Regierung · London und Edinburgh

Polizei nimmt 48 Menschen bei Londoner Protest für die verbotene Gruppe Palestine Action fest

Die Polizei in London hat nach eigenen Angaben am Samstag, 31. Oktober, bei einem Protest vor der US-Botschaft in Nine Elms 48 Menschen festgenommen. Defend Our Juries zufolge wurden seit dem Verbot der Gruppe mehr als 3.900 Menschen festgenommen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Jornal Expresso, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, Edinburgh · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Juni 2026Der Court of Appeal bestätigt das Verbot von Palestine Action
  2. 31.10.Auflösungsverfügung nach Section 35 tritt in Teilen der Londoner Innenstadt in Kraft
  3. 31.10.Die Polizei beginnt mit Festnahmen von Demonstranten vor der US-Botschaft
  4. 4.11.Die Anhörung zum Verbot vor dem Supreme Court soll beginnen, angesetzt für den 4. und 5. November

Festnahmen vor der US-Botschaft

Die Polizei nahm am Samstagnachmittag, 31. Oktober, bei einer Demonstration zur Unterstützung von Palestine Action vor der US-Botschaft in Nine Elms im Südwesten Londons Menschen fest. Die Beamten hatten im Vorfeld gewarnt, dass sich jeder, der an einer Demonstration zur Unterstützung der Gruppe teilnehme, einer Festnahme aussetze; sie beriefen sich dabei auf einen Straftatbestand nach dem Terrorism Act. Die Metropolitan Police erklärte auf X, sie habe bis zum frühen Nachmittag 48 Menschen festgenommen, weitere Festnahmen liefen noch. Der Guardian zählte mehr als 100 Demonstranten, während der Independent Berichte zitierte, wonach rund 400 Menschen erwartet wurden. Viele trugen Schilder mit der Aufschrift „I oppose genocide, I support Palestine Action“. Die Beamten begannen kurz nach 12.30 Uhr mit den Festnahmen; einige, die sich weigerten zu gehen, wurden zu Polizeitransportern auf der Ponton Road getragen und anschließend zu Polizeiwachen gebracht.

Polizeibefugnisse und der Einsatz

Die Polizei erließ eine Auflösungsverfügung nach Section 35, die am Samstag von 8 bis 23 Uhr Teile der Londoner Innenstadt einschließlich des Botschaftsgeländes abdeckte. Die Verfügung erlaubt es, Menschen zum Verlassen des Gebiets aufzufordern, andernfalls droht die Festnahme. Die Behörde erklärte, sie habe gehandelt, nachdem sie Informationen erhalten habe, dass eine Gruppe eine Veranstaltung besuchen und dort Unterstützung für eine verbotene Organisation bekunden wolle. Commander Adam Slonecki, der den Polizeieinsatz leitet, sagte:

„Alle, die zu dieser Veranstaltung kommen wollen, wissen, dass die Unterstützung einer verbotenen Organisation rechtswidrig ist – sie treffen sich im Grunde, um vorsätzlich eine Straftat zu begehen.“

Adam Slonecki

Er warnte, wer die Veranstaltung organisiere, Anweisungen gebe oder logistische Unterstützung leiste, begehe sehr wahrscheinlich eine Straftat. Zudem sagte er, nicht nur Menschen mit Schildern müssten mit einer Festnahme rechnen, und die Polizei wolle niemanden daran hindern, seine Meinung zu äußern.

Das Verbot und die Berufung vor dem Supreme Court

Palestine Action wurde 2025 nach einer Reihe von Sachbeschädigungen verboten, darunter ein Angriff auf einen Stützpunkt der Royal Air Force und einer auf die Räumlichkeiten des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems in Bristol. Der Court of Appeal bestätigte das Verbot im Juni 2026. Fünf Richter dort bezeichneten das Verbot als „gerechtfertigten und verhältnismäßigen“ Eingriff in die Meinungsfreiheit und hoben damit ein Urteil des High Court vom Februar auf, das die Entscheidung der damaligen Innenministerin Yvette Cooper für rechtswidrig erklärt hatte. Die Klage stammte von der Mitgründerin der Gruppe, Huda Ammori, die das Verbot nun vor dem Supreme Court anficht. Die Anhörung ist für den 4. und 5. November angesetzt. Der Guardian bezeichnete die Kundgebung am Samstag als erste Massendemonstration während der Amtszeit von Premierminister Andy Burnham. Die Vereinigten Staaten stufen die Gruppe seit August als „ausländische terroristische Organisation“ ein.

Mahnwache in Edinburgh und Gesamtzahl der Festnahmen

Vor dem US-Konsulat in Edinburgh fand eine separate Mahnwache statt, organisiert von Defend Our Juries Scotland. Ein Sprecher sagte, die Gruppe werde dem Verbot weiter trotzen und sich nicht zum Schweigen bringen lassen:

„Wir werden diesem Verbot weiter trotzen, und wir werden uns nicht zum Schweigen bringen lassen.“

Defend Our Juries Scotland

Der Sprecher sagte, Gerichtsverfahren in Schottland seien im Hinblick auf die Anhörungen vor dem Supreme Court in London verzögert worden. Defend Our Juries, die die Demonstrationen organisiert, zufolge wurden seit Inkrafttreten des Verbots mehr als 3.900 Menschen festgenommen; diese Zählung schließt die Festnahmen vom Samstag nicht ein. Steve Masters, ein 56-jähriger ehemaliger Angehöriger der Royal Air Force, der bereits viermal festgenommen wurde, sagte gegenüber AFP, die Einstufung habe keine rechtliche Grundlage und komme einem politischen Akt gleich. Die britische Regierung wurde um eine Stellungnahme gebeten.

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