
Bukarester Flughäfen starten Markterkundung für integrierte Drohnenabwehrsysteme
Die Bukarester Nationale Flughafengesellschaft hat eine bis zum 9. September 2026 laufende Markterkundung eröffnet, um kinetische und nicht-kinetische Drohnenabwehrausrüstung für die Flughäfen Otopeni und Băneasa zu beschaffen.
Markterkundung für die Flughafenverteidigung
Die Bukarester Nationale Flughafengesellschaft (CNAB) hat eine Markterkundung im Elektronischen Vergabesystem (SEAP) eingeleitet, um integrierte Drohnenabwehrsysteme für die beiden zivilen Luftfahrtdrehkreuze der rumänischen Hauptstadt zu beschaffen. Die Beschaffungsinitiative umfasst den internationalen Flughafen Henri Coandă in Otopeni und den internationalen Flughafen Aurel Vlaicu in Băneasa. Das Verfahren ermöglicht es den Flughafenbehörden, die verfügbare Technologie zu bewerten und die voraussichtlichen Kosten für die Lieferung der Ausrüstung, die technische Wartung und die Personalschulung zu kalkulieren, bevor eine formelle Ausschreibung veröffentlicht wird.
CNAB hat die Beschaffungsziele in einer offiziellen Stellungnahme dargelegt:
Die Bukarester Nationale Flughafengesellschaft plant, integrierte Systeme zur Erkennung, Identifizierung, Verfolgung und Neutralisierung unbemannter Luftfahrzeuge für die Flughäfen Otopeni und Băneasa zu beschaffen und dabei die Kosten für Schulung, Wartung und Reparaturleistungen während der 24-monatigen Garantie- und der 24-monatigen Nachgarantiezeit zu kalkulieren.
Marktangebote von spezialisierten Verteidigungs- und Sicherheitsauftragnehmern werden bis zum 9. September 2026 angenommen. Nach Abschluss der Markterkundung werden die Unternehmensvertreter die technischen Dossiers prüfen und die erforderlichen Finanzmittel festlegen. Die Finanzierung des gesamten Projekts erfolgt ausschließlich aus den eigenen Unternehmenseinnahmen der CNAB, ohne Rückgriff auf staatliche Haushaltsmittel.
Technische Spezifikationen und Betriebsanforderungen
Die in der Ausschreibungsdokumentation veröffentlichten technischen Parameter schreiben ein integriertes Rahmenwerk für die Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (C-UAS und C-sUAS) vor, das rund um die Uhr bei allen Wetterbedingungen betriebsfähig ist. Die installierten Systeme müssen unbefugte unbemannte Luftfahrzeuge, die in den geschützten Terminal-Luftraum eindringen, erkennen, klassifizieren, identifizieren, verfolgen und neutralisieren. Um eine hohe Richtungsgenauigkeit zu gewährleisten, muss die Architektur Daten von mehreren Sensorgruppen kombinieren und eine gleichzeitige Verfolgung mehrerer Ziele ermöglichen.
- Die rumänische Zivilluftfahrtbehörde schließt die Beschaffung von Drohnenabwehrsystemen ab
- CNAB veröffentlicht C-UAS-Markterkundung auf SEAP
- Markterkundung für technische und preisliche Angebote endet
Die Betriebsspezifikationen verlangen den Einsatz sowohl nicht-kinetischer als auch kinetischer Neutralisierungsmechanismen. Zu den kinetischen Maßnahmen gehören physische Abfang- und Störwerkzeuge, während sich nicht-kinetische Systeme auf elektronisches Jamming konzentrieren. Die Störvorrichtung muss das gesamte elektromagnetische Frequenzspektrum von 400 MHz bis 6 GHz abdecken, einschließlich der üblichen kommerziellen Drohnensteuerungs- und Videoübertragungsbänder. Die Dokumentation legt fest, dass diese Frequenzabdeckung ohne Frequenzsegmentierung, Batteriebegrenzungen oder zusätzliche Hardwaremodule funktionieren muss. Die Aktivierung eines Neutralisierungsmechanismus muss durch rollenbasierte Zugriffsprotokolle getrennt werden, wobei die Feuerkontrollen auf zertifiziertes und autorisiertes Personal beschränkt sind.
Servicevereinbarungen und Kontext der Luftsicherheit
Das Beschaffungspaket sieht eine vierjährige Servicevereinbarung vor, die sowohl feste als auch mobile Systemkomponenten abdeckt. Die Anbieter müssen eine grundlegende 24-monatige Garantiezeit sowie einen identischen 24-monatigen Nachgarantie-Supportvertrag liefern. Im Rahmen dieser Vereinbarungen müssen die Auftragnehmer umfassende Personalschulungen in der Systemadministration durchführen, vorbeugende Wartungsarbeiten gemäß den Herstellerplänen ausführen und alle erforderlichen technischen Reparaturen durchführen.
Die Ausschreibung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Sicherheitsbedenken hinsichtlich niedrig fliegender Luftbedrohungen und der Verwundbarkeit kritischer Verkehrsinfrastruktur. Unbefugte unbemannte Luftfahrzeuge im kontrollierten Luftraum stellen eine Gefahr für den kommerziellen Flugbetrieb dar, da sie Triebwerksschäden und Notfall-Schließungen von Start- und Landebahnen riskieren. Die geplanten Installationen werden die bestehenden nationalen Fähigkeiten ergänzen, im Anschluss an eine frühere Beschaffung von Drohnenabwehrsystemen durch die rumänische Zivilluftfahrtbehörde im Jahr 2025.


