Diplomatie · London

Zwei von drei Briten sagen, der Brexit habe dem Vereinigten Königreich geschadet – drei Viertel wünschen engere EU-Bindungen, wie eine ECFR-Umfrage zeigt

Zehn Jahre nach dem Referendum von 2016 zeigt eine neue Umfrage des European Council on Foreign Relations, dass 66 % der britischen Wähler glauben, der Austritt aus der EU habe negative Auswirkungen gehabt, während 75 % engere Beziehungen zur Union wünschen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, NewsIT, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich

Ein Jahrzehnt nachdem das Vereinigte Königreich für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hat, zeigt eine umfassende Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR) tiefe und breite Reue unter den britischen Wählern. Die vom 7. bis 14. Mai 2026 mit mehr als 2.000 Befragten durchgeführte Erhebung ergibt, dass 66 Prozent der Briten glauben, die Entscheidung zum Austritt habe dem Land geschadet.

„Ein Jahrzehnt später erkennen die Briten, dass ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben außerhalb der EU unerfüllt geblieben sind und dass der Brexit die Fähigkeit des Vereinigten Königreichs untergräbt, die Themen zu bewältigen, die den Wählern am wichtigsten sind.“

Mark Leonard, Direktor des European Council on Foreign Relations

Das wirtschaftliche und soziale Urteil

Die Umfrage zeigt im Detail, wie der Brexit aus Sicht der Öffentlichkeit die Themen getroffen hat, die den Wahlkampf 2016 dominierten. 66 Prozent sagen, er habe die Lebenshaltungskosten erhöht, während 65 Prozent glauben, er habe der Wirtschaft geschadet. 57 Prozent urteilen, dass er die Chancen für junge Menschen verringert habe, und ebenso viele halten den Austritt aus der EU schlicht für einen Fehler. Bei der Einwanderung, dem zentralen Versprechen der Leave-Kampagne, sagen nun 56 Prozent, dass die Ansätze nach dem Brexit gescheitert seien, und ebenfalls 56 Prozent würden eine Rückkehr zur Freizügigkeit im Austausch für eine engere Handelsbeziehung akzeptieren.

Britische Ansichten zu den Auswirkungen des Brexit%
Erhöhte Lebenshaltungskosten
66 %
Geschädigte Wirtschaft
65 %
Verringerte Chancen für Junge
57 %
Glauben, Brexit war ein Fehler
57 %
Gescheitert bei irregulärer Migration
56 %
Unterstützen Freizügigkeit für Handel
56 %
Wünschen engere Beziehungen zur EU
75 %
Sehen USA als Sicherheitsverbündeten
18 %

Daten aus dem Artikeltext

Ein Wandel bei Sicherheit und Bündnissen

Auch die britische Haltung gegenüber internationalen Partnerschaften ändert sich. Nur 18 Prozent der Befragten betrachten die Vereinigten Staaten als Verbündeten. Europa ist nun der bevorzugte Sicherheitspartner, was den Wunsch verstärkt, Brücken zur EU zu bauen. 75 Prozent der Briten befürworten jetzt engere Beziehungen – eine Zahl, die sich durch alle Parteigrenzen zieht, einschließlich der Anhänger von Reform UK.

Europa würde Großbritannien willkommen heißen

Eine separate ECFR-Umfrage in 15 EU-Mitgliedstaaten zeigt, dass zwei Drittel der Europäer die Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die EU befürworten. Die Zustimmung reicht von 56 Prozent in Bulgarien und 59 Prozent in Frankreich und Italien bis zu 75 Prozent in den Niederlanden und Dänemark. Sogar Wähler rechter und euroskeptischer Parteien neigen zu engeren Beziehungen: 71 Prozent der Anhänger der polnischen Konföderation, 58 Prozent der deutschen AfD-Anhänger und 58 Prozent der Wähler des französischen Rassemblement National befürworten tiefere britisch-europäische Beziehungen.

Öffentliche Unterstützung in der EU für einen Wiedereintritt des Vereinigten Königreichs%
Bulgarien
56 %
Frankreich
59 %
Italien
59 %
Niederlande
75 %
Dänemark
75 %
EU-15-Durchschnitt
66 %

Daten aus dem Artikeltext

Führungspersönlichkeiten signalisieren offene Tür

Mehrere EU-Führungspersönlichkeiten haben öffentlich ihre Bereitschaft bekundet, Großbritannien willkommen zu heißen. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Tür stehe „immer offen“, während der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, Spanien würde einen neuen britischen Beitritt „absolut“ unterstützen. Finnlands Präsident Alexander Stubb ging noch weiter und nannte das Vereinigte Königreich ausdrücklich als Kandidatenland.

„Wir brauchen eine britische Stimme in Europa. Wir vermissen euch wirklich.“

Alexander Stubb, Präsident von Finnland

Im Mai forderte die Europäische Grüne Partei Großbritannien formell zur Rückkehr in die EU auf. Die konvergierenden Signale aus London und den kontinentalen Hauptstädten deuten darauf hin, dass sich die politische Landschaft rund um den Brexit im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert hat.

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Quellen und Kontext

Orte
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