Regierung · Gers
Bardella fordert Justizreform und Rücktritt Darmanins nach Lyhanna-Tragödie
Die Rassemblement-National-Führer Jordan Bardella und Marine Le Pen haben am Sonntag den Rücktritt von Justizminister Gérald Darmanin gefordert, zwei Wochen nachdem die Leiche der elfjährigen Lyhanna im Gers gefunden wurde. Sie werfen der Regierung systemisches Versagen der Justiz vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Parisien, Ouest France, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Lyhanna, 11, verschwand am 29. Mai; ihre Leiche wurde am 4. Juni gefunden. Der Tatverdächtige Jérôme Barella war wegen sexueller Gewalt gemeldet, aber acht Monate lang nicht von der Justiz angehört worden.
Jordan Bardella schlug eine Verdoppelung der Richter, eine spezialisierte Staatsanwaltschaft für Minderjährige und lebenslange Haft ohne Entlassung für Sexualstraftäter vor. Er schloss die Todesstrafe aus.
Sowohl Bardella als auch später Marine Le Pen erklärten, der Justizminister hätte ehrenhalber zurücktreten müssen. Le Pen hatte zunächst gezögert, schloss sich dann aber am Sonntag an.
Bardella warf dem Präsidenten Versagen bei der Sicherheit vor und stellte fest, dass nur 4.000 der versprochenen 15.000 Gefängnisplätze gebaut wurden und Frankreich 40.000 Plätze fehlen, um den europäischen Durchschnitt zu erreichen.

- 29.05.Die 11-jährige Lyhanna verschwindet nach der Schule im Gers
- 4.06.Ihre Leiche wird gefunden; ein Tatverdächtiger, Jérôme Barella, wird identifiziert
- 14.06.Jordan Bardella und Marine Le Pen fordern den Rücktritt von Justizminister Darmanin
Politischer Sturm nach dem Tod eines Kindes
Zwei Wochen nach dem Verschwinden der elfjährigen Schülerin Lyhanna und dem Fund ihrer Leiche am 4. Juni hat der Fall eine erbitterte politische Konfrontation ausgelöst. Der Tatverdächtige Jérôme Barella war wegen sexueller Gewalt gegen Minderjährige gemeldet worden, aber acht Monate nach den Hinweisen noch nicht von der Justiz angehört worden.
Jordan Bardella, Vorsitzender des Rassemblement National, brach sein Schweigen am Sonntagabend auf BFMTV und bezeichnete die Affäre als Wendepunkt.
Diese Affäre ist ein Wendepunkt im Leben unseres Landes.
Eine versagende Justiz
Bardella argumentierte, die Tragödie habe einen Staat offenbart, der „zunehmend unfähig sei, die Franzosen zu schützen“. Er verwies auf den Mangel an Richtern und ein „Problem der Doktrin“, das eine milde Behandlung von Sexualstraftätern erlaube.
Es gibt viermal weniger Staatsanwälte in Frankreich als auf europäischer Ebene.
Der RN-Chef schlug eine Verdoppelung der Richterzahl, die Schaffung einer „nationalen Staatsanwaltschaft speziell für minderjährige Opfer“ und die Einführung einer echten lebenslangen Haftstrafe (perpétuité réelle incompressible) für Sexualstraftäter ohne Entlassungsmöglichkeit vor. Er lehnte die Todesstrafe ausdrücklich ab, forderte aber eine Null-Toleranz-Politik bei Strafmilderungen.
Macron und Darmanin unter Beschuss
Bardella warf Präsident Emmanuel Macron vor, die Franzosen nicht zu schützen, und erinnerte an ein Versprechen von 2017, 15.000 neue Gefängnisplätze zu schaffen. Nur 4.000 seien gebaut worden, so Bardella, während Frankreich 40.000 Plätze unter dem europäischen Durchschnitt liege.
Er vermacht seinem Nachfolger ein Land, in dem es keinen einzigen Elternteil mehr gibt, der nicht um die Sicherheit seines Kindes fürchtet.
- Versprochene neue Plätze (2017)
- 15000 Plätze
- Tatsächlich gebaut
- 4000 Plätze
- Lücke zum EU-Durchschnitt
- 40000 Plätze
Daten aus dem Artikeltext
Justizminister Gérald Darmanin, so Bardella, hätte „ehrenhalber“ zurücktreten müssen. Marine Le Pen, die unter der Woche noch an der Nützlichkeit von Rücktrittsforderungen gezweifelt hatte, schloss sich Bardella am Sonntag an. Sie sagte auf France 3, Darmanin hätte „zumindest seinen Rücktritt einreichen müssen“ und bezeichnete seine Reform der Justizpolizei als „eine Katastrophe“.
Niemand ist jemals für irgendetwas verantwortlich in der Politik, und das ist inakzeptabel.
Ein Zeitstrahl der Lyhanna-Affäre
Le Pen bestand zudem darauf, dass die „wesentliche Verantwortung“ bei Politikern und nicht bei Richtern liege, und forderte eine vollständige Neugründung des Justizsystems. Darmanin, zuvor der beliebteste Minister in Umfragen, sah seine Zustimmungswerte nach der Affäre sinken, die die Gerichtsverfahren in Frage stellte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le ParisienAffaire Lyhanna : Jordan Bardella estimé qu'il s'agit d'" un tournant de la vie de notre pays "
- Ouest FranceAffaire Lyhanna : le RN continue de mettre la pression sur Gérald Darmanin
- BFMTVPerpétuité réelle incompressible, critiques contre Emmanuel Macron, démission de Gérald Darmanin... Ce qu'il faut retenir de l'interview de Jordan Bardella sur l'affaire Lyhanna
- Le Figaro.frMort de Lyhanna: Marine Le Pen met en cause la "responsabilité" du politique et cible Gérald Darmanin
- Jordan Bardella
- Vorsitzender des Rassemblement National forderte eine Justizreform und den Rücktritt Darmanins nach dem Fall Lyhanna
- Marine Le Pen
- Chefin der RN-Abgeordneten forderte schließlich den Rücktritt Darmanins und machte seine Polizeireform dafür verantwortlich
- Gérald Darmanin
- Französischer Justizminister, wegen der justiziellen Bearbeitung des Falls Lyhanna mit Rücktrittsforderungen konfrontiert
- Emmanuel Macron
- Präsident Frankreichs, von Bardella beschuldigt, bei Gefängnisplätzen und öffentlicher Sicherheit versagt zu haben
- Jérôme Barella
- Tatverdächtiger im Mordfall Lyhanna, war wegen sexueller Gewalt gegen Minderjährige gemeldet, ohne dass es acht Monate lang zu einer richterlichen Anhörung kam
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