
Bolojan trifft EU-Gesandte – Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer bestimmen Sicherheitsgespräche
Rumäniens Ministerpräsident Ilie Bolojan hat am 14. Oktober in Bukarest EU-Botschafter getroffen, um über die Wirtschaft, Energiesicherheit und Bedrohungen für die Schifffahrt im Schwarzen Meer zu sprechen.
Treffen mit EU-Botschaftern
Rumäniens Ministerpräsident Ilie Bolojan hat am Mittwoch, dem 14. Oktober, in Bukarest Botschafter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie den Vertreter der Europäischen Kommission getroffen. Nach Angaben eines Regierungskommuniqués waren Gegenstand der Gespräche die wirtschaftliche Lage Rumäniens, die Energiesicherheit und Bedrohungen in der Schwarzmeerregion. Bolojan dankte den Gesandten für ihre Zusammenarbeit und die konstante Unterstützung der Regierung. Zudem gratulierte er der irischen Ratspräsidentschaft der EU zu ihrer bisherigen Arbeit und wünschte ihr Erfolg für den Rest ihrer Amtszeit. Mit Blick auf den Platz des Landes im Bündnis sagte er:
Die Mitgliedschaft Rumäniens in der Europäischen Union ist eine der wichtigsten Errungenschaften der vergangenen 35 Jahre.
Haushalt und Energie
Bolojan stellte die Maßnahmen vor, die die Regierung beschlossen hat, um den Haushalt auszugleichen und strukturelle Schwächen der Wirtschaft zu beheben. Er betonte, dass diese Maßnahmen angesichts des komplizierten internationalen Umfelds fortgesetzt werden müssten. Außerdem hob er die Energiesicherheit und bezahlbare Preise für die Bevölkerung hervor. Dem Kommuniqué zufolge zielen die Maßnahmen darauf ab, die rumänische Wirtschaft zu stärken und das Vertrauen der Unternehmen zu erhöhen.
Sicherheit im Schwarzen Meer
Die Regierung bezeichnet die Sicherheitslage in der Schwarzmeerregion als sich stetig verschlechternd. Bolojan signalisierte die Bereitschaft Rumäniens, enger mit Bulgarien und der Türkei zusammenzuarbeiten, um die sichere Schifffahrt in der Region zu gewährleisten. Gegenstand der Gespräche waren auch hybride Bedrohungen und Desinformationskampagnen. Sie fanden vor dem Hintergrund von Angriffen auf Handelsschiffe in den ausschließlichen Wirtschaftszonen Rumäniens und Bulgariens statt.
Angriffe auf Handelsschiffe
Am 5. Oktober sank das Handelsschiff Royad Mammadov nahe der rumänischen Küste nach einem Brand, den ukrainische Behörden einem russischen Drohnenangriff zuschrieben. Zwei Besatzungsmitglieder starben, elf weitere wurden gerettet. Am 6. und 13. Oktober trafen Drohnen vier weitere Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste, zwei davon sanken. Das Schicksal der Besatzung der Royad Mammadov ist unten dargestellt.
- Getötet
- 2 Personen
- Gerettet
- 11 Personen

