Diplomatie · Boston, Newhaven und Tipton
Zehn Jahre nach dem Brexit-Votum: Lokale Unzufriedenheit hält an, neue Umfrage zeigt 55 % wünschen Freizügigkeit zurück
Zum zehnten Jahrestag des britischen Referendums über den EU-Austritt offenbaren Besuche in Brexit-Hochburgen und eine neue Umfrage tiefe Unzufriedenheit mit dem Ergebnis, während ein ehemaliger Vize-Premierminister prognostiziert, Großbritannien könne bis 2036 wieder beitreten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, The Independent und The Guardian. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine Umfrage von Merlin Strategy zeigt, dass eine Mehrheit jetzt eine Rückkehr zur Freizügigkeit mit der EU befürwortet, während nur 16 % dagegen sind.
In Boston und Sandwell nennen Brexit-Wähler ungebaute Infrastruktur, unveränderte Hauptstraßen und Druck auf Dienstleistungen als Gründe für Enttäuschung.
Der ehemalige Vize-Premierminister Nick Clegg sagt, Großbritannien werde innerhalb eines weiteren Jahrzehnts „seinen Weg zurück ins Herz des Kontinents finden“.
Newhaven gab Millionen für Brexit-Grenzinfrastruktur aus, die ein Jahr lang ungenutzt blieb, während Fischer in Cornwall den anhaltenden Zugang von EU-Booten zu küstennahen Gewässern kritisieren.
62 % der Menschen sagen, die Einwanderung habe sich seit dem Brexit verschlechtert, bei einer Nettozuwanderung von über 2,5 Millionen zwischen 2021 und 2024, so offizielle Zahlen.
Stimmung in den Brexit-Hochburgen
In ganz England warten die Orte, die am stärksten für den Brexit gestimmt haben, immer noch auf die versprochene Veränderung. In Boston, Lincolnshire, wo 75,6 % für den Austritt stimmten, sagt Café-Besitzer Michael Wood, er bereue seine Stimme nicht, sei aber enttäuscht.
„Ich würde sagen, der Brexit ist nicht schnell oder weit genug gegangen. Ich will geschlossene Grenzen.“
Häfen, Fisch und Bürokratie
Für den Südküstenhafen Newhaven bedeutete der Brexit den überstürzten Aufbau einer Zollinfrastruktur, die in nur wenigen Jahren Millionen kostete, nur um dann von staatlichen Kürzungen betroffen zu sein. Manager Dave Collins erinnert sich an die Belastung.
„Der Brexit war ein Albtraum, aber wir haben es letztendlich geschafft. Es ging um das absolute Minimum.“
Was die Öffentlichkeit jetzt denkt
Eine neue Umfrage von Merlin Strategy für The Independent, durchgeführt vom 18. bis 21. Juni, zeigt den Meinungswandel ein Jahrzehnt später. Sie ergibt, dass 62 % der Menschen glauben, die Einwanderung habe sich seit dem Brexit verschlechtert, während nur 8 % sagen, sie habe sich verbessert. Die Nettozuwanderung überstieg zwischen 2021 und 2024 2,5 Millionen, teilweise bedingt durch humanitäre Programme und Arbeitskräftemangel. Gleichzeitig wünschen 55 % eine Rückkehr zur Freizügigkeit, nur 16 % lehnen dies ab. Die Umfrage zeigt auch, dass 40 % der Wähler eher eine Partei unterstützen würden, die bei der nächsten Wahl einen EU-Beitritt verspricht, während 24 % dies weniger wahrscheinlich tun würden. Unter Labour-Wählern vergrößert sich die Kluft auf 58 % dafür gegenüber 8 % dagegen.
„Die Menschen spüren zunehmend die Auswirkungen des Brexit auf ihre Geldbörsen, Arbeitsplätze und Chancen.“
- Glauben Einwanderung habe sich verschlechtert
- 62 %
- Wünschen Rückkehr zur Freizügigkeit
- 55 %
- Würden eher Partei wählen, die EU-Wiederbeitritt verspricht
- 40 %
- Lehnen Rückkehr zur Freizügigkeit ab
- 16 %
- Glauben Einwanderung habe sich verbessert
- 8 %
Daten aus dem Artikeltext
Ein Weg zurück?
In einem Interview mit Sky News prognostizierte der ehemalige Vize-Premierminister Nick Clegg, dass das Vereinigte Königreich bis 2036 entweder wieder beigetreten sein oder sich auf dem besten Weg dorthin befinden werde. Er bezeichnete den Brexit als den Versuch, „die Geographie zu leugnen“ und sagte, dass die Sicherheits- und Handelsinteressen Großbritanniens es immer an den Kontinent binden würden.
„Ich denke, so oder so werden unsere Interessen immer eng mit denen unserer nächsten geografischen Nachbarn verbunden bleiben.“
Londons gespaltene Hauptstadt
Selbst im mehrheitlich für den Verbleib gestimmten London, wo 59,9 % für den Verbleib in der EU waren, zeigt der Jahrestag eine anhaltende Spaltung. Fünf der 33 Stadtbezirke Londons stimmten für den Austritt, mit dem schärfsten Kontrast zwischen Lambeth (höchster Verbleib) und Havering (höchster Austritt). Die BBC berichtet aus beiden Bezirken, dass ein Jahrzehnt die Unterschiede in der Bewertung der Entscheidung durch die Londoner nicht ausgelöscht hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Michael Wood
- Café-Besitzer in Boston, Lincolnshire, der für den Austritt stimmte und weiterhin mit dem Tempo von Grenzkontrollen und Infrastrukturverbesserungen unzufrieden ist.
- Dave Collins
- Manager des Hafens Newhaven in East Sussex, der den Bau der Post-Brexit-Zollinfrastruktur beaufsichtigte.
- Nick Clegg
- Ehemaliger Vize-Premierminister des Vereinigten Königreichs und Vorsitzender der Liberaldemokraten, heute ein prominenter Brexit-Gegner, prognostizierte einen EU-Wiederbeitritt Großbritanniens bis 2036.
- Neil Kinnock
- Ehemaliger Vorsitzender der Labour-Partei, zitiert zur zunehmenden wirtschaftlichen Unzufriedenheit im Zusammenhang mit dem Brexit.
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