
Berlin und Brandenburg bereiten sich auf Hitzewelle mit 40°C vor, Juni-Temperaturrekorde in Gefahr
Eine extreme Hitzewelle wird Berlin und das umliegende Brandenburg ab Mittwoch erfassen, wobei der Deutsche Wetterdienst für Samstag Höchstwerte von bis zu 40°C und tropische Nächte bis zum Wochenende vorhersagt.
Die Hitze baut sich im Laufe der Woche auf
Die Temperaturen stiegen am Mittwoch an, der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zu 34°C. Am Donnerstag werden 31 bis 36°C erwartet, am Freitag 32 bis 37°C, begleitet von reichlich Sonnenschein und sehr schwachem Wind. Der DWD-Meteorologe Stefan Rubach sagte, die heißesten Bedingungen seien für Samstag zu erwarten, wenn das Thermometer 37 bis 40°C erreichen könnte. Der Sonntag wird voraussichtlich nur geringfügig kühler, etwa zwei Grad niedriger, könnte aber auch mehr Wolken, Schauer und Gewitter bringen. Ein alternatives Szenario hält den Hitzepuls am Sonntag aufrecht und bringt ähnliche Höchstwerte wie am Samstag.
Jetzt geht es jeden Tag ein wenig höher in den nächsten Tagen.
- Mittwoch: bis zu 34°C, Sonnenschein
- Donnerstag: 31–36°C, leichter Wind
- Freitag: 32–37°C, Sonnenschein hält an
- Samstag: Höchstwerte bei 37–40°C, möglicherweise rekordverdächtig
- Sonntag: etwa 2°C niedriger, Gewitter möglich; oder genauso heiß
Tropennächte bieten wenig Erleichterung
Die nächtlichen Tiefstwerte bleiben weitgehend über 20°C, was der Definition einer Tropennacht entspricht. Der DWD sagt für die Nacht zum Sonntag Tiefstwerte von 20 bis 23°C voraus. Rubach bemerkte, dass die Abkühlung durch Lüften weitgehend wirkungslos sein wird, was die Nächte „sehr unangenehm“ mache. Die lange Tageslichtperiode verzögert auch die abendliche Abkühlung: Die Höchsttemperaturen treten zwischen 17 und 18 Uhr auf, und das Absinken unter 30°C wird bis weit in die Nacht dauern.
Alles, was keine Tiefstwerte unter 20 Grad hat – das wird sehr unangenehm.
Juni-Rekorde in Gefahr
Die Juni-Temperaturrekorde der Region sind in Reichweite. Der höchste in Berlin gemessene Juni-Wert betrug 38,6°C in Tegel am 30. Juni 2019, während der Brandenburger Rekord bei 39,2°C in Cottbus am 19. Juni 2022 liegt. Rubach stellte fest, dass die Temperaturen an diesem Wochenende „in dieser Größenordnung“ liegen und bezeichnete sie als „ungewöhnlich heiß für Juni“. Obwohl Hitzewellen dieser Intensität eher im Juli oder August typisch sind, ist ihr frühes Auftreten in den letzten Jahren häufiger geworden.
Gesundheitsrisiken und UV-Gefahr
Extreme Hitze stellt das größte Risiko für ältere Menschen und Menschen mit Kreislauferkrankungen dar. Das Bundesamt für Strahlenschutz erwartet für die Region einen UV-Index von 7 bis 8, eingestuft als hoch bis sehr hoch. Es wird empfohlen, sich während der Mittagszeit im Schatten aufzuhalten, Schutzkleidung, eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille zu tragen und Sonnencreme aufzutragen.


