
Brandstifter von Thessaloniki, der in vier Tagen sechs Brände legte, in Untersuchungshaft genommen
Ein 59-jähriger Mann, der gestand, zwischen dem 8. und 11. August sechs Brände in Sindos, Thessaloniki, gelegt zu haben, wurde am Freitag nach seiner Aussage vor einem Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft genommen.
Die Brände
Ein 59-jähriger Mann gestand, zwischen dem 8. und 11. August 2026 sechs Brände in landwirtschaftlichen Gebieten von Sindos, einem westlichen Vorort von Thessaloniki, gelegt zu haben. Die Brände zielten auf trockenes Gras, Schilf und Ackerland entlang der Pontou-Straße und angrenzender Gebiete ab. Überwachungskameraaufnahmen, die von Ermittlern beschafft wurden, zeigen, wie der Mann sein blaues Auto parkt, aussteigt, sich bückt, um trockene Vegetation mit Papiertüchern, die er als Zündmaterial mitgebracht hatte, zu entzünden, und dann wegfährt, während hinter ihm Rauch aufsteigt. Er wiederholte dieses Muster an mehreren Orten über diese Tage hinweg, bewegte sich von Ort zu Ort mit dem Auto. Bevor er jede Szene verließ, wartete er, bis sich das Feuer ausgebreitet hatte, und fuhr dann weg, um den Vorgang anderswo zu wiederholen.
Festnahme und Anklage
Der Verdächtige wurde am Mittwoch, den 12. August, festgenommen, nachdem Brandermittler ihn anhand der Videoaufnahmen identifiziert hatten. Ihm wurde vorsätzliche Brandstiftung im schweren Fall, mehrfach begangen, zur Last gelegt. Während seiner Anhörung vor der Untersuchungshaft am Freitag, den 14. August, sagte er etwa eine Stunde lang vor der 2. ordentlichen Ermittlerin von Thessaloniki aus. Er erschien ohne Anwalt, und es wurde ihm einer von der Staatsanwaltschaft bestellt. Nach der Anhörung einigten sich Ermittlerin und Staatsanwalt darauf, seine Untersuchungshaft anzuordnen, und er wurde ins Gefängnis gebracht.
Die Erklärung des Verdächtigen
Während seiner Aussage wiederholte der Mann seine Behauptung, dass er die Brände aus Arbeitsdruck gelegt habe, und führte seine Taten auf „Dummheit“ zurück. Er bat um Vergebung. In einem Fall, sagte er, habe er zwei Gläser Retsina-Wein getrunken und sei sich nicht vollständig bewusst gewesen, was er tat. Laut Mega TV sagte er dem Staatsanwalt:
Ich wollte mich von der Arbeit erholen. Gestern habe ich mich von der Arbeit freinehmen lassen und bin früher gegangen. Als ich nachmittags aufwachte, trank ich zwei Gläser Retsina. Als ich mit dem Trinken fertig war, nahm ich mein Auto, um eine Spritztour zu machen. Ich nahm mehrere Papiertücher mit, um Feuer zu legen. Aus Dummheit habe ich die Brände gelegt. Ich habe die Müdigkeit von der Arbeit abgebaut. Ich hatte keinen besonderen Grund, sie zu verursachen, und ich wollte mich an niemandem rächen.
Als die Ermittlerin fragte, wie es möglich sei, sechs Brände wegen Arbeitsdrucks und „Dummheit“ zu legen, gab der Mann keine Antwort und schüttelte nur den Kopf.
Auswirkungen und laufende Ermittlungen
Die Brände lösten erhebliche Notfallmaßnahmen aus. In einem Fall forderte die Feuerwehr die Unterbrechung des Schienenverkehrs auf der Strecke Thessaloniki-Athen, die durch Sindos führt, und stoppte Züge auf einer der wichtigsten Eisenbahnstrecken Griechenlands. Am Sonntag, den 9. August, wurde ein Hubschrauber für einen der Brände eingesetzt. Die Behörden untersuchen auch, ob der Mann mit anderen Brandstiftungen in der weiteren Umgebung in Verbindung steht, die bis Mai 2026 zurückreichen. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass seine Vorgehensweise fünf weiteren Brandstiftungen in der Region sehr ähnelt, die nun von der Ermittlungseinheit der Feuerwehr geprüft werden.
- Brände beginnen in Sindos, Thessaloniki
- Hubschrauber für einen Sonntagsbrand eingesetzt
- Sechster und letzter Brand gelegt
- Verdächtiger am Mittwoch nach Videoidentifizierung festgenommen
- Verdächtiger sagt eine Stunde aus, Untersuchungshaft angeordnet


