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Fußball·vor 1 Std.

Iran hält zehn Mann starkes Belgien zu torlosem WM-Unentschieden

Die WM-Kampagne Belgiens erlitt einen weiteren Rückschlag, als sie sich in Los Angeles von Iran zu einem 0:0-Unentschieden bremsen ließen. Nathan Ngoys Platzverweis in der zweiten Halbzeit ließ die Roten Teufel mit zehn Mann zurück, aber Iran konnte die numerische Überlegenheit nicht in ein Siegtor ummünzen.

Das WM-Gruppenspiel G zwischen Belgien und Iran endete am 21. Juni im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien, mit einem angespannten 0:0-Unentschieden. Belgien dominierte den Ballbesitz, fand aber keinen Weg durch die disziplinierte iranische Abwehr, sodass beide Teams nach zwei Spielen zwei Punkte haben.

Ein Patt, das beide Seiten verunsichert

Belgien, Dritter der WM 2018 und vor dem Turnier als Favorit in Gruppe G gehandelt, hat in dieser Auflage noch kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt. Nach einem 1:1 gegen Ägypten wurden sie erneut ausgebremst. Iran, unterstützt von einer lautstarken Menschenmenge aus Los Angeles, zu der die persische Diaspora und mexikanische Verbündete gehörten, hielt trotz einiger nervenaufreibender Momente stand.

Die Partie kippte in der 66. Minute, als der belgische Innenverteidiger Nathan Ngoy einen Rückpass verschätzte und dann Mehdi Taremi foulte, der allein auf das Tor zusteuerte. Der Schiedsrichter zeigte die Rote Karte und reduzierte Belgien auf zehn Mann. Ironischerweise erspielte sich Belgien nach dem Platzverweis die besseren Chancen, als Maxim De Cuyper zwei hervorragende Paraden von Alireza Beiranvand erzwang.

Iran hatte zuvor in der 25. Minute geglaubt, in Führung gegangen zu sein, als ein cleverer Freistoß Taremi zum Tor einsetzte, doch der Video-Assistent (VAR) erkannte die Situation wegen Abseits nicht an. Die Entscheidung hielt den Spielstand ausgeglichen und die Spannung hoch.

Torhüter glänzen unter der kalifornischen Sonne

Beide Torhüter waren herausragend. Beiranvand hielt insgesamt sieben Schüsse, darunter einen aus kürzester Distanz von De Cuyper nach einem Pass von Kevin De Bruyne in der 59. Minute und eine Reaktionsparade in der 86. Minute. Auf der anderen Seite musste Thibaut Courtois wachsam sein, um einen Volleyschuss von Taremi und einen kräftigen Kopfball von Hossein Kanani zu entschärfen.

Der belgische Flügelspieler Jérémy Doku fehlte krankheitsbedingt, was der Offensive die nötige Durchschlagskraft nahm. Romelu Lukaku, der zum ersten Mal seit Juni 2025 für Verein oder Nationalmannschaft in der Startelf stand, blieb blass und kam mit einer Gelben Karte davon, nachdem er in der dritten Minute mit gestrecktem Fuß gegen Beiranvand eingestiegen war.

Der weitere Weg in Gruppe G

Mit jeweils zwei Punkten liegen Belgien und Iran hinter dem Sieger der Partie Ägypten gegen Neuseeland, eine Begegnung, die einem Team vier Punkte bescheren könnte. Belgien muss am Freitag in Vancouver Neuseeland schlagen, um sich einen Platz im Achtelfinale zu sichern; ein Unentschieden würde bedeuten, dass sie auf die besten Drittplatzierten hoffen müssen. Iran trifft am selben Tag in Seattle auf Ägypten und braucht mindestens einen Punkt, um sich Chancen zu wahren.

Dieses Ergebnis weckt Erinnerungen an Belgiens Vorrundenaus bei der WM 2022 in Katar. Das Team von Trainer Rudi Garcia hat noch nicht in den Rhythmus gefunden, während Iran ungeschlagen, aber sieglos bleibt.

Abseitige Spannungen und Reiseprobleme

Irans WM-Kampagne wird durch US-Einreisebeschränkungen erschwert. Das Team hatte Visumverzögerungen beim Umzug von ihrem Trainingslager in Mexiko zu den Spielorten in den USA. Vor dem Spiel protestierten iranische Expatriates vor dem Stadion, und die iranische Nationalhymne wurde mit lauten Buhrufen begleitet. Die Spieler selbst erhielten jedoch Applaus, sobald das Spiel begann – ein Zeichen der differenzierten Haltung in der Diaspora-Gemeinschaft von „Tehrangeles.“

Inglewood

8 Quellen

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