Wahlen · São Paulo
Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien mit 51,7 zu 48,2 Prozent – WhatsApp-Kanal mobilisiert Millionen
Lula hat am Sonntag, 25. Oktober 2026, die Präsidentschaftsstichwahl in Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Stimmen Vorsprung gewonnen, nachdem er im ersten Wahlgang noch zurückgelegen hatte. Berichte schreiben „Lulas Armee“, einem von dem Abgeordneten André Janones betriebenen WhatsApp-Kanal, die Mobilisierung der Anhänger in den letzten Wochen zu.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, BBC, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Lula kam laut El País auf 51,7 Prozent der gültigen Stimmen gegenüber 48,2 Prozent für Flávio Bolsonaro, drei Wochen nachdem er den ersten Wahlgang mit 2,2 Millionen Stimmen Rückstand verloren hatte.
Die BBC gab „Lulas Armee“ 10,8 Millionen Follower, während El País schrieb, André Janones habe binnen drei Wochen fast 11 Millionen Brasilianer mobilisiert.
NetLab berichtet laut El País, Meta habe Lulas Instagram-Anzeigenkonto gesperrt und 33 bis 43 Prozent mehr berechnet, während LaSexta meldet, das TSE habe Meta zu gleicher Behandlung verpflichtet.
LaSexta berichtet, Flávio Bolsonaro verweigere weiterhin die Anerkennung des Ausgangs, während Hunderttausende Menschen auf den Straßen feierten.
Ein Comeback in der Stichwahl
Luiz Inácio Lula da Silva hat am Sonntag, 25. Oktober 2026, die Präsidentschaftsstichwahl in Brasilien gewonnen und kam auf 51,7 Prozent der gültigen Stimmen gegenüber 48,2 Prozent für Flávio Bolsonaro. El País beziffert seinen Vorsprung auf mehr als 4,4 Millionen Stimmen, drei Wochen nachdem er den ersten Wahlgang mit 2,2 Millionen Stimmen Rückstand verloren hatte. Laut El País war einem Kandidaten in Brasilien zuvor noch kein solches Comeback gelungen. Lula sprach zu seinen Anhängern von einer Bühne auf der Avenida Paulista in São Paulo, und LaSexta berichtete von Hunderttausenden Menschen, die auf den Straßen feierten. Flávio Bolsonaro hat das Ergebnis nicht anerkannt, so LaSexta.
- Lula da Silva
- 51.7 % der gültigen Stimmen
- Flávio Bolsonaro
- 48.2 % der gültigen Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Wie der WhatsApp-Kanal wuchs
Die Wende wird zum Teil „Lulas Armee“ zugeschrieben, einem WhatsApp-Kanal, den André Janones, Bundesabgeordneter für Minas Gerais und Anwalt, nach dem ersten Wahlgang einrichtete. Die BBC berichtete, der Kanal sei schnell auf 10,8 Millionen Follower gewachsen, während El País schrieb, Janones habe binnen drei Wochen fast 11 Millionen Brasilianer mobilisiert, und LaSexta und JN die Zahl mit über 10 Millionen angaben. Die Nachrichten enthielten fertige Vorlagen zum Teilen mit Freunden und Familie, und die Follower wurden aufgefordert, Videos zu verbreiten, Hashtags zu streuen und neue Wahlkampfclips in den Feeds nach oben zu treiben. El Confidencial berichtete von der Anweisung, zur selben Stunde ein Foto im Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft zu posten und mit den Fingern ein „L“ zu formen – ein Weg, die Algorithmen der Plattformen zu umgehen. Vor der Wahl veranstaltete Janones einen 24-stündigen Livestream, den die BBC den „Comeback-Livestream“ nannte und der selbst dann lief, als die Umfragen noch einen Sieg Bolsonaros zeigten. Auf der Bühne dankte Lula Janones und nannte ihn seinen „General“.
