
Super League, 3. Spieltag: Basel zerstört Thun 4:2, Lugano demontiert FCZ 5:0, Sion schlägt Vaduz spät
Asane Sow führte den FC Basel mit zwei Toren und zwei Vorlagen am Meister Thun vorbei, während der FC Zürich in Lugano mit 0:5 unterging und Vaduz bereits in der zweiten Woche in Folge eine Führung verspielte.
Basel demontiert Meister Thun mit 4:2
Der FC Basel reagierte auf seine Auftaktniederlage gegen Lausanne mit einem 4:2-Erfolg über den amtierenden Meister FC Thun im St. Jakob-Park vor 24.316 Zuschauern. Asane Sow, ein 20-jähriger Neuzugang aus der italienischen Drittligisten Pro Vercelli, erzielte zwei Treffer und bereitete zwei weitere vor. Sow eröffnete in der 4. Minute aus spitzem Winkel den Torreigen und legte in der 31. Minute nach einem Doppelpass mit Léo Leroy nach. Zan Celar erhöhte in der 53. Minute mit einem platzierten Schuss auf 3:0, bevor der eingewechselte Xherdan Shaqiri in der 75. Minute den vierten Treffer erzielte. Für Thun verkürzte Layton Stewart in der 73. Minute, und Brighton Labeau traf in der 91. Minute, doch am Ausgang bestand nie ein Zweifel.
Die Niederlage verschärft den schwierigen Start für Thun, das in der Vorwoche 0:6 gegen Young Boys verloren hatte. Trainer Gian-Luca Privitelli hatte nach dem 3:0-Sieg gegen Vikingur Reykjavik am Donnerstag sechs Änderungen vorgenommen, und die Mannschaft war nicht konkurrenzfähig. Basel hatte vor diesem Ergebnis drei aufeinanderfolgende Spiele gegen amtierende Meister verloren. Der unter Druck stehende Stephan Lichtsteiner wurde vom Heimspielpublikum mit Gleichgültigkeit empfangen; bei der Verlesung seines Namens gab es einige Pfiffe. In der Pressekonferenz nach dem Spiel forderte er Respekt, insbesondere für die jungen Spieler.
- Sow eröffnet für Basel aus spitzem Winkel
- Sow legt nach Doppelpass mit Leroy nach
- Celar macht mit einem platzierten Schuss das 3:0
- Stewart verkürzt für Thun
- Shaqiri erzielt sein erstes Saisontor
- Labeau erzielt den Ehrentreffer für Thun
FCZ in Lugano mit 0:5 gedemütigt
Der FC Zürich erlitt in der neu eröffneten AIL Arena gegen den FC Lugano eine 0:5-Niederlage und steht damit nach zwei Spielen bei null Punkten und fünf Gegentoren. Kapitän Lindrit Kamberi bezeichnete die Leistung in mehreren Bereichen als unzureichend, während Torhüter Heinz Lindner sie als von Anfang bis Ende ungenügend beschrieb und anmerkte, dass die Mannschaft Lugano immer wieder zu Toren eingeladen habe.
Es gibt nicht viel zu sagen. Es war einfach in mehreren Bereichen nicht gut. Die Qualität stimmte nicht. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gegangen, wir haben nicht gut verteidigt. Fünf Gegentore sind die Folge. Das war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten.
Trainer Marcel Koller wechselte noch vor der Halbzeit doppelt, ersetzte Bledian Krasniqi und Valon Berisha durch Kevin Spadanuda und Juan José Perea – ein Zug, der mit dem Stil von Ricardo Moniz verglichen wurde. Die Änderung zeigte keine Wirkung, da beide Einwechselspieler nie richtig ins Spiel fanden. Koller sagte, er habe früher wechseln wollen, aber es habe keine Spielunterbrechung gegeben.
Heute hat es nicht gereicht. Wir müssen analysieren und gemeinsam besprechen, woran das liegt, und die Probleme an der Wurzel packen. Wir müssen wieder aufstehen. Eine 0:5 ist eine richtige Klatsche. Umso wichtiger ist es jetzt, zusammenzustehen und im nächsten Spiel Vollgas zu geben.
Sion schlägt Vaduz mit spätem Umschwung
Der FC Sion kam gegen den Aufsteiger FC Vaduz zu einem 3:2-Heimsieg, bei dem beide Siegtreffer durch späte Kopfballtore von Einwechselspielern erzielt wurden. Vaduz führte durch Julian Stark in der 5. Minute mit 1:0 und durch Marcel Monsberger in der 36. Minute mit 2:1, während Donat Rrudhani in der 21. Minute mit einem Volleyschuss in seinem 100. Super-League-Einsatz ausglich. Trainer Didier Tholot brachte nach 56 Minuten die U-Nationalstürmer Winsley Boteli und Franck Surdez. Boteli köpfte in der 83. Minute zum 2:2, und Surdez erzielte in der Nachspielzeit der 94. Minute den Siegtreffer. Für den 20-jährigen Boteli war es das fünfte Saisontor in allen Wettbewerben. Für Vaduz war es nach dem 2:3 gegen St. Gallen in der Vorwoche die zweite Niederlage in Folge nach einer Führung.
St. Gallen und Luzern trennen sich 2:2
St. Gallen verlor zum ersten Mal in dieser Saison Punkte bei einem chaotischen 2:2-Unentschieden gegen Luzern, das den ersten Punkt der Saison holte. Kapitän Görtler wurde ein früher Ausgleichstreffer aberkannt, bevor er schließlich traf und den Heimmannschaft einen Punkt rettete. Die Partie hatte ein turbulentes Ende mit mehreren späten Vorfällen. St. Gallen hatte seine ersten beiden Spiele vor diesem Ergebnis gewonnen.
- Lugano
- 5 Tore
- Basel
- 4 Tore
- Sion
- 3 Tore
- St. Gallen
- 2 Tore
- Luzern
- 2 Tore
- Thun
- 2 Tore
- Vaduz
- 2 Tore
- Zürich
- 0 Tore


