschuss nicht unterschiedslos öffentliche Amtsträger überprüfen könne, ohne vorher klare Handlungen, Entscheidungen oder Verfahren zu definieren. Während parlamentarische Untersuchungsausschüsse über Ermittlungsbefugnisse verfügen, bekräftigte der Parlamentspräsident, dass sie nicht die Staatsanwaltschaft ersetzen oder privates Verhalten ohne direkten Bezug zu öffentlichen Pflichten untersuchen könnten.
Ventura plant parlamentarisches Treffen
Chega-Chef André Ventura kündigte an, dass er sich am späten Vormittag des Donnerstags, 17. September 2026, mit Aguiar-Branco treffen werde, bevor er die nächsten verfahrensrechtlichen Schritte seiner Partei festlegt. Ventura kritisierte die Ablehnung und argumentierte, dass die Entscheidung parteiische Interessen innerhalb der Legislative schütze.
„Heute hat der Präsident der Versammlung der Republik die Liste derer ergänzt, die weiterhin die Verkommenheit des politischen Systems, in dem wir leben, und die Verkommenheit des institutionellen Systems, das in Portugal installiert ist, verteidigen.“
Ventura deutete an, dass Chega zwischen der Einlegung eines Rechtsmittels beim Plenum, der Einreichung eines dritten überarbeiteten Entwurfs oder härteren politischen Maßnahmen wählen werde, falls die Kontrolle blockiert bleibe.
Plenumswege und rechtliche Optionen
Aguiar-Branco betonte, dass seine Entscheidung verfassungsrechtlichen Standards und nicht parteipolitischen Motiven folge, und verwies auf frühere Anpassungen, die bei Untersuchungsausschüssen zu Waldbränden, Santa Casa und dem Fall der Zwillingsschwestern erforderlich waren. Er skizzierte die unmittelbaren Möglichkeiten, die Chega nach der Geschäftsordnung des Parlaments zur Verfügung stehen.
„Meine Entscheidung ist anfechtbar. Wenn ein Rechtsmittel eingelegt wird, geht es an das Plenum, das dann entscheidet. Meine Entscheidung hindert Chega auch nicht daran, wenn es dies wünscht, eine andere Initiative vorzulegen, die der Verfassung und dem Gesetz entspricht.“
Im Gegensatz zu Chegas obligatorischem Antrag ließ Aguiar-Branco einen nicht obligatorischen Untersuchungsausschuss zu, der von Juntos pelo Povo (JPP)-Abgeordnetem Filipe Sousa vorgeschlagen wurde. Da JPP nicht über die nötige Anzahl für einen automatischen Untersuchungsausschuss verfügt, muss sein Antrag im Plenum debattiert und per Abstimmung genehmigt werden.
Alternativer Untersuchungsausschuss geht zur Abstimmung
Der JPP-Vorschlag konzentriert sich auf spezifische Verwaltungsentscheidungen während Neves' Amtszeit bei der PJ, insbesondere auf Aufträge, die an das Bauunternehmen Construbarcelos vergeben wurden. Das Unternehmen führte Renovierungsarbeiten an einem Anwesen im Alentejo durch, das der Familie von Neves gehört, und hatte zuvor einen Anhänger in Gewahrsam, der bei einer Anti-Drogen-Operation beschlagnahmt worden war. Filipe Sousa erklärte, dass ein Untersuchungsausschuss notwendig sei, um öffentliche Zweifel an der Kriminalpolizei auszuräumen, und äußerte die Hoffnung, dass die Abstimmung vor Beginn der Beratungen zum Staatshaushalt 2027 stattfinde.
„Gestern hörte ich den Abgeordneten André Ventura sagen, dass er für den Antrag der JPP stimmen werde. Ich hoffe, dass er diese Konsequenz beibehält, und ich hoffe auch, dass die anderen Parteien, insbesondere die PSD und die PS, unsere Begründung sorgfältig lesen und mit noch mehr Aufmerksamkeit die Entscheidung des Präsidenten der Versammlung der Republik.“
Die Zustimmung zum JPP-Untersuchungsausschuss hängt von der Unterstützung der drei größten parlamentarischen Fraktionen ab: der Sozialdemokratischen Partei (PSD), der Sozialistischen Partei (PS) und Chega.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Jornal ExpressoProteção de amigos ou de interesses partidários": Ventura condena decisão de Aguiar Branco sobre inquérito a Luís Neves
- SAPOVentura questiona Aguiar-Branco após chumbo de CPI a Luís Neves
- SAPOChega pede "conversa prévia" a Aguiar-Branco antes de decidir se insiste em inquérito a Luís Neves
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaChega acusa Aguiar-Branco de "defender a podridão do sistema político"
- André Ventura
- Vorsitzender der portugiesischen politischen Partei Chega
- José Pedro Aguiar-Branco
- Präsident der Versammlung der Republik Portugal
- Luís Neves
- Portugiesischer Innenminister und ehemaliger nationaler Direktor der Kriminalpolizei
- Filipe Sousa
- Abgeordneter der Versammlung der Republik für Juntos pelo Povo (JPP)
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