Feuerwehr bekämpft hartnäckigen Waldbrand auf ehemaligem Kohletagebau bei Meuselwitz – Kohlereste entzünden Flammen immer wieder neu
Ein Waldbrand auf einem ehemaligen Kohleabbaugebiet bei Meuselwitz in Thüringen bleibt unter Kontrolle, fordert die Feuerwehr aber weiter heraus, da unterirdische Kohlereste die Flammen immer wieder neu entfachen.
Brandverlauf
Am Samstagnachmittag entzündete sich auf einem ehemaligen Tagebaugelände bei Meuselwitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land, nahe der Landesgrenzen zu Sachsen-Anhalt und Sachsen, ein Waldbrand. Bis Montag hatte sich das Feuer von zunächst sechs auf acht Hektar ausgebreitet, wie die Kreisbehörde mitteilte. Die Behörden betonten, der Brand bleibe unter Kontrolle, auch wenn er sich ausdehne. Am frühen Dienstag waren die Einsatzkräfte noch vor Ort, ein baldiges Ende des Einsatzes war nicht absehbar.
Herausforderungen bei der Brandbekämpfung
Rund 80 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen im Schichtsystem, um sich gegenseitig abzulösen. Unterstützung kommt aus benachbarten Landkreisen. Das Gelände, das durch den historischen Bergbau gezeichnet ist, ist für Löschfahrzeuge schwer zugänglich. Erschwerend kommt hinzu, dass im Boden verbliebene Kohlereste immer wieder neue Glutnester entstehen lassen.
Das Feuer ist schwer zu löschen, weil die noch im Boden befindlichen Kohlereste immer wieder neue Flammen entfachen.
Rauch und Auswirkungen auf die Bevölkerung
Die Rauchentwicklung war unterschiedlich stark. Zeitweise war die Rauchfahne so stark, dass sie bis nach Leipzig zog. Leichter Regen am Montagmorgen reduzierte den Rauch vorübergehend, die Warnung für die Anwohner bleibt jedoch bestehen. Anwohnern wird empfohlen, Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszuschalten. Die Polizei hat Straßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet, um die Sicherheit im Brandbereich zu gewährleisten.
Ermittlungen
Die genaue Brandursache ist noch unklar. Erste Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass Bäume in der Nähe einer Hochspannungsleitung entlang einer Trasse Feuer gefangen haben. Die Behörden ermitteln weiter.


