Sicherheit · Oslo

Osloer Gericht verlängert Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby nicht, Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Ein Osloer Gericht hat am Montag, 2. November 2026, entschieden, die Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby nicht zu verlängern. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch sofort Berufung ein und beantragte aufschiebende Wirkung, weshalb seine Freilassung ungewiss bleibt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, Spiegel Online, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Oslo · Norwegen
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Elektronische Fußfessel, Hausarrest auf Skaugum
  2. 2.11.Osloer Gericht verlängert Haft nicht, Staatsanwaltschaft legt Berufung ein
  3. Februar 2027Beginn der Berufungsverhandlung erwartet

Die Gerichtsentscheidung

Ein Osloer Gericht hat am Montag, 2. November 2026, entschieden, die Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby, 29, dem ältesten Sohn von Mette-Marit, nicht zu verlängern. Nach Angaben des Gerichts selbst muss die Entscheidung noch von einem höheren Gericht überprüft werden und könnte aufgehoben werden. Die Staatsanwaltschaft legte unmittelbar Berufung ein und beantragte aufschiebende Wirkung, die ihn bis zur Entscheidung über die Berufung in Haft halten würde. Ob und wann er tatsächlich aus der Haft entlassen wird, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung daher unklar. VG, TV2 und NRK berichteten übereinstimmend über dieselbe Entscheidung.

Hintergrund des Falls

Høiby befindet sich seit dem 2. Februar in Untersuchungshaft, die Haft wurde regelmäßig verlängert, zuletzt in von der Staatsanwaltschaft beantragten Vier-Wochen-Fristen. Im Juni wurde er wegen einer Reihe von Straftaten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht und häusliche Gewalt. Der Spiegel berichtet, die Anklage habe 40 Punkte umfasst, und die schwersten hätten vier Frauen betroffen. EL PAÍS berichtet, die Staatsanwaltschaft habe sieben Jahre und sieben Monate gefordert. Er hat das Urteil angefochten, und SRF News berichtet, die Berufungsverhandlung solle im Februar 2027 beginnen.

Das Leben auf Skaugum

Seit Juli trägt Høiby eine elektronische Fußfessel und lebt bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf dem königlichen Gut Skaugum bei Oslo. Focus berichtet, er habe dort ein eigenes Haus, dürfe sich nur in bestimmten Bereichen bewegen und brauche eine Genehmigung, um das Gelände zu verlassen. Stern bringt seinen Wechsel von der Haft in den Hausarrest mit einer raschen Verschlechterung des Gesundheitszustands seiner Mutter in Verbindung und berichtet, sie habe seither eine Lungentransplantation erhalten. Blick berichtet, seine Anwälte hätten die Haft auf Skaugum als extreme Belastung bezeichnet. Sein Anwalt Daniel Storrvik sagte TV2, die Regelung habe einige Zeit funktioniert, doch hätten sich die Umstände seither geändert, ohne Details zu nennen.

Argumente von Verteidigung und Staatsanwaltschaft

Die Verteidiger Daniel Storrvik und Alexander Greaker argumentierten, eine Fortdauer der Haft sei unverhältnismäßig. Storrvik sagte TV2, er sehe kein Risiko, dass Høiby erneut straffällig werde, und verwies laut Blick auf vier Monate in Freiheit ohne neue Straftaten und auf keine Straftaten während der Haft. Bei der nicht öffentlichen Anhörung sagten zwei Zeugen aus: eine Person aus dem Strafvollzug zur Funktionsweise des Fußfesselsystems und eine medizinische Fachkraft, die Høiby über einen längeren Zeitraum betreut habe, berichtet stern. Über die Inhalte der Anhörung galt laut 20 Minuten ein Berichtsverbot. Staatsanwältin Oda Karterud hatte unter Verweis auf eine Gesamtbewertung der Vorgeschichte des Falls und der jüngsten Entwicklungen vier weitere Wochen Haft gefordert. Sie sagte, sie könne nicht erkennen, dass die Belastung für ihn größer sei als für die meisten anderen Insassen. EL PAÍS berichtet, das Gericht habe die Argumente der Verteidigung akzeptiert und den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verlängerung der aktuellen Regelung wegen des Risikos weiterer Straftaten abgelehnt.

Wie es weitergeht

Das Gericht setzte zudem Bedingungen fest: Høiby muss sich regelmäßig bei der Polizei melden und Drogen- und Alkoholtests absolvieren, die laut EL PAÍS im Dezember 2026 beginnen. Bis zur Entscheidung über die Berufung bleibt er laut EL PAÍS unter elektronischer Überwachung auf Skaugum. In der Berufungsverhandlung wird zudem das Urteil vom Juni überprüft. Die Entscheidung ist damit noch nicht rechtskräftig, und der Ausgang der Berufung bleibt offen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Oslo

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen