
Brand an Metzer Mittelschule zerstört Fahrzeuge und Sanitärblock – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Ein Brand in der Nacht zum Freitag am Collège François-Rabelais in Metz hat mindestens zwei Fahrzeuge von Bediensteten, einen Innenhofunterstand und den einzigen Sanitärblock der Schule zerstört; die Ermittlungen wegen Brandstiftung wurden aufgenommen.
Ausbruch des Feuers
Am Abend des Freitag, 2. Oktober 2026, brach kurz vor 22:30 Uhr ein Feuer am Collège François-Rabelais in Metz aus. Die Flammen entstanden in geparkten Mitarbeiterfahrzeugen nahe des Schulkomplexes und breiteten sich in Richtung der Schulgebäude aus. Die Fahrzeuge gehörten Beschäftigten der Schule und standen in dem Bereich neben dem überdachten Unterstand, als das Feuer ausbrach. Mindestens zwei Fahrzeuge, die unter oder neben dem überdachten Innenhofunterstand geparkt waren, brannten bei dem Vorfall aus. Polizeiquellen berichteten, dass mehrere nicht identifizierte Personen gesehen wurden, die das Schulgelände etwa zur Zeit des Brandausbruchs verließen. Die Rettungskräfte entsandten rund zehn Löschfahrzeuge an den Einsatzort, um ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude zu verhindern. Die Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und löschte es vor Mitternacht; die Rettungskräfte meldeten keine Todesopfer oder Verletzten.
- Feuer entzündet sich in geparkten Mitarbeiterfahrzeugen nahe dem Collège François-Rabelais und breitet sich auf den überdachten Innenhofunterstand aus.
- Die Feuerwehr entsendet rund zehn Einsatzfahrzeuge und löscht das Feuer ohne Verletzte.
- Der Metzer Staatsanwalt David Touvet eröffnet eine Untersuchung wegen Zerstörung durch gefährliche Mittel; die Polizei meldet keine Festnahmen.
Sachschäden und Auswirkungen auf das Gebäude
Die Sachschäden am Collège François-Rabelais blieben auf die Außenanlagen konzentriert, das Hauptunterrichtsgebäude blieb intakt. Das Schuleingangstor wurde beschädigt, ebenso mehrere Außenmauern, die durch Hitze und Rauch in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Feuer zerstörte den überdachten Innenhofunterstand vollständig und brannte den einzigen Sanitärblock der Schule nieder. Der Metzer Bürgermeister François Grosdidier stellte gegenüber BFMTV klar, dass die zentralen Unterrichtseinrichtungen keinen direkten Schaden erlitten. Grosdidier wies jedoch darauf hin, dass der Verlust des einzigen Sanitärblocks der Einrichtung erhebliche logistische Probleme schaffe, und betonte, dass die Zerstörung die Schule zu einer längeren Schließung zwingen werde. Da der Einrichtung keine alternativen Sanitäranlagen für Schülerinnen, Schüler und Personal zur Verfügung stehen, kann der reguläre Schulbetrieb erst nach Reparaturen wieder aufgenommen werden.
Ermittlungen wegen Brandstiftung und Reaktion der Strafverfolgungsbehörden
Am Samstagmorgen gab der Metzer Staatsanwalt David Touvet bekannt, dass die Behörden ein Verfahren wegen Zerstörung durch gefährliche Mittel im Wege der Flagranzuntersuchung eingeleitet haben. Touvet bestätigte die Ermittlungen am Samstag gegenüber AFP, während die Ermittler weiterhin Zeugenaussagen zu Personen auswerten, die vom Tatort geflohen sein sollen. Forensikspezialisten und lokale Polizeieinheiten begannen, den verkohlten Parkbereich und die Grundstücksmauern zu untersuchen, um den zeitlichen Ablauf zu rekonstruieren und die genaue Brandursache zu bestimmen. Polizeiquellen bestätigten, dass die Ermittler bis Samstag keine Festnahmen im Zusammenhang mit dem Feuer vorgenommen hatten. Agathe Foucault, Polizeikommissarin und Sprecherin der französischen Nationalpolizei, erläuterte den Verfahrensschwerpunkt.
Die Ermittlungen werden die genauen Umstände klären.
Lokale Reaktionen und Kontext der Schulproteste
Die Stadtspitze forderte die Ermittler auf, dem Fall Priorität einzuräumen, und verlangte harte Strafen, sobald die Verantwortlichen gefasst sind. Bürgermeister Grosdidier forderte entschlossene Maßnahmen gegen die Täter.
Ich hoffe auf eine sehr entschiedene Reaktion der Justiz und der Polizeiermittlungen, um die Täter zu identifizieren.
Der Vorfall in Metz fiel mit einer Woche von Schülerprotesten und Schulblockaden an Gymnasien in ganz Frankreich zusammen. Polizeiquellen erklärten, die Ermittler hätten keine operative oder organisatorische Verbindung zwischen dem Brand an der Mittelschule und der breiteren Gymnasialblockadebewegung festgestellt.

