
Erdbeben der Stärke 6,2 vor kalabrischer Küste erschüttert Süditalien, keine Schäden gemeldet
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 ereignete sich am frühen 2. Juni vor der tyrrhenischen Küste Kalabriens und war in fünf südlichen Regionen zu spüren. Der Zivilschutz bestätigte nach nächtlichen Überprüfungen keine Verletzten oder Gebäudeschäden.
Das seismische Ereignis
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 wurde am 2. Juni um 00:12 Uhr im Meer vor der kalabrischen Küste nahe Amantea in der Provinz Cosenza registriert. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lokalisierte das Epizentrum in einer Tiefe von 250 Kilometern, etwa 41 Kilometer von Cosenza, 48 Kilometer von Lamezia Terme und 72 Kilometer von Catanzaro entfernt. Das Epizentrum befand sich zudem etwa 22 Kilometer von Belmonte Calabro an der tyrrhenischen Küste entfernt.
Wie es wahrgenommen wurde
Trotz der beträchtlichen Tiefe war das Beben weithin in Kalabrien, von Cosenza bis Reggio Calabria, sowie in mehreren anderen südlichen Regionen deutlich zu spüren: Kampanien, Apulien, Basilikata und Sizilien. In Kampanien erreichten die Erschütterungen Neapel und Städte im Gebiet des Vesuvs wie Portici und reichten bis zur Grenze zur Gegend von Salerno. In einigen Ortschaften verließen verängstigte Bewohner ihre Häuser und strömten auf die Straßen.
Notfalleinsatz
Unmittelbar nach dem Ereignis begann die regionale Einsatzzentrale des Zivilschutzes unter der Leitung von Direktor Domenico Costarella, die Bürgermeister der dem Epizentrum am nächsten gelegenen Gemeinden zu kontaktieren, darunter Cetraro, Lamezia Terme und Amantea. Der regionale Krisenstab trat in der Nacht mit der nationalen Zivilschutzbehörde zusammen. An dem Treffen nahmen auch Vertreter aus Apulien und Sizilien teil, wo das Beben deutlich zu spüren war. Kalabriens Präsident Roberto Occhiuto dankte dem Chef der nationalen Behörde, Fabio Ciciliano, für seine umgehende Aufmerksamkeit und ständige Unterstützung.
Glücklicherweise wurden bislang keine Schäden an Personen oder Eigentum verzeichnet.
Überprüfungsergebnisse
Bis zum Morgen hatten die Territorialkommandos der Feuerwehr ihre Inspektionen abgeschlossen. Die Einsätze beschränkten sich auf zwei Türöffnungen in der Provinz Cosenza, die aufgrund des durch das Beben ausgelösten Alarmzustands angefordert wurden, sowie zwei technische Überprüfungen von Wohnhäusern in den Gemeinden Catanzaro und Cittanova. Die Feuerwehr bestätigte, dass keine statischen Probleme oder strukturellen Schäden an Gebäuden festgestellt wurden. Die Lage, so erklärte sie, bleibe unter Kontrolle und werde ständig von den operativen Strukturen der Nationalen Feuerwehr überwacht.
Es kursieren einige Fotos von eingestürzten Säulen oder anderen erheblichen Schäden. Ich bin zu den Orten gefahren und habe festgestellt, dass sie gefälscht sind.
Der Bürgermeister von Corigliano Rossano, Flavio Stasi, berichtete von ständigem Kontakt mit der örtlichen Feuerwache. Er bestätigte, dass es keine nennenswerten Meldungen oder ernsthaften Probleme gab, nur einige ausgelöste Alarmanlagen und weit verbreitete Angst. Stasi prangerte auch die Verbreitung von gefälschten Bildern in den sozialen Medien an, die angebliche Schäden zeigten.
Offizielle Beruhigung
Der Bürgermeister von Cosenza, Franz Caruso, teilte mit, dass die Lage in der Stadt ruhig sei. Die regionale Einsatzzentrale des Zivilschutzes erhielt weiterhin zahlreiche Anrufe von Bürgern, die Informationen suchten, und die Behörden bekräftigten die Verfügbarkeit der kostenlosen Rufnummer 800222211. Die Überwachungs- und Überprüfungsaktivitäten sollten in den folgenden Stunden fortgesetzt werden, aber basierend auf den verfügbaren Informationen erklärten die Beamten, es bestehe kein Grund zu besonderer Besorgnis.
Das Beben war sehr stark und wir haben es in Cosenza und ganz Kalabrien deutlich gespürt, aber die Lage ist glücklicherweise unter Kontrolle.
- Erdbeben der Stärke 6,2 in 250 km Tiefe vor Amantea (Cosenza)
- Beben in Kalabrien, Kampanien, Apulien, Basilikata und Sizilien zu spüren
- Regionale Einsatzzentrale des Zivilschutzes beginnt mit der Kontaktaufnahme zu Bürgermeistern nahe des Epizentrums
- Sitzung des Krisenstabs mit der nationalen Zivilschutzbehörde endet, bestätigt keine Schäden
- Feuerwehr schließt territoriale Überprüfungen ab, bestätigt keine Gebäudeschäden oder Verletzungen


