Sicherheit · Barcelona, Murcia und Picanya

Spanische Polizei nimmt mutmaßlichen Blocus-Gründer fest, während Aufrufe zu Krawallen abebben

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Gründer der Bewegung Blocus sowie zwei Mädchen im Alter von 14 und 17 Jahren festgenommen, die verdächtigt werden, Gruppen zur Koordinierung von Plünderungen betrieben zu haben. Ein massiver Kräfteeinsatz am Wochenende verhinderte, dass neue Aufrufe zu Ausschreitungen Fuß fassten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, eldiario.es, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Barcelona, Murcia, Picanya · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Plünderungen und Ausschreitungen in Barcelona, anschließend 128 bis 130 Festnahmen je nach Quelle
  2. 30.10.Die Guardia Civil nimmt den mutmaßlichen Gründer von Blocus in Picanya (Valencia) fest; ein Richter ordnet Untersuchungshaft an
  3. 31.10.Einsatz am Halloween-Wochenende; mehr als 2.000 Jugendliche am Abend und in der Nacht überprüft
  4. 2.11.Die für Murcia aufgerufene Blocus-Versammlung findet nicht statt; bislang keine Zwischenfälle gemeldet

Organisatoren in ganz Spanien festgenommen

Die spanische Polizei hat Personen festgenommen, denen vorgeworfen wird, Blocus koordiniert zu haben – eine Social-Media-Bewegung, die über TikTok-Videos, Plakate mit QR-Codes sowie Gruppen in WhatsApp, Telegram oder Signal Aufrufe zu Ausschreitungen verbreitete. Zwischen Freitag, 30. Oktober, und Sonntag, 1. November, wurden in ganz Spanien zehn Menschen als mutmaßliche Koordinatoren festgenommen: drei in der Region Valencia, drei in Katalonien, zwei auf Teneriffa, einer in Andalusien und einer im Baskenland. Der Mann, der als Gründer und treibende Kraft der Bewegung gilt, wurde am Freitag, 30. Oktober, von der Guardia Civil in Picanya in der Provinz Valencia festgenommen; ein Richter ordnete Untersuchungshaft an. Zwei weitere Erwachsene, die in Barcelona als mutmaßliche Koordinatoren der Ausschreitungen in der katalanischen Hauptstadt festgenommen wurden, befinden sich ebenfalls in Haft. Nach Angaben des Obersten Gerichtshofs von Katalonien (TSJC) wird gegen einen von ihnen wegen Landfriedensbruchs und Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Festgenommene mutmaßliche Blocus-Koordinatoren nach Region, 30. Oktober bis 1. NovemberPersonen
Region Valencia
3 Personen
Katalonien
3 Personen
Teneriffa
2 Personen
Andalusien
1 Personen
Baskenland
1 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Zwei Mädchen unter den Verdächtigen

Beamte der Mossos d'Esquadra und der Policia Nacional nahmen zwei Mädchen im Alter von 14 und 17 Jahren in den Gebieten Maresme und Bages fest, die Dutzende Kilometer voneinander entfernt liegen. Die Polizei erklärte, das Duo habe mehrere Messaging-Gruppen verwaltet, die eingerichtet worden waren, um Teilnehmer an den Plünderungen und Ausschreitungen in Barcelona am 24. Oktober zu koordinieren. Der Zugang zu diesen Gruppen sei über TikTok-Plakate mit einem QR-Code beworben worden, der zu WhatsApp-Kanälen führte. Die Polizei schreibt beiden Mädchen eine „aktive Beteiligung“ an der Steuerung der Gruppen zu. Der Fall wird von der Jugendabteilung der Staatsanwaltschaft Barcelona koordiniert, weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen. El Mundo bezifferte die Zahl der nach den Ausschreitungen in Barcelona Festgenommenen auf 128, darunter 72 Minderjährige, während eine Kolumne in La Vanguardia 130 Festgenommene nannte, davon 74 Minderjährige.

Massive Präsenz über Halloween

Die Polizei war am Halloween-Wochenende massiv im Einsatz, La Razon meldete fast 3.000 Beamte in Barcelona, Madrid, Valencia und Bilbao. In Madrid hatte die Stadtverwaltung für das Fest einen Einsatz von 1.700 Stadtpolizisten geplant, während die Nationalpolizei ihre Streifen auf der Gran Via und am Callao verstärkte. Viele Geschäfte schlossen früher als üblich, mehrere Lokale verhängten ihre Schaufenster, um Diebstahl und Beschädigungen zu verhindern. La Vanguardia berichtete, dass am Halloween-Abend, in der Nacht und am frühen Morgen mehr als 2.000 Jugendliche überprüft wurden und dass der Abend ohne Zwischenfälle endete. Einigen der überprüften Minderjährigen wurden Sturmhauben abgenommen, manche waren erst zwölf Jahre alt; die Polizei brachte sie als Schutzmaßnahme, die mit der Staatsanwaltschaft abgestimmt war, auf Wachen, wo sie auf ihre Eltern warteten.

Versammlung in Murcia kommt nicht zustande

In Murcia hatte Blocus Anhänger für 17.30 Uhr auf einen zentralen Platz aufgerufen, der lokal als La Redonda bekannt ist. Laut El Mundo standen bereits um 16.34 Uhr Polizeifahrzeuge an der Plaza Circular, und die Regierungsdelegation erklärte, es seien „bislang“ keine Zwischenfälle registriert worden. Der Regierungsdelegierte in der Region, Francisco Lucas, leitete am Morgen eine lokale Sicherheitskonferenz und sagte, der Einsatz habe den Aufruf abgeschreckt. Er kündigte an, die Überwachung werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt, und die Sicherheitskräfte beobachteten die sozialen Medien dauerhaft auf Bedrohungen. Lucas versprach zudem, in der Stadt für Ordnung zu sorgen.

„Wir werden nicht zulassen, dass jemand die öffentliche Ordnung und die Sicherheit unserer Bürger stört oder gefährdet.“

Francisco Lucas

Mossos: Die Aufrufe sind gekappt

Ramon Chacon, stellvertretender Exekutivdirektor der Mossos d'Esquadra, sagte, die Aufrufe seien „an der Wurzel“ gekappt worden und lägen nun „praktisch bei null“. In einem Interview mit der RTVE-Sendung Cafe d'idees sagte er:

„Wir haben das unter Kontrolle, und wir werden nicht dulden, dass so etwas erneut passiert.“

Ramon Chacon

Chacon sagte, die meisten Minderjährigen, die mit den Ausschreitungen in Verbindung gebracht würden, seien nicht vorbestraft, was er bemerkenswert finde, und verwies auf einen „Spiegeleffekt“ der französischen Proteste, auf Algorithmen und eine übermäßige Medienpräsenz. Albert Batlle, stellvertretender Bürgermeister von Barcelona für Sicherheit, sagte, die Überwachung werde in den kommenden Tagen ausgeweitet und es werde keine Straflosigkeit für die Beteiligten geben. Auf Telegram und Signal wurden die Kanäle am 1. November still, und laut Quellen von La Vanguardia gab es keine neuen Aufrufe, sodass nur ältere Plakate im Umlauf blieben. Chacon sagte zudem, während des Generalstreiks seien Ausschreitungen wahrscheinlich.

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