
Fünf Männer bei zwei Berliner Messerangriffen innerhalb von 24 Stunden verletzt, einer lebensgefährlich
Zwei getrennte Messerangriffe in Berlin innerhalb von 24 Stunden haben fünf Männer verletzt, einen lebensgefährlich, während die Polizei Ermittlungen zu der nächtlichen Gewalt aufnahm.
Angriff auf der Kronprinzenbrücke
Gegen Mitternacht des 1. August eskalierte ein Streit zwischen vier Männern auf der Kronprinzenbrücke in Berlin-Mitte zu einem gewaltsamen Angriff. Ein 57-jähriger Mann schlug einem Gleichaltrigen mit der Faust und einer Glasflasche auf den Hinterkopf und griff ihn dann zusammen mit seinem ebenfalls 57-jährigen Begleiter mit einem Messer an. Das erste Opfer erlitt Verletzungen an Ohr, Hand und Gesicht; das zweite erlitt Gesichtsverletzungen. Beide Männer erhielten von Polizeibeamten vor Ort Erste Hilfe und wurden später ambulant in einem Krankenhaus behandelt.
Der Tatverdächtige floh, wurde aber von den Opfern identifiziert, die seinen Namen kannten. Nach Erhalt eines richterlichen Durchsuchungsbefehls fanden ihn die Beamten in seiner Wohnung und beschlagnahmten mehrere Messer. Er wurde vorläufig festgenommen, um Identifizierungsmaßnahmen durchzuführen, und dann freigelassen. Sein Begleiter, der während des Streits anwesend war, war nach Angaben eines Polizeisprechers nicht an dem körperlichen Angriff beteiligt.
Messerstecherei in Schöneberg
In den frühen Morgenstunden des 2. August forderte ein weiterer Streit im Bezirk Schöneberg drei Verletzte. Ein 32-Jähriger erlitt Stichverletzungen und befand sich zunächst in einem kritischen Zustand, so die Polizei. Zwei weitere Männer im Alter von 26 und 28 Jahren wurden mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Beamten nahmen drei Tatverdächtige fest, ließen sie aber noch am selben Tag wieder frei. Die Umstände, die zu der Auseinandersetzung führten, bleiben unklar.
Polizeiliche Reaktion und Ermittlungen
Beide Fälle werden als gefährliche Körperverletzung behandelt. Im Fall Mitte hat eine Spezialeinheit die Ermittlungen übernommen. Auch der Fall Schöneberg wird aktiv untersucht, allerdings wurden keine weiteren Details zu einem möglichen Motiv bekannt gegeben. Die beiden Angriffe, die im Abstand von etwa 24 Stunden in verschiedenen Teilen der Hauptstadt stattfanden, stehen vermutlich nicht in Zusammenhang.
- Ein 57-Jähriger greift zwei Männer mit Faust, Glasflasche und Messer auf der Kronprinzenbrücke in Berlin-Mitte gegen Mitternacht an. Beide Opfer werden ambulant behandelt.
- Drei Männer bei einem Streit in Schöneberg in der Nacht verletzt. Ein 32-Jähriger erleidet Stichverletzungen und ist zunächst kritisch; zwei weitere, 26 und 28, erleiden Kopfverletzungen.
Kontext
Die Berliner Polizei hat keinen übergreifenden Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen festgestellt. Die Kronprinzenbrücke im Regierungsviertel ist eine vielbefahrene Straße in der Nähe der Spree. Schöneberg ist ein dicht besiedeltes Wohngebiet im Südwesten der Stadt. Beide Vorfälle führten zu Verletzungen, aber nicht zu Todesfällen, und alle Tatverdächtigen wurden nach ersten polizeilichen Maßnahmen freigelassen.


