Erdbeben in Murcia: Beben der Stärke 3,9 nahe Librilla in der Region zu spüren, keine Verletzten
Ein Erdbeben der Stärke 3,9 hat am Sonntag um 11:59 Uhr die Region Murcia im Südosten Spaniens nahe Librilla erschüttert. Über 90 Notrufe gingen ein, der regionale Erdbebenschutzplan wurde aktiviert. Verletzte oder Gebäudeschäden wurden nicht gemeldet.
Ein Erdbeben der Stärke 3,9 hat am Sonntag, den 2. August 2026, um 11:59 Uhr Ortszeit die Region Murcia im Südosten Spaniens erschüttert. Das flache Beben, dessen Epizentrum zunächst nahe Librilla und später in Pliego verortet wurde, war in ganz Zentralmurcia zu spüren, einschließlich der etwa 30 Kilometer entfernten Hauptstadt. Trotz der weitreichenden Erschütterungen wurden keine Verletzten oder Gebäudeschäden gemeldet.
Seismische Messungen
Das Instituto Geográfico Nacional (IGN) gab die offizielle Magnitude mit 3,9 und die Tiefe mit fünf Kilometern an. In den Minuten nach dem Beben schätzte das Android-Erdbebenwarnsystem von Google kurzzeitig eine Magnitude von 4,5, bevor es auf 4,0 nach unten korrigierte. Ein Nachrichtenbericht nannte einen ersten Messwert von 4,4. Das IGN verlegte das Epizentrum später von Librilla in die Nachbargemeinde Pliego, teilte die regionale Notrufzentrale 1-1-2 mit. Die geringe Tiefe von fünf Kilometern, wobei eine Quelle sechs Kilometer angab, trug wahrscheinlich dazu bei, dass das Beben in einem weiten Gebiet zu spüren war. Das IGN kombiniert Daten aus seinem Netzwerk von Seismographen mit Bürgerberichten, die über einen makroseismischen Fragebogen eingereicht werden, um die Intensität und mögliche Schäden zu bewerten.
Notfallmaßnahmen
Die Notrufzentrale 1-1-2 der Region Murcia nahm mehr als 90 Anrufe von Anwohnern entgegen. Die Behörden aktivierten den Sonderzivilschutzplan für Erdbebenrisiken (SISMIMUR) auf der Voralarmstufe, der sogenannten Situation 0. Diese Phase hält das operative Koordinationszentrum (CECOP) in Alarmbereitschaft für mögliche Nachbeben, ohne die vollständige Einsatzstruktur zu aktivieren, und konzentriert sich stattdessen auf Informationssammlung und Überwachung. Gegen Mittag wurde eine ES-Alert-Nachricht auf Mobiltelefone in Zentralmurcia gesendet, die vor möglichen Erschütterungen warnte und eine Magnitude von 4,5 schätzte.
Wo es zu spüren war
Das Beben war in mehreren Städten wahrnehmbar. Der makroseismische Fragebogen des IGN, ein von König Ferdinand VI. nach dem verheerenden Erdbeben von Lissabon 1755 eingeführtes Instrument, ermöglicht es den Bewohnern, ihre Wahrnehmungen zu melden. Der Fragebogen fragt die Bewohner, was sie während des Bebens taten, wie sie reagierten und ob sich Gegenstände in ihrer Umgebung bewegten. Erste Berichte deuteten auf Erschütterungen in Alhama de Murcia, Albudeite, Campos del Río sowie schwächer in Lorca, Orihuela und Molina de Segura hin. In der Stadt Murcia dauerten die Erschütterungen mehrere Sekunden an.
Keine Schäden
Alle offiziellen Quellen bestätigten, dass bis zum frühen Nachmittag keine Personenschäden oder Sachschäden verzeichnet wurden. Das IGN erklärte, dass angesichts der geringen Intensität keine Schäden zu erwarten seien, obwohl die Fragebogendaten zur Verfeinerung der Schadensbewertung beitragen würden.
Seismischer Kontext
Das Erdbeben am Sonntag ist das stärkste in der Region seit sechs Monaten und übertrifft ein Ereignis der Stärke 2,3 vom 3. Juni 2026. In der vergangenen Woche wurden sieben Beben registriert, und 21 in diesem Monat. Das zerstörerischste jüngste Beben der Region bleibt das Erdbeben von Lorca 2011 mit einer Stärke von 5,1, bei dem neun Menschen ums Leben kamen, 324 verletzt wurden und öffentliche Gebäude, Wohnhäuser und historische Stätten, insbesondere im Viertel La Viña und im historischen Zentrum, schwer beschädigt wurden.
- Lorca 2011
- 5.1 Magnitude
- 3. Juni 2026
- 2.3 Magnitude
- 2. Aug. 2026
- 3.9 Magnitude


