Wirtschaft · St. Louis

Geschworene in St. Louis sprechen Bayers Monsanto im ersten Roundup-Krebsprozess seit dem Supreme-Court-Urteil frei

Ein einstimmiges Geschworenengericht in St. Louis entschied zugunsten von Bayers Monsanto-Einheit und gegen drei Frauen, die angaben, Roundup habe ihr Non-Hodgkin-Lymphom verursacht. Es war der erste Prozess seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs im Juni, das die Ansprüche der Klägerinnen eingeschränkt hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, The Independent, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

St. Louis · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 2020Drei Frauen reichen in St. Louis Klage gegen Monsanto ein
  2. Juni 2026Der Oberste Gerichtshof der USA entscheidet im Fall Durnell und schränkt die Ansprüche der Kläger ein
  3. 29.10.Ein Geschworenengericht in St. Louis entscheidet einstimmig für Monsanto

Das Urteil der Geschworenen in St. Louis

Ein Geschworenengericht in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri entschied einstimmig zugunsten von Monsanto, dem Bayer-Tochterunternehmen, das Roundup herstellt, in einem von drei Frauen angestrengten Verfahren. Das Urteil erging am Donnerstag, 29. Oktober. Die Frauen gaben an, Roundup regelmäßig verwendet zu haben und später an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt zu sein; sie machten das Unkrautvernichtungsmittel für ihre Krebserkrankungen verantwortlich. Ihre Anwälte argumentierten, das Produkt sei fehlerhaft konstruiert und unangemessen gefährlich gewesen, und Bayer habe beim Verkauf fahrlässig gehandelt. Die Klage wurde 2020 in St. Louis eingereicht, eine der drei Frauen starb vor Beginn des Prozesses. Keine der drei ist an dem von Bayer vorgeschlagenen Vergleich beteiligt.

Warum der Prozess ein Testfall ist

Der Prozess war der erste, der seit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zugunsten von Bayer im Juni eine Jury erreichte – in den Berichten als Durnell-Urteil bezeichnet. Dieses Urteil schränkte die rechtlichen Ansprüche ein, die Kläger geltend machen können. Zuvor argumentierten die meisten Roundup-Klagen, das Etikett habe die Verbraucher nicht vor Krebsrisiken gewarnt. Das Gericht stützte sich dabei auf die Einschätzung der Environmental Protection Agency, dass das Etikett keinen Krebswarnhinweis erfordere. Der Prozess wurde aufmerksam verfolgt als Test dafür, ob Roundup-Klagen nach dieser Entscheidung noch Erfolg haben können.

Vergleich und ausstehende Ansprüche

Gegen Bayer sind in US-Bundes- und einzelstaatlichen Gerichten rund 65.000 Ansprüche anhängig. Die Kläger in diesen Verfahren geben an, nach der Verwendung von Roundup zu Hause oder am Arbeitsplatz an Krebs erkrankt zu sein. Bayer strebt einen Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) an, der Zehntausende dieser Fälle abdecken soll; ein separates Gericht in Missouri prüft diesen Plan noch. Bayer übernahm Monsanto im Jahr 2018, und der Rechtsstreit hat das Unternehmen seither Milliarden von Dollar gekostet und die Aktie belastet. Die Entscheidung des Gerichts in Missouri über den Vergleich steht noch aus.

Bayers Reaktion

Bill Dodero, Leiter der US-Rechtsabteilung von Bayer und weltweiter Leiter des Rechtsstreit-Managements, erklärte in einer Stellungnahme, das Urteil zeige, wie schwer es für andere Kläger nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs werde, zu gewinnen.

„Wir freuen uns über das günstige Urteil der Geschworenen für Monsanto, das unsere Überzeugung bestätigt, dass es keine Beweise für Ansprüche wegen Konstruktionsfehlern, Betrug oder Fahrlässigkeit in der Roundup-Rechtsprechung gibt.“

Bill Dodero

Bayer hat die Vorwürfe bestritten. Das Unternehmen hält daran fest, dass jahrzehntelange Studien belegen, dass Glyphosat, der Wirkstoff in Roundup, sicher sei und keinen Krebs verursache; es bezeichnet ihn als „eines der am besten untersuchten landwirtschaftlichen Mittel der Geschichte“.

Regulatorischer Hintergrund

Die EPA ist zuvor zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend ist, doch die Behörde führt derzeit eine neue Prüfung der Sicherheit durch. Die Anwälte der Kläger hatten argumentiert, das Roundup-Etikett hätte einen Krebswarnhinweis tragen müssen – ein Anspruch, den der Oberste Gerichtshof nun eingeschränkt hat. Bayer verweist zur Begründung seiner Verteidigung weiterhin auf die wissenschaftliche Forschungslage zu Glyphosat.

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