KI-generiert·Von Menschen redigiert·Mehr erfahren
© Der Tagesspiegel
Sicherheit·vor 1 Std.

Zwei kleine Brüder am Straßenrand in Portugal ausgesetzt – wohlbehalten zurück in Frankreich

Zwei Brüder im Alter von vier und fünf Jahren, die weinend an einer portugiesischen Straße gefunden wurden, sind sicher zu Verwandten in Frankreich zurückgebracht worden. Ihre Mutter und ihr Partner müssen sich nun schweren Anschuldigungen stellen.

Zwei kleine Brüder aus Colmar in Frankreich, die Mitte Mai an einer portugiesischen Straße ausgesetzt aufgefunden wurden, sind sicher nach Frankreich zurückgebracht und bei Familienangehörigen untergebracht worden. Die Kinder im Alter von vier und fünf Jahren wurden am 19. Mai von einem Autofahrer weinend entdeckt, an der Nationalstraße zwischen Alcácer do Sal und Comporta, etwa 100 Kilometer südlich von Lissabon.

Die Rückkehr nach Frankreich

Die Jungen kamen am Freitag, den 29. Mai, in Begleitung des französischen Sozialdienstes in Frankreich an. Die Übergabe erfolgte „unter Bedingungen, die ihre Sicherheit gewährleisten“, wie die Staatsanwaltschaft Colmar mitteilte. Staatsanwalt Jean Richert fügte hinzu, dass keine weiteren Informationen über die Betreuung der Kinder veröffentlicht würden, um die Ruhe ihrer Rückkehr zu bewahren.

Sie wurden von Portugal aus vom französischen Sozialdienst begleitet und unter Bedingungen, die ihre Sicherheit gewährleisten, Mitgliedern ihrer Familie anvertraut.

Die Entdeckung und Festnahmen

Die Brüder wurden am 19. Mai von einem Autofahrer entdeckt, der sie weinend am Straßenrand sah. Ihre Mutter, eine 41-jährige Französin, und ihr Partner, ein 55-jähriger Franzose, wurden zwei Tage später in der Nähe von Fátima in Zentralportugal festgenommen. Die französischen Behörden hatten seit dem 11. Mai nach der Mutter und den Kindern gesucht, nachdem der Vater sie in Colmar als vermisst gemeldet hatte.

Rechtliche Schritte in Portugal

Die Mutter wurde von den portugiesischen Behörden in Untersuchungshaft genommen und wegen „Gefährdung oder Aussetzung“ angeklagt. Ihrem Partner wird dieselbe Straftat vorgeworfen, zusätzlich eine Anklage wegen „schwerer Körperverletzung“ an einem der Jungen. Portugiesische Behörden stellten fest, dass die Kinder normalerweise bei ihrer Mutter lebten, während der Vater nur eingeschränkte und beaufsichtigte Besuchsrechte hatte.

Hintergrund der Beschuldigten

Nach Medienberichten präsentiert sich die Mutter online als Sexualtherapeutin. Der männliche Verdächtige soll ein ehemaliger französischer Polizist sein, der wegen Depressionen aus dem Dienst ausgeschieden ist. Die französische Zeitung Le Parisien berichtete, dass er bereits 2010 wegen Belästigung und Gewalt gegen die Mutter seiner Tochter verurteilt wurde und eine neunmonatige Haftstrafe mit zweijähriger Bewährung erhielt. Auf seiner Facebook-Seite sollen sich Verschwörungstheorien und antisemitische Inhalte befunden haben. Auch portugiesische Medien berichteten von einer früheren Verurteilung wegen häuslicher Gewalt gegen seine erste Frau.

Zeitleiste der Aussetzung und Rückkehr
  1. Vater meldet Mutter und Kinder aus Colmar, Frankreich, als vermisst
  2. Brüder weinend am Straßenrand zwischen Alcácer do Sal und Comporta, Portugal, gefunden
  3. Mutter und Partner in der Nähe von Fátima, Portugal, festgenommen
  4. Kinder kehren nach Frankreich zurück und werden bei Familienangehörigen untergebracht

Sorgerecht und Betreuung

Zunächst hatte das portugiesische Gericht angedeutet, dass die französischen Justizbehörden erwogen, die Kinder beim Sozialdienst in Colmar unterzubringen, während sie Familienangehörige oder Dritte prüften, angesichts der Situation der Mutter und des beaufsichtigten Besuchsrechts des Vaters. Die Kinder wurden nun direkt bei Verwandten untergebracht.

Colmar · Alcácer do Sal · Fátima

5 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft
Hamm · Werne · Gelsenkirchen