
Belgien rettet 1:1-Unentschieden gegen Ägypten nach Eigentor zum Ausgleich
Kapitän Youri Tielemans räumte ein, dass Belgien „nicht wach genug“ war, als das Team im Auftaktspiel der WM-Gruppe F in Seattle einem Rückstand hinterherlaufen musste und am Ende ein 1:1 gegen Ägypten erreichte.
Schwacher Start kostet Belgien
Belgiens WM-Kampagne 2026 begann mit einem frustrierenden 1:1-Unentschieden gegen Ägypten in Seattle. Die „Roten Teufel“ gerieten früh in Rückstand, als Emam Ashour aus der Distanz traf, und hatten Mühe, die von Omar Marmoush und Mohamed Salah angeführten ägyptischen Konter zu unterbinden. Sowohl Kapitän Youri Tielemans als auch Innenverteidiger Nathan Ngoy gaben zu, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht wach genug war und zu viele einfache Bälle verlor, was das ägyptische Umschaltspiel befeuerte.
Halbzeit-Reset und Ausgleich
Ein positives Gespräch in der Halbzeitpause sorgte für eine neue Einstellung bei den Belgiern. Der eingewechselte Romelu Lukaku übte so viel Druck aus, dass der ägyptische Verteidiger Mohamed Hany den Ball ins eigene Tor beförderte – ein Eigentor zum 1:1-Ausgleich. Nach dem Treffer drängte Belgien auf den Siegtreffer und erspielte sich mehrere Chancen, doch der ägyptische Torhüter hielt das Remis fest.
Nach der Pause war es deutlich besser. Romelus Tor hat uns gutgetan und wir hatten tatsächlich die Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden.
Defensive Sorgen und vergebene Chancen
Tielemans und Ngoy betonten beide, dass die Defensive weniger Möglichkeiten zulassen müsse. Ngoy wies auf die offensive Qualität Ägyptens hin, während Tielemans das effektive Blocken später Versuche im letzten Drittel hervorhob. Der Mittelfeldspieler fasste den Nachmittag als „einen guten Punkt zusammen, aber wir wissen, dass wir es besser können.“
Wir haben viel zu viele einfache Bälle verloren. Wir haben sie stark gemacht. Wir können nur uns selbst die Schuld geben und werden aus unseren Fehlern lernen, um es im nächsten Spiel besser zu machen.
Die Sicht des Trainers
Cheftrainer Rudi Garcia sagte, er habe von Anfang an ein schwieriges Spiel gegen eine der besten Mannschaften Afrikas erwartet. Er hatte bereits vor der Partie gewarnt, dass ein Rückstand gegen Ägypten genau deren defensiven Matchplan und schnellen Stürmern in die Karten spielen würde. Garcia lobte den Einfluss des eingewechselten Lukaku sowie die kollektive Anstrengung und bekräftigte, dass der gesamte Kader entscheidend sei.
Wir haben durch einen Einwechselspieler ausgeglichen. Das bestätigt, was ich schon lange sage: Die gesamte Gruppe ist wichtig.
Der Blick nach vorn
Das belgische Lager erkannte an, dass sie die Ballkontrolle und die defensive Organisation verbessern müssen. Tielemans versicherte, dass die Stimmung in der Gruppe weiterhin positiv sei und man hart arbeiten werde, um in der nächsten Begegnung besser aufzutreten.

