
US-Angriffe auf Iran: Buschehr-Atomkraftwerk getroffen; Israel droht mit drittem Angriff, Chamenei beigesetzt
Nach zwei Tagen amerikanischer Luftangriffe und iranischer Raketenangriffe auf Golfbasen kehrte am Freitag eine prekäre Ruhe in der Region ein, während Diplomaten auf Gespräche drängten und der ehemalige Oberste Führer Chamenei in Maschhad beigesetzt wurde.
Eskalation und Vergeltung
Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag militärische Ziele im Iran angegriffen, die zweite Nacht einer neuen Bombenkampagne. Der Iran reagierte mit Beschuss amerikanischer Stützpunkte in Golfstaaten und beschuldigte Washington, die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Ajatollah Ali Chamenei stören zu wollen. Katarische und pakistanische Vermittler arbeiten daran, beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückzubringen, doch die Lage bleibt angespannt. Ein US-Verteidigungsbeamter, der nach Berichten über einen weiteren Angriff am Donnerstag sprach, bestand darauf, dass in den letzten Stunden „keine neuen Angriffe im Iran“ durchgeführt worden seien.
- USA starten zweite Angriffswelle auf militärische Ziele im Iran; Iran greift als Vergeltung amerikanische Stützpunkte in Golfstaaten an.
- Militäreinrichtung nahe Atomkraftwerk Buschehr getroffen, so der örtliche Gouverneur; USA bestreiten neue Angriffe in den vorangegangenen Stunden.
- Trump unterrichtet Netanjahu über jüngste US-Bewegungen; Netanjahu sagt, Israel sei bereit für dritten Iran-Angriff.
- Prekäre Ruhe gemeldet; Ali Chamenei in Maschhad beigesetzt; Vermittler drängen auf erneute Gespräche.
Atomstandort Buschehr ins Visier genommen
Das einzige aktive Atomkraftwerk im Iran, nahe der südlichen Stadt Buschehr gelegen, stand im Mittelpunkt des alarmierendsten Vorfalls am Donnerstag. Ehsan Jahanian, Vizegouverneur der Provinz Buschehr, erklärte, eine Militäreinrichtung in der Umgebung sei angegriffen und getroffen worden.
Eine Militäreinrichtung in der Umgebung von Buschehr wurde von einem Projektil des amerikanisch-zionistischen Feindes angegriffen und getroffen.
Die offizielle iranische Nachrichtenagentur Irna verbreitete die Erklärung, während die Nachrichtenagentur FARS über Explosionen in der Provinz Buschehr berichtete, ohne den genauen Ort sofort zu identifizieren. Die Behauptung eines Angriffs so nahe an einer Atomanlage ließ die Spannungen stark ansteigen. Washington bestritt für denselben Zeitraum neue Angriffe.
Israels Bereitschaft und Trump-Netanyahu-Telefonat
Präsident Donald Trump sprach am Donnerstagabend mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, um ihn über die jüngsten US-Bewegungen im Golf zu informieren, wie aus israelischen und amerikanischen Verlautbarungen hervorgeht. Netanjahu erklärte, Israel sei bereit, den Iran „bei Bedarf ein drittes Mal anzugreifen“. Israel hat im Rahmen der Kampagne bereits zwei Angriffswellen im Iran durchgeführt. Der Generalstabschef der israelischen Armee, Generalleutnant Ejal Zamir, sagte seinen Truppen, die Operationen seien noch nicht beendet.
Neue Pläne werden geprüft. Wichtige Operationen warten noch auf uns. Seid bereit.
Diplomatische Schritte und iranische Warnung
Als die militärischen Auseinandersetzungen am Freitagmorgen pausierten, versuchten katarische und pakistanische Vermittler, die Parteien zur Diplomatie zurückzuführen. Der iranische Außenminister warnte die Vereinigten Staaten separat vor „jeder neuen militärischen Initiative“, wobei keine Einzelheiten der Kommunikation bekannt gegeben wurden. Der fragilen Ruhe gingen zwei Tage voraus, in denen der Iran auch behauptete, den Luftwaffenstützpunkt Azraq in Jordanien bombardiert zu haben, eine Einrichtung, in der US-Einheiten stationiert sind.
Chamenei beigesetzt
Der ehemalige Oberste Führer Ali Chamenei wurde am frühen Freitag in der heiligen Stadt Maschhad beigesetzt, womit mehrere Tage landesweiter Trauerzüge endeten. Sein Tod und die gleichzeitige militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten und Israel setzen die Islamische Republik unter akuten Druck. Die Beisetzung verlief ohne gemeldete Zwischenfälle, während Erklärungen israelischer und amerikanischer Amtsträger signalisierten, dass die Kampagne gegen den Iran noch nicht beendet sei.


