
Brasilien nur 1:1 gegen Marokko – Ancelottis WM-Debüt endet mit Remis
Vinicius Junior erzielte den Ausgleich, nachdem Ismael Saibari Marokko früh in Führung gebracht hatte – 80.663 Zuschauer im MetLife Stadium sahen ein umkämpftes Spiel.
Ein Publikum von 80.663, darunter die brasilianischen Legenden Ronaldo, Kaká und Roberto Carlos sowie die VIPs Zinedine Zidane, Tom Brady, Travis Scott, Zohran Mamdani und New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul, erlebte, wie die Seleção in ihrem Auftakt der Gruppe G nicht über ein Unentschieden hinauskam. Der verletzte Star Neymar verfolgte das Spiel von der Bank aus.
Ancelottis Debüt
Carlo Ancelotti, zum ersten Mal als Nationaltrainer bei einer Weltmeisterschaft im Einsatz, stand vor einer Prüfung, vor der der Italiener am Tag zuvor gewarnt hatte.
Angst ist ein wichtiger Teil des Lebens … denn wenn du keine Angst hast und ein Löwe auftaucht, könntest du denken, es sei eine Katze.
Seine brasilianische Mannschaft begann schwunglos. Marokko, das zum dritten Mal an einem Turnier teilnimmt und von Mohammed Ouahbi trainiert wird, zeigte sich von Beginn an organisiert und aggressiv.
Marokko übernimmt früh die Kontrolle
Die Atlas Lions hatten die erste echte Chance durch El Aynaoui und gingen in der 21. Minute in Führung. Brahim Diaz schob einen Pass durch die brasilianische Abwehr, und Ismael Saibari lupfte den Ball über den herausstürmenden Alisson.
Vinicius‘ Antwort
Brasilien brauchte nur zehn Minuten, um zu reagieren. In seinem 50. Länderspiel nahm Vinicius Junior einen Pass von Bruno Guimaraes an der Strafraumgrenze an, tanzte einen Verteidiger aus und schoss flach an Bounu vorbei ins Tor. Ancelotti jubelte an der Seitenlinie. Noch vor der Halbzeit erzwang Paquetá mit einem Fallrückzieher eine Ecke, die der marokkanische Torwart abwehrte.
Ancelotti wechselte in der Pause die beiden verwarnten Spieler Roger Ibanez und Casemiro aus. Nach dem Wiederanpfiff wurde Brasilien gefährlicher, besonders über die Flügel, und die gelb gekleidete Mehrheit auf den Rängen feuerte die Mannschaft an, doch Bounu hielt bis zum Schlusspfiff stand.
Eine 24-jährige Bürde
Brasilien war mit der Last eines 24-jährigen Wartens auf den ersten WM-Titel seit 2002 ins Turnier gestartet. Der kürzlich im Alter von 86 Jahren verstorbene Hercules Brito, ein Verteidiger der legendären Mannschaft von 1970, wurde in den brasilianischen Medien als Mahnung an vergangene Glanzzeiten genannt, die die heutigen Fans eingelöst sehen wollen.


