
Die Gewalt bei den jüngsten Protesten in Brüssel und Lüttich hat Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) zu einem Vorschlag für eine „Gendarmerie 2.0“ veranlasst – eine Reserve aus Polizeikräften, die militärisch ausgebildet wird. Francken stellte die Idee am Sonntagabend, dem 18. Oktober, bei RTL-TVi vor und erklärte, die Polizei schaffe es nicht, die Ruhe wiederherzustellen. Das Land brauche eine zusätzliche bewaffnete Einheit zur Unterstützung der Polizei. Ein Vorschlag des Vlaams Belang war am Donnerstag zuvor, dem 15. Oktober, präsentiert worden, doch Francken betonte, sein eigener Plan sei seit mehreren Wochen in Vorbereitung. Er beschrieb die neue Einheit als mobile Brigade unter Innenminister Bernard Quintin (MR), die zum Einsatz kommen soll, wenn Ausschreitungen oder Situationen außer Kontrolle zu geraten drohen.
Dem Plan zufolge würden die Beamten eine militärische Ausbildung durch das Verteidigungsministerium erhalten und anschließend dem Innenministerium zur Verfügung gestellt. Laut De Morgen würde die Einheit bei Vorfällen zur öffentlichen Ordnung dem Innenministerium unterstehen, bei einem geopolitischen Konflikt – etwa mit Russland – hingegen dem Verteidigungsministerium. Francken sagte, Premierminister Bart De Wever kenne den Vorschlag und unterstütze ihn, und die beiden Minister hätten in dieser Woche Gespräche geführt. Quintins Kabinett bestätigte die Gespräche und ordnete sie in den Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit ein, etwa bei der Bewachung bestimmter Standorte und bei gemischten Patrouillen mit der Bahnpolizei. Am Montag, dem 19. Oktober, sagte Quintin gegenüber BX1, es gehe ihm darum, eine voraufständische Lage wie in Frankreich zu vermeiden.
„Wenn die Gewalt so extrem ist, müssen wir die Bürger schützen.“ Francken sagte dies, als er die Idee bei RTL-TVi verteidigte.
Quintin bezeichnete die Arbeit als noch in einem frühen Stadium befindlich.
„Wir stehen am Anfang der Gespräche.“
Die Gewerkschaft CGSP erklärte, vorrangig müssten die bestehenden Strukturen gestärkt werden, und forderte die Wiederherstellung der Réserve générale und des Corps d'intervention (CIK). Die Polizeigewerkschaft SNPS unterstützt den Vorschlag; ihr Vizepräsident Thierry Belin sagte, die Wiederherstellung der Ordnung auf der Straße sei die Hauptaufgabe eines Polizisten. Belin fügte hinzu, es gehe nicht darum, auf alle einzuschlagen. Die Gewerkschaft SLFP beklagte, sie habe von der neuen Struktur aus der Presse erfahren, ohne dass es einen sozialen Dialog gegeben habe; ihr Präsident Vincent Gilles forderte einen Sicherheitsminister, der Justiz und Inneres vereint.
„Mit Rowdys und Randalierern können wir nicht verhandeln.“
Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS) sieht keinen Bedarf für eine Einheit aus Polizei und Armee und erklärte, es komme auf die Finanzierung der Polizei an. Am Montag sagte er gegenüber Bel-RTL, er wolle Polizeibeamte, und verlangte zudem eine Lösung für den Mangel an Plätzen für Minderjährige in den Jugendeinrichtungen der Wallonisch-Brüsseler Föderation; die Regierung habe ihm mitgeteilt, dass es vor 2028 keine Plätze gebe. Der PS-Abgeordnete Ridouane Chahid nannte den Vorstoß „eine totale Dreistigkeit“ und warf der Partei von Jan Jambon, Innenminister von 2014 bis 2018, vor, die föderale Polizei ausgehungert zu haben.
Laut VRT NWS verlor die Gendarmerie 1992 ihren formalen Militärstatus und wurde 2001 aufgelöst – nach der Reform von Polizei und Justiz, die auf die Morde des Marc Dutroux folgte. Francken sagte, das Land habe sich seither verändert, und verwies auf Massenmigration und eine Straßenkultur, die den durchschnittlichen Belgier ratlos zurücklasse. RTBF berichtet, die Gendarmerie sei seit den 1980er Jahren wegen ihrer Kultur der Geheimhaltung kritisiert worden. Francken sagte gegenüber VRT, der Vorschlag werde in den kommenden Wochen der Regierung vorgelegt. Laut 7sur7 fallen die Ausschreitungen in Brüssel in eine Zeit, in der Frankreich mit schweren Unruhen und Italien mit Plünderungen konfrontiert ist.
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Pollar unterstützenRegierung · Brüssel und Lüttich
Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken will eine vom Militär ausgebildete Polizeireserve, die dem Innenministerium unterstellt wird, um Ausschreitungen in Brüssel und Lüttich zu bewältigen. Gewerkschaften und Parteien sind gespalten, die Minister sprechen von einem frühen Stadium der Gespräche.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTBF, NewsIT, vrtnws.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er