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Messerangriff in Belfast: Opfer verliert ein Auge; Tatverdächtiger in Untersuchungshaft, während Unruhen die Stadt erschüttern

Ein 44-jähriger Mann verlor sein linkes Auge und erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht, am Hals und am Rücken bei einem Messerangriff im Norden Belfasts am Montagabend. Der 30-jährige sudanesische Tatverdächtige erschien am Mittwoch vor Gericht, angeklagt wegen versuchten Mordes, während die Stadt eine Nacht voller ausländerfeindlicher Ausschreitungen erlebte.

Der Angriff

Stephen Ogilvie, ein 44-jähriger Mann ursprünglich aus Schottland, wurde am Montagabend gegen 22:30 Uhr MESZ auf der Kinnaird Avenue im Norden Belfasts wiederholt niedergestochen. Bei Eintreffen der Polizei fanden die Beamten einen mit einem Küchenmesser bewaffneten Mann vor, der auf dem Opfer saß. Bürger griffen ein, darunter ein Mann mit einem Hurley-Stock, und stoppten den Angriff. Ein Küchenmesser wurde am Tatort sichergestellt.

Ogilvie befindet sich weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus. Das Gericht erfuhr, dass er sein linkes Auge verlor, Schäden am rechten Auge erlitt und tiefe Schnittwunden im Gesicht, am Hals und am Rücken davontrug. Nachbarn beschrieben ihn als verletzlich und merkten an, dass er auf einem Ohr taub sei. Er sollte am 15. Juni in eine neue Wohnung ziehen.

Der Tatverdächtige

Hadi Alodid, 30, aus der Duncairn Avenue, Belfast, erschien am Mittwochmorgen per Videoübertragung vor dem Belfast Magistrates' Court. Ihm werden versuchter Mord, Besitz eines Messers in der Öffentlichkeit und die Androhung von Tötung gegenüber einer NHS-Radiologin vorgeworfen. Das Gericht hörte, dass Alodid während der Behandlung einer Handverletzung im Krankenhaus dem medizinischen Personal sagte: „Ich werde dich töten“ und erklärte: „Ich habe jemanden getötet, ich weiß nicht, ob sie tot sind.“

Alodid, der Sudanese ist, reiste im Februar 2023 über die Republik Irland nach Nordirland ein, nachdem er von Paris nach Dublin geflogen war. Er beantragte Asyl in Nordirland und erhielt im September 2023 eine britische Aufenthaltserlaubnis, gültig bis 2028. Er lehnte eine rechtliche Vertretung ab und antwortete nicht, als ihm die Anklagepunkte durch einen arabischen Dolmetscher verlesen wurden.

Als sie eintrafen, war ein Mann mit einem Messer bewaffnet und saß auf einem anderen Mann; die Polizei entfernte den bewaffneten Mann.

PSNI detective

Gerichtsverfahren

Bezirksrichter Steven Keown lehnte eine Freilassung auf Kaution ab, nachdem die Polizei Bedenken hinsichtlich erheblicher öffentlicher Unruhen, Rückfallrisiko, Gefahr für die Öffentlichkeit und Fluchtgefahr geäußert hatte. Die PSNI erklärte, dass ihr keine familiären Bindungen Alodids in Nordirland bekannt seien. Der Richter bezeichnete die Risiken als „viel zu groß und mit keinen Kautionsauflagen beherrschbar“. Alodid wurde in Untersuchungshaft genommen und soll am 8. Juli erneut vor Gericht erscheinen.

Richter Keown lobte die Bürger, die Ogilvie zu Hilfe kamen, sowie die Einsatzkräfte, die reagierten. Er richtete auch eine direkte Warnung an diejenigen, die weitere Unruhen planen, und sagte, dass jeder, der an Gewalt teilnehme, „ebenfalls damit rechnen könne, ins Gefängnis zu kommen.“

Unruhen und öffentliche Ordnung

In der Nacht zum Dienstag brachen in ganz Belfast schwere Unruhen aus. Mobs setzten Häuser, einen Bus und Autos in Brand, und Menschen wurden aufgrund ihrer Herkunft angegriffen. Mehrere hundert vermummte junge Männer folgten Aufrufen zu ausländerfeindlichen Protesten in den sozialen Medien. Geschäfte wurden angegriffen, und Anwohner mussten aus ihren Häusern fliehen.

Es ist klar, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft angegriffen wurden, und das werde ich nicht tolerieren. Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.

Polizeikräfte im gesamten Vereinigten Königreich überwachen Erkenntnisse zu Protesten und haben Pläne, Beamte zu mobilisieren, falls es zu weiteren Unruhen kommt. Online-Beiträge von bekannten Konten, darunter Elon Musk und der rechtsextreme Aktivist Tommy Robinson, verstärkten die Aufrufe zu Straßenprotesten. Nordirlands Justizministerin Naomi Long sagte, dass soziale Medien-Agitator, die „gestern noch Schwierigkeiten gehabt hätten, Belfast auf einer Karte zu finden“, die öffentliche Angst instrumentalisierten.

Wenn man Menschen allein aufgrund ihrer Hautfarbe aus ihren Häusern treibt, kann man das nicht anders beschönigen.

Ermittler haben erklärt, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass der Messerangriff vom Montag einen terroristischen Hintergrund hatte.

Zeitleiste des Messerangriffs in Belfast und der Folgen
  1. Polizei erhält Meldung über einen Messerangriff auf der Kinnaird Avenue im Norden Belfasts. Beamte finden einen mit einem Messer bewaffneten Verdächtigen auf dem Opfer sitzend.
  2. Opfer Stephen Ogilvie bleibt in kritischem Zustand. Ein Video des Angriffs verbreitet sich schnell in sozialen Medien.
  3. Ausländerfeindliche Unruhen brechen in ganz Belfast aus. Häuser, ein Bus und Autos werden in Brand gesetzt; Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft angegriffen.
  4. Hadi Alodid erscheint vor dem Belfast Magistrates' Court, angeklagt wegen versuchten Mordes. Kaution verweigert; in Untersuchungshaft bis zum 8. Juli.
Belfast

5 Quellen

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