
Barcelona reicht Sühneversuch gegen Florentino Pérez wegen Äußerungen im „Fall Negreira“ ein
Der FC Barcelona hat einen formellen Sühneversuch gegen Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez eingeleitet und fordert die Rücknahme von Äußerungen, die der Verein als wissentlich falsch und verleumderisch bezeichnet.
Pérez‘ Anschuldigungen im Mai
Anlässlich einer Pressekonferenz am 12. Mai, die zur Ankündigung der Wahlen bei Real Madrid einberufen worden war, griff Florentino Pérez den FC Barcelona wegen des sogenannten „Falles Negreira“ scharf an. Dabei geht es um Zahlungen des katalanischen Klubs an einen ehemaligen Vizepräsidenten des Schiedsrichterausschusses. Pérez bezeichnete den Vorgang als „den größten Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs“ und behauptete, Schiedsrichter hätten sich mit Barcelonas Geld bereichert. „Ich habe sieben Europapokale und sieben Meisterschaften gewonnen, es hätten 14 sein können, aber sie wurden mir gestohlen“, sagte Pérez. In einem Interview am 13. Mai wiederholte er die Vorwürfe und enthüllte, dass Real Madrid eine 500-seitige Akte vorbereitet habe, die an die UEFA weitergeleitet werden solle.
Es ist der größte Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs.
Rechtliche Schritte heute
Der Vorstand des FC Barcelona, der interimistisch von Rafael Yuste geleitet wird, gab am Freitag bekannt, dass der Verein einen obligatorischen Sühneversuch gemäß Artikel 205 des spanischen Strafgesetzbuchs eingeleitet habe. Dieser Schritt ist Voraussetzung für die Einreichung einer Strafanzeige wegen Verleumdung. Die Vereinsmitteilung bestätigte, dass die Maßnahme „als Reaktion auf die Äußerungen von [Pérez] auf der Pressekonferenz am 12. Mai und in einem Interview am darauffolgenden Tag“ ergriffen wurde.
Ziel dieses Antrags ist es, Herrn Pérez zur Rücknahme bestimmter Äußerungen zu bewegen, die wissentlich falsch sind und das Image und den Ruf des Vereins verleumden und beleidigen.
- Pérez bezeichnet den Fall Negreira als „den größten Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs“ und behauptet, Schiedsrichter hätten sich mit Barça-Geld bereichert.
- Pérez wiederholt die Vorwürfe in einem Interview und erklärt, Real Madrid habe eine 500-seitige Akte für die UEFA vorbereitet.
- Barcelona reicht einen Sühneversuch mit der Forderung nach Rücknahme ein und droht für den Fall der Nichtbeantwortung mit einer Strafanzeige.
Forderungen und Ultimatum
Der FC Barcelona betonte, dass es sich bei dem Sühneversuch nicht um eine leere Geste handele. Sollte Pérez keine zufriedenstellende Rücknahme erklären, werde der Verein umgehend Strafanzeige erstatten. Die Rechtsabteilung habe die Äußerungen seit deren Veröffentlichung geprüft, und der amtierende Präsident Yuste hatte bereits in früheren Äußerungen angedeutet, dass der Verein handeln werde. Er warf Pérez vor, Barças Erfolge nicht verdauen zu können.
Wird diesem Antrag nicht ordnungsgemäß entsprochen, wird der FC Barcelona die entsprechende Strafanzeige einreichen.
Der nächste Schritt liegt nun beim Präsidenten von Real Madrid, der die Möglichkeit hat, seine Worte zurückzunehmen oder sich einem formellen Strafverfahren zu stellen.


