
Schweizer Ski-Legende Lara Gut-Behrami tritt mit 35 nach Knieverletzung zurück – Olympiatraum geplatzt
Die Schweizer Ski-Alpin-Champion Lara Gut-Behrami gab mit 35 ihren sofortigen Rücktritt bekannt und beendete damit eine 17-jährige Weltcup-Karriere, nachdem eine schwere Knieverletzung im November 2025 sie daran hinderte, in ihrer geplanten letzten olympischen Saison anzutreten.
Karrierebeendende Verletzung und Rücktrittsentscheidung
Lara Gut-Behrami gab am Mittwochabend ihren sofortigen Rücktritt bekannt und beendete damit Spekulationen über ein mögliches Comeback nach einem schweren Trainingssturz im November 2025 in Copper Mountain, USA. Die 35-Jährige aus dem Tessin erlitt einen Kreuzbandriss, einen Innenbandriss und einen Meniskusriss im linken Knie, was sie zwang, die gesamte Saison 2025/26 und die Olympischen Spiele in Italien zu verpassen. Sie hatte zuvor angekündigt, dass die Saison 2025/26 ihre letzte sein würde, mit den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina als geplantem Abschied.
- Weltcup-Debüt in St. Moritz im Alter von 16 Jahren, nach einem Sturz an der Ziellinie wurde sie Dritte
- Gewinnt erstmals den Gesamtweltcup
- Wird zweifache Weltmeisterin
- Gewinnt Olympiagold im Super-G bei den Spielen in Peking
- Gewinnt zum zweiten Mal den Gesamtweltcup
- Letztes Weltcup-Rennen: Dritter Platz im Riesenslalom in Sölden
- Schwere Knieverletzung im Training in Copper Mountain, USA, beendet ihre Saison
- Gibt sofortigen Rücktritt im Alter von 35 Jahren bekannt
Gründe für den Rücktritt
Gut-Behrami erläuterte ihre Entscheidung in einem ausführlichen offenen Brief, der von RSI, dem italienischsprachigen öffentlich-rechtlichen Sender, veröffentlicht wurde. Sie betonte, dass sie nach fast 20 Jahren Spitzensport trotz Stürzen und Verletzungen keine wiederkehrenden Schmerzen habe und dies auch bewahren wolle. Sie beschrieb das Skifahren als etwas Magisches und Natürliches, das sie bewahren möchte, und sagte, dass die Belastung ihres Körpers und Geistes, um Schmerzen zu ertragen, das Bild trüben würde, das sie von dem hat, was sie mit so viel Leidenschaft getan hat.
Eine erfolgreiche Karriere
Gut-Behrami gewann zweimal den Gesamtweltcup (2015/16 und 2023/24), holte Olympiagold im Super-G bei den Spielen 2022 in Peking und ist zweifache Weltmeisterin (2021). Sie sammelte in ihrer 17-jährigen Karriere 48 Weltcupsiege. Ihr Weltcup-Debüt gab sie am 2. Februar 2008 in St. Moritz, wo sie als 16-Jährige kurz vor dem Ziel stürzte, auf dem Rücken über die Ziellinie rutschte und dennoch Dritte wurde. Ihr letztes Weltcup-Rennen war ein Riesenslalom in Sölden im Oktober 2025, bei dem sie ebenfalls Dritte wurde.
Reaktionen von Swiss-Ski und der Öffentlichkeit
Hans Flatscher, alpiner Direktor bei Swiss-Ski und ehemaliger Cheftrainer der Frauen, sagte, der Rücktritt sei überraschend gekommen. Er merkte an, dass Gut-Behrami in den letzten Wochen intensiv für die neue Saison trainiert hatte und ihn am Mittwochnachmittag über ihre Entscheidung informiert hatte. Er lobte ihre „gewaltige Karriere“ und sagte, ihr Abgang hinterlasse eine Lücke sowohl national als auch international, und nannte sie eine prägende Person, die die Ski-Rennwelt verlasse.
Persönliche Würdigungen
In einem Abschiedsvideo dankte Gut-Behrami ihrer Familie und ihrem Unterstützungsteam. Sie dankte ihrem Vater Pauli, dass er vom ersten bis zum letzten Tag immer da war, ihrer Mutter Gabriella, die sie durch die verrücktesten Unternehmungen begleitete, und ihrem Bruder Ian, der sie unterstützte, selbst wenn sie sich selbst nicht ertragen konnte. Sie dankte auch ihrem Ehemann Valon Behrami und bezeichnete das Leben an seiner Seite als außergewöhnlich. Schweizer Mediennutzer pflichteten dem bei, viele lobten ihren Beitrag zum Schweizer Sport und äußerten Besorgnis über die Zukunft des Schweizer Frauen-Skisports nach ihrem Abgang.


