
Interpol setzt ukrainische Frau auf rote Liste – Verdacht auf Bombenanschlag auf Oligarchen Vadim Ermolaev in Monaco
Die 39-jährige Anastasia Berezovska wird wegen versuchten Mordes gesucht. Sie soll einen ferngesteuerten Sprengsatz am Haus des ukrainischen Geschäftsmanns Vadim Ermolaev platziert haben. Sie floh durch Frankreich und Italien und könnte die Schweiz erreicht haben.
Der Anschlag
Am Montagabend explodierte eine Bombe auf der Treppe eines Wohnhauses in Monaco, als der ukrainische Oligarch Vadim Ermolaev und zwei Familienmitglieder vom Abendessen zurückkehrten. Der Vize-Staatsanwalt von Monaco, Morgan Raymonod, sagte Reportern, die Verdächtige habe auf einer Bank an der Place des Moulins gewartet, dann den Sprengsatz aus ihrer Tasche auf die Eingangsstufen gelegt. Sie habe ihn per Fernzündung detoniert, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass die Opfer auf der Treppe waren.
Als sie die Opfer sah, stand sie auf und legte einen aus ihrer Tasche genommenen Sprengsatz auf die Eingangsstufen des Wohnhauses, auf das sie zusteuerten. Sie drehte sich dann um, um sicherzustellen, dass die drei Opfer auf der Treppe waren, und zündete die Bombe mit einer Fernbedienung.
Die Verdächtige
Die Ermittler beschrieben die Angreiferin zunächst als einen Mann in einer schwarzen Jacke und einer dunklen Bob-Mütze, doch ein Zeuge in der Nähe von Ermolaevs Haus führte sie zur Identifizierung einer Frau. Bei der Verdächtigen handelt es sich um Anastasia Berezovska, eine 39-jährige ukrainische Staatsangehörige, die den Behörden wegen Verbindungen zur organisierten Kriminalität bekannt ist. Sie lebt in Frankfurt am Main, war aber bei Eintreffen der Polizei nicht unter ihrer gemeldeten Adresse anzutreffen. Interpol veröffentlichte zwei Fotos einer dunkelhaarigen Frau mit einem möglichen Schlangentattoo am rechten Oberarm; ihre gesprochene Sprache ist Deutsch.
Die Fakten deuten darauf hin, dass die Verdächtige nicht allein gehandelt hat.
Die Fluchtroute
Aufnahmen von öffentlichen und privaten Kameras im Fürstentum ermöglichten es den monegassischen und französischen Ermittlern, ihre Bewegungen zu rekonstruieren. Nach der Explosion ging sie nach Beausoleil, direkt hinter der französischen Grenze, wo sie einen in Deutschland zugelassenen Mietwagen mit deutschen Kennzeichen abholte. Sie fuhr dann Richtung Menton und noch am selben Tag über Ventimiglia nach Italien. Informierten Kreisen zufolge setzte sie ihre Flucht direkt in die Schweiz fort.
- Bombe explodiert vor Vadim Ermolaevs Wohnsitz in Monaco; Verdächtige flieht zu Fuß nach Frankreich.
- Ermittler identifizieren die Verdächtige als Ukrainerin; Medien berichten, sie sei in einem europäischen Land außerhalb Monacos und Frankreichs geortet worden.
- Interpol setzt Anastasia Berezovska auf die rote Liste; Staatsanwalt von Monaco hält Pressekonferenz zu Angriff und Fluchtroute.
Internationale Fahndung
Spät am 2. Juli gab die Staatsanwaltschaft von Monaco die Identifizierung der Verdächtigen bekannt. Am Morgen des 3. Juli setzte Interpol sie auf die rote Liste zur Festnahme wegen versuchten Mordes, Anbringen eines Sprengsatzes auf einer öffentlichen Straße mit verbrecherischer Absicht sowie krimineller Vereinigung. Die Fahndung läuft weltweit, die polizeiliche Zusammenarbeit wurde auf Ersuchen der monegassischen Justizbehörden aktiviert. Französische Medien berichteten, die Frau sei in einem anderen europäischen Land als Monaco oder Frankreich geortet worden, und späteren Berichten zufolge wurde sie in Deutschland gesichtet.
Sie ist eine Person, die sich als Mann verkleiden kann.


