
Bombendrohung zwingt griechische Fähre Blue Star 2 zur Umleitung nach Lavrio, 1.050 Personen evakuiert, Durchsuchung läuft
Eine Bombendrohung gegen die Passagierfähre Blue Star 2 zwang das Schiff am Freitagabend zur Umleitung nach Lavrio, wo alle 1.050 Passagiere und Besatzungsmitglieder evakuiert wurden, während Sprengstoffexperten und ein Spürhund das Schiff durchsuchten.
Die Bedrohung
Der Vorfall begann, als die Fähre Blue Star 2, betrieben von einem nicht genannten Unternehmen, auf ihrer planmäßigen Route von Piräus zu den Dodekanes-Inseln Syros, Patmos, Leros, Kalymnos, Kos und Rhodos unterwegs war. Das Schiff war mit 40-minütiger Verspätung von Piräus abgefahren und hatte 952 Passagiere und 98 Besatzungsmitglieder an Bord.
Kurz vor 20:00 Uhr am Freitag erhielten die Behörden eine Warnung vor einem Sprengsatz an Bord. Nach Angaben der Griechischen Küstenwache ging die Warnung von einem Anruf bei der Polizeistation in Ioannina aus. Die genaue Identität des Anrufers ist weiterhin unbekannt, und die Ermittler prüfen alle Möglichkeiten.
Die Fähre wurde sofort angewiesen, den Hafen von Lavrio südöstlich von Athen anzulaufen, wo bereits eine groß angelegte Sicherheitsoperation eingeleitet worden war.
Evakuierung und Hafensperrung
Nachdem die Blue Star 2 angelegt hatte, wurde der Hafen von Lavrio von starken Kräften der Küstenwache abgeriegelt. Niemand durfte den Pier betreten oder verlassen. Einheiten der Feuerwehr und Krankenwagen des Nationalen Notdienstes standen vorsorglich bereit. Alle 1.050 Menschen an Bord – Passagiere und Besatzung – wurden evakuiert, bevor die Durchsuchung begann.
Hunderte Passagiere, darunter viele Kleinkinder und Haustiere, versammelten sich mit ihrem Gepäck auf dem Pier und warteten in Ungewissheit. Einige Reisende sagten Reportern, sie fürchteten, dass die gründliche Inspektion bis zum Morgen dauern könnte.
Suchaktion
Ein spezialisiertes Sprengstoffentschärfungsteam der Griechischen Küstenwache (LS-EL.AKT) durchsucht gemeinsam mit einem ausgebildeten Sprengstoffspürhund akribisch alle Bereiche des Schiffes. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung gab es keine öffentlichen Informationen über die Funde, und die Behörden prüfen weiterhin die Glaubwürdigkeit der Drohung.