Meta und die Plattformen
Der Wahlkampf geriet auch mit Meta aneinander. El País berichtet unter Berufung auf eine Untersuchung der NGO NetLab, Meta habe während des Wahlkampfs das Instagram-Anzeigenkonto der Kampagne gesperrt und Lulas Kandidatur 33 bis 43 Prozent mehr berechnet. Laut El País führte Meta die Probleme auf technische Störungen zurück. LaSexta berichtete, Lulas Team habe das Unternehmen beschuldigt, seine Inhalte zum Schweigen zu bringen, und das Oberste Wahlgericht (TSE) habe festgestellt, dass Meta die Sichtbarkeit von Bolsonaros Inhalten begünstigt habe, und eine Gleichbehandlung angeordnet. El País zitiert zudem Untersuchungen von Ctrl+Z und Artigo 19 zum Influencer Nikolas Carreira, dessen Videos über 160 Millionen Aufrufe erreichten, bei 12- bis 17-mal weniger Followern als Beyoncé, Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Kim Kardashian. Derselbe Bericht besagt, das Profil von Flávio Bolsonaro habe bei 17,2 Prozent weniger Followern fast dreimal so viele Interaktionen pro Beitrag erzielt. JN berichtet, Janones' Kanal sei nach einer Beschwerde von Flávio Bolsonaros Kampagne wegen angeblicher Desinformation gesperrt worden, ein technischer Bericht habe jedoch keine Belege für die Vorwürfe gefunden, und die PT habe die unterschiedliche Behandlung gegenüber einem ähnlichen Kanal infrage gestellt.
Stil, Beleidigungen und eine Fan-Bewegung
Innerhalb der Arbeiterpartei befürchteten einige, Janones' kämpferischer Stil könne dem moderaten Image schaden, das Lula vermitteln wollte, so BBC und JN. Bei El Intermedio beschrieb Moderatorin Sandra Sabatés sein Vorgehen als Nachahmung der extremen Rechten und nannte vertikale Inhalte, alarmistische Schlagzeilen und einfache Sprache als Mittel. In der letzten Fernsehdebatte nannte Flávio Bolsonaro Lula „neun Finger“ – eine Beleidigung, die die extreme Rechte häufig verwendet. Lula entgegnete, er habe mit 17 bei Nachtarbeit einen Finger verloren, und Bolsonaro habe sich bei ihm live entschuldigt, so eldiario.es. Eine eigene Bewegung, „Gostosos com Lula“, verband Politik mit oberkörperfreien, durchtrainierten Anhängern unter dem Hashtag #GostososcomLula, angeführt von Israel Augusto, der laut El País fast 400.000 Instagram-Follower hat.
Wie es weitergeht
Lula sagte, er lerne bereits, mit Janones zu arbeiten, dem er zuschrieb, die Stimmung seiner Anhänger morgens, mittags und abends gehoben zu haben, so El País. Er bat die Wahlkampfarmee, sich nicht aufzulösen. Flávio Bolsonaros Weigerung, das Ergebnis anzuerkennen, bestand noch, als LaSexta über den Ausgang berichtete.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSBrasilien und die Besitzer des AlgorithmusBrasil y los dueños del algoritmo · Original auf Spanisch
- BBCWie hat ein WhatsApp-Kanal die Wahlen in Brasilien geprägt?Bir WhatsApp kanalı, Brezilya'da seçimlere nasıl damga vurdu? · Original auf Türkisch
- EL PAÍSAndré Janones, der WhatsApp-General, der die Wahl für Lula drehteAndré Janones, el general de WhatsApp que le dio la vuelta a la elección de Lula · Original auf Spanisch
- EL PAÍSVerlangen fesselt mehr als Falschmeldungen: wie oberkörperfreie „gostosos“ zu Lulas Sieg in Brasilien beitrugenEl deseo engancha más que el bulo": cómo los 'gostosos' sin camiseta contribuyeron a la victoria de Lula en Brasil · Original auf Spanisch
- Luiz Inácio Lula da Silva
- Brasilianischer Präsident, der die Stichwahl 2026 gegen Flávio Bolsonaro gewann
- Flávio Bolsonaro
- Lulas Gegner in der Stichwahl, der das Ergebnis nicht anerkannt hat
- André Janones
- Bundesabgeordneter für Minas Gerais, der den WhatsApp-Kanal „Lulas Armee“ betrieb
- Jair Bolsonaro
- Ehemaliger brasilianischer Präsident, Vater von Flávio Bolsonaro
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen