Wirtschaft · Lissabon

BPI-Gewinn sinkt um 7 % auf 363 Millionen Euro, Kreditvolumen wächst um 9 %

Die portugiesische Bank BPI hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 einen Gewinn von 363 Millionen Euro erzielt, 7 % weniger als im Vorjahr, obwohl das Kreditvolumen zulegte. CEO João Pedro Oliveira e Costa fordert industrialisiertes Bauen, um die Wohnungsnot zu bekämpfen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Notícias ao Minuto, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Gewinnrückgang wegen Sondereffekten

Die Banco BPI meldet für die ersten neun Monate des Jahres 2026 einen Nettogewinn von 363 Millionen Euro, 7 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, was 26 Millionen Euro weniger entspricht. Den Großteil des Rückgangs führt die Bank auf zwei nicht wiederkehrende Effekte zurück. Im Vergleichszeitraum 2025 hatte sie einen Ertrag von 18 Millionen Euro aus der Auflösung von Beiträgen zur Solidaritätszusatzabgabe für den Bankensektor verbucht, die in früheren Jahren gezahlt worden waren. Im Juni 2026 wirkte sich eine buchhalterische Neuklassifizierung ihrer Beteiligung an der BCI in Mosambik mit 35 Millionen Euro negativ aus.

Das Geschäft in Portugal trug 344 Millionen Euro bei, 5 % weniger als ein Jahr zuvor. Ohne die Sondereffekte, so die Bank, blieb der laufende Gewinn in Portugal stabil, und die Rendite auf das laufende materielle Eigenkapital erreichte dort in den vergangenen zwölf Monaten 14,9 %. Die Beteiligungen an der BFA (Angola) und der BCI trugen zusammen 20 Millionen Euro bei, einschließlich der Belastung aus der Neuklassifizierung.

Kredite wachsen, Gewinn sinkt

Das gesamte Kreditvolumen stieg im Jahresvergleich um 9 %, ein Plus von 3,1 Milliarden Euro. Die Wohnungsbaukredite wuchsen um 12 %, wobei die Berichte unterschiedliche Summen nennen: einmal 18,6 Milliarden Euro, einmal 20,1 Milliarden Euro für Wohnungsbaukredite. Die Kredite an Unternehmen stiegen um 10 % auf 13,3 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen und -anlagen wuchsen um 7 %, ein Plus von 3 Milliarden Euro, angeführt von Investmentfonds und Kapitalisierungsversicherungen, die um 17 % zulegten.

Wachstum im Jahresvergleich nach Geschäftsbereich, erste neun Monate 2026%
Gesamtes Kreditvolumen
9 %
Wohnungsbaukredite
12 %
Unternehmenskredite
10 %
Kundeneinlagen und -anlagen
7 %
Investmentfonds und Kapitalisierungsversicherungen
17 %

Daten aus dem Artikeltext

Der Zinsüberschuss erreichte 665 Millionen Euro, ein Plus von 1 %, was die Bank mit höheren Marktzinsen im dritten Quartal begründete. Die Provisionen stiegen um 8 %, und der CEO sagte, dies spiegele das Geschäftswachstum wider und nicht höhere Gebühren. Die Kosten stiegen um 5 % auf 404 Millionen Euro, vor allem wegen höherer Personalkosten, und die Cost-Income-Ratio lag bei 43 %. Ende September betrug die CET1-Quote 13,8 % und die Gesamtkapitalquote 17,1 %.

Staatsgarantie und Jugend-Wohnungskredite

Die Bank hat 324 Millionen Euro ihrer Mittel aus der Staatsgarantie für junge Käufer einer ersten Wohnung eingesetzt. Zu Obergrenze gibt es unterschiedliche Angaben: Ein Bericht nennt eine Zuteilung von 550 Millionen Euro, während RTP von einer Obergrenze von 500 Millionen Euro spricht. Verwaltungsrat Francisco Matos sagte, die genehmigte Obergrenze sei mit 324 Millionen Euro faktisch ausgeschöpft, die Geschäfte seien abgeschlossen. Oliveira e Costa sagte, wenn es mehr Aufnahmekapazität gebe, werde BPI das Programm weiter nutzen. Im Rahmen der Staatsgarantie unterzeichnete die Bank 9.700 Wohnungsbauverträge für junge Menschen im Wert von 2,1 Milliarden Euro.

Forderung an die Wohnungspolitik

Oliveira e Costa nannte die Wohnungskrise dringlich und sagte, Portugal brauche 50.000 neue Wohnungen pro Jahr. Er argumentierte, eine Industrialisierung des Bauens würde das Bauen billiger und schneller machen, und mehrere portugiesische Unternehmen seien groß genug dafür. Er forderte gemeinsames Handeln von Oppositionsparteien, Regierung, Kommunen und Privatwirtschaft und sagte, die Regierung solle die wichtigsten Akteure zusammenrufen, um einen kurzfristigen Plan aufzustellen. Die Sanierung als Weg zum Ziel lehnte er ab.

„Wohnen muss ein nationales Ziel und eine der obersten Prioritäten des Landes sein.“

João Pedro Oliveira e Costa

„Bauen ist etwas ganz anderes als sanieren.“

João Pedro Oliveira e Costa

Personal und Ausbildung

Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 4.650, 220 mehr als ein Jahr zuvor. In den ersten neun Monaten stellte die Bank 227 junge Menschen ein, und der Anteil der jüngsten Altersgruppen an der Belegschaft stieg zwischen Dezember 2021 und September 2026 von 6 % auf 17 %. Zwischen 2022 und 2026 stellte sie 825 junge Menschen ein. PÚBLICO berichtete, die Bank betrachte höhere Personalkosten als Weg, ihre Belegschaft mit Blick auf anstehende Ruhestände zu erneuern, und vermeide dabei Vorruhestandsprogramme. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine Schulung zu künstlicher Intelligenz mit Escola 24. Das Freiwilligenprogramm umfasste bis September 257 Initiativen und erreichte mehr als 22.000 Menschen.

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